Linux Distributionen: Fedora feiert Version 20

Etwas mehr als zehn Jahre nach der ersten Version erscheint die zwanzigste Ausgabe von Fedora - Codename Heisenbug. Fedora 20 ist dem Yum-Entwickler Seth Vidal gewidmet, der im Juli 2013 plötzlich verstarb.

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Fedora 20 ist erschienen.
Fedora 20 ist erschienen. (Bild: Fedora)

In Fedora 20 gibt es grundlegende Änderungen, die langjährigen Linux-Nutzern gleich auffallen werden. Die Protokollierung übernimmt jetzt Systemd statt wie bisher Syslog. Demnach sind auch die Protokolldateien nicht mehr dort zu finden, wo sie bisher waren. Außerdem fehlt der Message Transfer Agent (MTA) komplett in der Standardinstallation, da er für Nachrichten an Root nicht mehr benötigt wird. Fedora lässt sich zwar seit längerem auf ARM-Systemen installieren, Fedora 20 ist für die Plattform aber künftig ein Primary Architecture.

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Mit dem Umzug auf das Journaling durch Systemd finden sich Protokolle nicht mehr in den Textdateien in /var/log/syslog oder /var/log/messages, sondern lassen sich künftig über den Befehl journalctl abrufen. Mit der Installation von Rsyslog lässt sich das alte Benachrichtigungssystem wieder nutzen. Da zudem die Standardsoftware den MTA kaum noch für Nachrichten verwendete, wurde das zuvor standardmäßig eingesetzte Sendmail komplett entfernt. Es lässt sich aber ebenso wie die Alternative Postfix bei Bedarf nachinstallieren.

App-Store für Gnome

Als Desktop lässt sich die soeben erschienene Version 0.18 von Enlightenment nutzen. Gnome ist in Version 3.10 dabei und bringt den sogenannten Application Installer mit. Der App Store erinnert an diejenigen aus Android und Ubuntu. Statt einzelne Softwarepakete werden hier Anwendungen in den Vordergrund gestellt. Der App Store verwendet sowohl Packagekit als auch das neue Appdata-Framework, das Icons, Anwendungsbeschreibungen und Screenshots einbindet. Bewertungen von Nutzern sollen ebenfalls angezeigt werden, diese Funktion ist aber bislang noch nicht umgesetzt. Gnome bleibt weiterhin der Standarddesktop unter Fedora 20.

KDE SC ist in Version 4.11 dabei und bringt als Alleinstellungsmerkmal in Fedora bereits kde-plasma-nm mit, das das traditionell verwendete kde-plasma-networkmanagement als Frontend für den Networkmanager ersetzt. Das neue Konfigurationswidget für Netzwerkeinstellungen soll flexibler sein und hat zudem eine moderne Benutzeroberfläche. Der Networkmanager lässt sich künftig auch per Kommandozeile über den Befehl nmcli konfigurieren, etwa um Bonding und Bridges für Netzwerkschnittstellen einzurichten.

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Auf x86-Systemen lassen sich künftig auch emulierte ARM-Systeme mit Libvirt, Virsh, Virt-Manager und Virt-Install einrichten und verwalten. Außerdem lassen sich von virtuellen Maschinen auf Datenträgern im Qcow2 mit dem Virt-Manager Snapshots erstellen.

Sämtliche Änderungen in Fedora 20 hat das Projekt auf seiner Webseite zusammengetragen. Fedora 20 steht als 953 MByte große Image zum Download bereit. Wie üblich gibt es von Fedora 20 mehrere Spins, darunter mit KDE SC oder eines für Musiker.

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