Abo
  • Services:

Linux-Distributionen: Beta von Fedora 20 mit Journald statt Syslog

Mit der Beta von Fedora 20 sind alle Funktionen für die kommende Veröffentlichung festgelegt. So wird Fedora standardmäßig auf Syslog und Sendmail verzichten und ARM als weitere Primärarchitektur eingeführt.

Artikel veröffentlicht am ,
In Fedora 20 ist ARM eine Standardarchitektur.
In Fedora 20 ist ARM eine Standardarchitektur. (Bild: Fedora)

Etwa vier Wochen bleiben den Entwicklern von Fedora 20, um noch auftretende Fehler in der Distribution vor der Veröffentlichung zu beheben. Größere Änderungen darf das Team mit dem Erscheinen der Betaversion nun nicht mehr vornehmen. Die wohl größte Neuerung in Fedora ist, dass die ARM-Architektur gleichwertig zu den 32-Bit- und 64-Bit-Versionen der x86-Architektur unterstützt wird. Seit Fedora 19 wird ARMv5 nicht mehr unterstützt, und so soll für Fedora 20 ARMv7 (Hardware-Floating-Point, Little Endian) genutzt werden können.

Stellenmarkt
  1. MT AG, Frankfurt am Main
  2. AGCO GmbH, Marktoberdorf

Darüber hinaus entfernt Fedora altgediente, aber überholte Software aus der Standardinstallation. So benötigen die meisten Nutzer nach Ansicht des Teams etwa keinen Mail-Transfer-Agent (MTA), weshalb Sendmail nicht weiter installiert wird. Ebenso verzichtet Fedora auf den Logging-Dienst Syslog, stattdessen wird das Systemd-Journal genutzt. Die beiden älteren Pakete bleiben aber bis auf weiteres in den Paketquellen enthalten.

Netzwerk und Virtualisierung

Darüber hinaus soll es für Administratoren einfacher werden, den Network-Manager zu nutzen, da sich dieser über das Kommandozeilenwerkzeug nmcli steuern lässt. Der Network-Manager unterstützt nun außerdem Bonding und Bridging. Neue Funktionen der GUI-Virt-Manager erlauben zudem, Schnappschüsse für virtuelle Maschinen zu erstellen, was Libvirt und Qemu bereits beherrschen. Ebenso soll es nun einfach möglich sein, ARM-Gastsysteme auf x86-Hostsystemen zu nutzen.

Außerdem hat das Fedora-Cloud-Team dafür gesorgt, dass nun auch Abbilder von der Distribution für Amazons Web Services ebenso wie für Openstack bereitstehen, was die Nutzung in diesen Umgebungen deutlich vereinfachen soll.

Kernel und Desktop

Die Basis des Systems bildet Linux 3.11 und nicht der kürzlich veröffentlichte Kernel 3.12, dieser soll allerdings als Update nach der Veröffentlichung nachgereicht werden. Als Oberfläche stehen Nutzern der neuen Fedora-Version Gnome 3.10, Cinnamon 2.0 des Linux-Mint-Projekts, Enlightenment 17 oder auch KDE SC 4.11 zur Verfügung.

Für die Version mit dem KDE-Desktop setzt das Team statt KDM als Displaymanager nun auf SDDM. Denn die Anwendung KDM wird seit einiger Zeit nicht mehr aktiv entwickelt und hat derzeit auch keinen Betreuer, weshalb auch die KDE-Community selbst überlegt, auf KDM zu verzichten. SDDM hat nur sehr wenige Abhängigkeiten, ist kompatibel zu Qt5 und damit prinzipiell auch mit Wayland nutzbar. Noch fehlen SDDM allerdings einige Funktionen, die in KDM vorhanden sind.

Eine Liste weiterer Änderungen findet sich in der Ankündigung und im Wiki des Projekts. Die Beta von Fedora 20 alias Heisenbug steht ab sofort zum Download zur Verfügung. Die finale Version soll nach derzeitiger Planung am 10. Dezember 2013 erscheinen.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 34,99€

Folgen Sie uns
       


Sony Xperia XZ3 - Hands on (Ifa 2018)

Das neue Xperia XZ3 von Sony kommt mit Oberklasse-Hardware und interessanten Funktionen, die dem Nutzer den Alltag erleichtern können. Außerdem hat das Gerät einen OLED-Bildschirm, eine Premiere bei einem Smartphone von Sony.

Sony Xperia XZ3 - Hands on (Ifa 2018) Video aufrufen
iPhone Xs, Xs Max und Xr: Wer unterstützt die eSIM in den neuen iPhones?
iPhone Xs, Xs Max und Xr
Wer unterstützt die eSIM in den neuen iPhones?

Apples neue iPhones haben neben dem Nano-SIM-Slot eine eingebaute eSIM, womit der Konzern erstmals eine Dual-SIM-Lösung in seinen Smartphones realisiert. Die Auswahl an Netzanbietern, die eSIMs unterstützen, ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz aber eingeschränkt - ein Überblick.
Von Tobias Költzsch

  1. Apple Das iPhone Xr macht's billiger und bunter
  2. Apple iPhones sollen Stiftunterstützung erhalten
  3. XMM 7560 Intel startet Serienfertigung für iPhone-Modem

Grafikkarten: Das kann Nvidias Turing-Architektur
Grafikkarten
Das kann Nvidias Turing-Architektur

Zwei Jahre nach Pascal folgt Turing: Die GPU-Architektur führt Tensor-Cores und RT-Kerne für Spieler ein. Die Geforce RTX haben mächtige Shader-Einheiten, große Caches sowie GDDR6-Videospeicher für Raytracing, für Deep-Learning-Kantenglättung und für mehr Leistung.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Tesla T4 Nvidia bringt Googles Cloud auf Turing
  2. Battlefield 5 mit Raytracing Wenn sich der Gegner in unserem Rücken spiegelt
  3. Nvidia Turing Geforce RTX 2080 rechnet 50 Prozent schneller

Network Slicing: 5G gefährdet die Netzneutralität - oder etwa nicht?
Network Slicing
5G gefährdet die Netzneutralität - oder etwa nicht?

Ein Digitalexperte warnt vor einem "deutlichen Spannungsverhältnis" zwischen der technischen Basis des kommenden Mobilfunkstandards 5G und dem Prinzip des offenen Internets. Die Bundesnetzagentur gibt dagegen vorläufig Entwarnung.
Ein Bericht von Stefan Krempl

  1. T-Mobile US Deutsche Telekom gibt 3,5 Milliarden US-Dollar für 5G aus
  2. Ericsson Swisscom errichtet standardisiertes 5G-Netz in Burgdorf
  3. Masterplan Digitalisierung Niedersachsen will flächendeckende Glasfaserinfrastruktur

    •  /