Abo
  • Services:
Anzeige
Alte Crypto in OpenSSL auszumustern wird schwierig.
Alte Crypto in OpenSSL auszumustern wird schwierig. (Bild: Openssl.org)

Linux-Distributionen: Unerwartete Schwierigkeiten beim Ausmustern alter Crypto

Alte Crypto in OpenSSL auszumustern wird schwierig.
Alte Crypto in OpenSSL auszumustern wird schwierig. (Bild: Openssl.org)

Unsichere und veraltete Verschlüsselungen aus einer Linux-Distribution zu entfernen, sei wesentlich schwieriger als gedacht, berichtet ein Intel-Entwickler. Sein Team will die Probleme mit OpenSSL und anderer Software aber beheben.

Anzeige

Die Aufgabe sei eigentlich klar, schreibt der bei Intel angestellte Linux-Entwickler Arjan van de Ven: eine alte Crypto aus einer Linux-Distribution zu entfernen. Doch diese vermeintlich einfache Angelegenheit halte unerwartete Herausforderungen bereit, die nur mit viel Zeitaufwand bewältigt werden könnten.

Es gebe zwar Kompiliereinstellungen für OpenSSL, die das Entfernen von RC4, DES oder MD5 ermöglichten, nur bauen lässt sich die Software ohne DES und MD5 offenbar nicht. RC4 zu entfernen sei kein Problem, die Arbeiten an MD5 könnten verschoben werden, weshalb van de Ven zumindest die Fehler beim Kompilieren ohne DES selbst behoben hat.

Das tatsächliche Problem ergab sich allerdings dann bei dem Versuch, das von ihm gebaute Paket in die intern gepflegte Linux-Distribution zu integrieren. Dabei seien viele verschiedene und vor allem wichtige Pakete in ihrer Funktion beschädigt worden. Das betreffe meist Anwendungen, die HTTP-Verbindungen nutzen, wie Curl, OpenSSH, MariaDB oder andere.

Sämtliche der betroffenen Programme wiesen starre Abhängigkeiten zu DES auf, heißt es. DES sei jedoch schon vor 20 Jahren nicht mehr sicher gewesen. Van de Ven vermutet sogar, dass es möglich ist, eine Brute-Force-Attacke auf DES mit einer aktuellen Smartwatch in Echtzeit durchzuführen.

Als Konsequenz aus dieser Erfahrung will der Entwickler mit seinem Team nun Patches für unterschiedliche Anwendungen erstellen, damit diese ohne DES und RC4 auskommen. Außerdem fordert er jeden Beteiligten eines Open-Source-Projektes dazu auf, bestimmte Algorithmen nicht vorauszusetzen und seine Software entsprechend anzupassen.


eye home zur Startseite
Taiga Wutts 29. Mär 2015

Da spricht mir jemand aus der Seele. Es ist alles andere als trivial, sich von...

Atalanttore 25. Mär 2015

LibreSSL hat zahlreiche Probleme längst gelöst.

Milber 25. Mär 2015

Ehrliche Worte in einem Forum für Möchtegerns. Danke.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt, Berlin
  2. Schenck Process Europe GmbH, Darmstadt
  3. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  4. Robert Bosch GmbH, Schwieberdingen


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. und 20€ Steam-Guthaben abstauben
  2. 1.499,00€
  3. ASUS-Gaming-Produkt kaufen und bis zu 150€ Cashback erhalten

Folgen Sie uns
       


  1. Knappe Mehrheit

    SPD stimmt für Koalitionsverhandlungen mit Union

  2. Gerichtspostfach

    EGVP-Client kann weiter genutzt werden

  3. DLD-Konferenz

    Gabriel warnt vor digitalem Schlachtfeld Europa

  4. NetzDG

    Streit mit EU über 100-Prozent-Löschquote in Deutschland

  5. Facebook

    Nutzer sollen Vertrauenswürdigkeit von Newsquellen bewerten

  6. Notebook-Grafik

    Nvidia hat eine Geforce GTX 1050 (Ti) mit Max-Q

  7. Gemini Lake

    Asrock und Gigabyte bringen Atom-Boards

  8. Eni HPC4

    Italienischer Supercomputer weltweit einer der schnellsten

  9. US-Wahl 2016

    Twitter findet weitere russische Manipulationskonten

  10. Die Woche im Video

    Das muss doch einfach schneller gehen!



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Computerforschung: Quantencomputer aus Silizium werden realistisch
Computerforschung
Quantencomputer aus Silizium werden realistisch
  1. Tangle Lake Intel zeigt 49-Qubit-Chip
  2. Die Woche im Video Alles kaputt
  3. Q# und QDK Microsoft veröffentlicht Entwicklungskit für Quantenrechner

Netzsperren: Wie Katalonien die spanische Internetzensur austrickste
Netzsperren
Wie Katalonien die spanische Internetzensur austrickste

Spectre und Meltdown: All unsere moderne Technik ist kaputt
Spectre und Meltdown
All unsere moderne Technik ist kaputt
  1. Sicherheitsupdate Microsoft-Compiler baut Schutz gegen Spectre
  2. BeA Noch mehr Sicherheitslücken im Anwaltspostfach
  3. VEP Charter Trump will etwas transparenter mit Sicherheitslücken umgehen

  1. Re: Strahlenbelastung ist zu hoch

    mnementh | 19:47

  2. Re: Ich verstehe die irischen Praktikanten

    mnementh | 19:44

  3. Re: Warum dieser Artikel / Clickbait ?

    teenriot* | 19:38

  4. Re: Haben die TV -Streamer denn endlich HD?

    Michael H. | 19:38

  5. Re: Wenn man sich anschaut, wie grade radikale...

    Der Held vom... | 19:35


  1. 16:59

  2. 14:13

  3. 13:15

  4. 12:31

  5. 14:35

  6. 14:00

  7. 13:30

  8. 12:57


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel