Abo
  • IT-Karriere:

Linux-DRI: Chromium-Sandbox kann Grafiktreiber-Abstürze verursachen

Schon kleine Änderungen an den OpenGL-Treibern unter Linux können für Abstürze von Chromium sowie des Treibers selbst sorgen. Ein Intel-Entwickler sieht den Grund dafür in dem Sandbox-Mechanismus des Browsers.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Chromium-Sandbox kann Abstürze durch die Grafiktreiber provozieren.
Die Chromium-Sandbox kann Abstürze durch die Grafiktreiber provozieren. (Bild: Google)

Als "unglaublich anfällig" beschreibt der Intel-Angestellte Keith Packard die GPU-Sandbox des Browsers Chromium. Denn "es sieht danach aus, dass diese sehr genaue Details einer OpenGL-Implementierung für jeden einzelnen Treiber kennen muss, auf dem sie läuft". Darüber hinaus enthalte die Technik wohl eine Liste verschiedener Dateien und Modi, die der Treiber an die Funktion open übergebe. Deshalb könnten bereits kleine Veränderungen im Verhalten eines Treibers zu Abstürzen führen, die dann auch den Browser selbst betreffen.

Stellenmarkt
  1. SCALTEL AG, Waltenhofen Raum Kempten
  2. Stadt Soltau, Soltau

Diesen Schluss zieht der langjährige X11-Entwickler nach der Analyse eines Fehlers, auf den er aufmerksam gemacht wurde und den er in seinem Blog näher beschreibt. Demnach stürzt der Browser bei der Verwendung der Direct Rendering Infrastructure (DRI) in Version 3 mit dem Intel-Treiber ab. Wird allerdings DRI2 verwendet, geschieht das nicht.

Um den Fehler zu finden, musste Packard zunächst den GPU-Prozess debuggen. Dieser wird als eigenständiger Prozess ausgelagert und läuft mehr oder weniger unabhängig vom eigentlichen Browser. Er hat nur sehr wenige Berechtigungen auf dem Betriebssystem, was wohl die Sicherheit des Browsers erhöhen soll. Allerdings erschwert dies auch das Auffinden von Fehlern, wie Packard berichtet.

Nachdem der Entwickler den Code in Mesa um einige Fehlermeldungen erweiterte, sei klar zu erkennen gewesen, warum die Anwendung beim ersten Zugriff auf einen durch DRI3 allozierten Puffer mit einer Schutzverletzung abstürzt. Denn der Speicher für Puffer eines sogenannten Fence-Objekts wird durch das Erzeugen einer temporären Datei mit Hilfe der Funktion open zugewiesen. Diese Funktion wird jedoch durch die Chromium-Sandbox anders ausgewertet als dies unter einem beliebigen System mit der Glibc zu erwarten wäre.

Wird der Browser mit deaktivierter Sandbox gestartet, tritt der Fehler wie zu erwarten nicht auf. Ein derartiges Verhalten des Browsers eigne sich entsprechend nicht für die grafischen Oberflächen unter Linux, so Packard.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 469€
  2. 157,90€ + Versand

Folgen Sie uns
       


Timex Data Link ausprobiert

Die Data Link wurde von Timex und Microsoft entwickelt und ist eine der ersten Smartwatches. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums haben wir uns die Uhr genauer angeschaut - und über einen alten PC mit Röhrenmonitor programmiert.

Timex Data Link ausprobiert Video aufrufen
Mobile-Games-Auslese: Magischer Dieb trifft mogelnden Doktor
Mobile-Games-Auslese
Magischer Dieb trifft mogelnden Doktor

Ein Dieb mit Dolch in Daggerhood, dazu ein (historisch verbürgter) Arzt in Astrologaster sowie wunderschön aufbereitetes Free-to-Play-Mittelalter in Marginalia Hero: Golem.de stellt die spannendsten neuen Mobile Games vor.
Von Rainer Sigl

  1. Hyper Casual Games 30 Sekunden spielen, 30 Sekunden Werbung
  2. Mobile-Games-Auslese Rollenspiel-Frühling mit leichten Schusswechseln
  3. Gaming Apple Arcade wird Spiele-Flatrate für iOS und MacOS

5G-Auktion: Warum der Preis der 5G-Frequenzen so hoch war
5G-Auktion
Warum der Preis der 5G-Frequenzen so hoch war

Dass die Frequenzen für den 5G-Mobilfunk teuer wurden, lasten Telekom, Vodafone und Telefónica dem Newcomer United Internet an. Doch dies ist laut dem Netzplaner Kai Seim nicht so gewesen.
Eine Analyse von Achim Sawall

  1. Funklöcher Hohe Bußgelder gegen säumige Mobilfunknetzbetreiber
  2. Bundesnetzagentur 5G-Frequenzauktion erreicht 6,5 Milliarden Euro
  3. 5G-Auktion Etablierte wollen Preis für 1&1 Drillisch hochtreiben

WD Blue SN500 ausprobiert: Die flotte günstige Blaue
WD Blue SN500 ausprobiert
Die flotte günstige Blaue

Mit der WD Blue SN500 bietet Western Digital eine spannende NVMe-SSD an: Das M.2-Kärtchen basiert auf einem selbst entwickelten Controller und eigenem Flash-Speicher. Das Resultat ist ein schnelles, vor allem aber günstiges Modell als bessere Alternative zu Sata-SSDs.
Von Marc Sauter

  1. WD Black SN750 ausprobiert Direkt hinter Samsungs SSDs
  2. WD Black SN750 Leicht optimierte NVMe-SSD mit 2 TByte
  3. Ultrastar DC ME200 Western Digital baut PCIe-Arbeitsspeicher mit 4 TByte

    •  /