Linux-Distributionen: Fedora 18 offiziell mit Secure Boot

Die technische Leitung von Fedora hat nun offiziell die Integration von Secure Boot beschlossen. Außerdem für Fedora 18 vorgesehen ist ein Netzwerk-Team-Treiber, und virtuelle Maschinen sollen Ruhezustände beherrschen.

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Das akutelle Fedora 17 alias Beefy Miracle
Das akutelle Fedora 17 alias Beefy Miracle (Bild: Screenshot Golem.de)

Kurz vor der Frist zum Einreichen neuer Funktionen hat das Fedora Engineering and Steering Committee, kurz FESCo, einige Neuerungen für Fedora 18 zugelassen. Die wohl Wichtigste ist die Integration von UEFI Secure Boot nach dem Vorschlag von Matthew Garrett.

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Damit hat sich das technische Leitungsgremium von Fedora darauf geeinigt, den minimalen Bootloader Shim einzusetzen, der mit dem Microsoft-Schlüssel signiert werden soll. Dieser startet dann wiederum Grub 2. Für die Fedora-Mitglieder ist diese Lösung die einfachste Möglichkeit Fedora 18 auf Geräten zu installieren, die für Windows 8 zertifiziert sind.

Netzwerk-Team-Treiber und Avahi

Ebenfalls für Fedora 18 alias Spherical Cow vorgesehen ist ein Netzwerk-Team-Treiber. Dieser soll es ermöglichen, mehrere Netzwerkschnittstellen im System so zusammenzufügen, dass sie sich wie ein Gerät verhalten. Die Kernel-Module dafür sind bereits vorhanden, das Team arbeitet noch an einer Bibliothek und einem Daemon. Für spätere Versionen soll diese Funktion über den Network-Manager gesteuert werden können.

Außerdem soll in Fedora 18 standardmäßig die Zeroconf-Implementierung Avahi gestartet werden. Damit soll es für Nutzer einfacher sein, auf Geräte wie Netzwerkdrucker zuzugreifen. Bisher müssen Anwender den Avahi-Dienst von Hand starten. Zudem wird Firewalld als Standard-Firewall eingesetzt.

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Derzeit können virtualisierte Linux-Systeme nur sehr schlecht mit den ACPI-Ruhezuständen S3 und S4 umgehen, mit Fedora 18 soll sich das ändern. Dazu soll an den Virtio-Treibern gearbeitet werden, ebenso wie an Qemu und Libvirt.

Ebenso sollen in Fedora 18 Schnappschüsse eines Gastsystems im laufenden Betrieb möglich werden. Zwar unterstützt Qemu bereits seit einiger Zeit Schnappschüsse, um diese zu erstellen, mussten die virtuellen Maschinen jedoch bisher kurz angehalten werden.

Im März dieses Jahres legte das FESCo bereits einige Funktionen für Fedora 18 fest, darunter die Reorganisation der Paketgruppen. Mit Spherical Cow können experimentierfreudige Nutzer darüber hinaus den neuen Paketmanager DNF benutzen, der als Backend die Bibliothek Libsolv verwendet.

Laut aktuellem Terminkalender soll am 28. August eine Alpha und am 2. Oktober eine Beta veröffentlicht werden. Die Veröffentlichung der finalen Version ist für den 6. November 2012 geplant. Eine Liste der bereits für Fedora 18 akzeptierten Funktionen bietet das Projekt-Wiki.

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