Linux-Distributionen: Arch-Linux-Medien mit Systemd und Gummiboot

Die monatlich aktualisierten Installationsmedien der Distribution Arch-Linux nutzen ab sofort den Initialisierungsdienst Systemd(öffnet im neuen Fenster) und die alten Init-Skripte stehen in der Live-Umgebung nicht mehr zur Verfügung. Trotzdem nutzt eine Standardinstallation von Arch-Linux weiterhin Sys-V-Init.
Das soll sich jedoch laut Entwicklerteam "in Kürze" ändern. Arch-Nutzer können bereits seit einiger Zeit Systemd verwenden, bisher muss der Wechsel allerdings selbst durchgeführt werden, was ausführlich im Projekt-Wiki(öffnet im neuen Fenster) erläutert wird.
Für Rechner, die den Bios-Nachfolger UEFI als Firmware nutzen, setzt Arch-Linux den Bootloader Gummiboot ein. Dieser kann in der UEFI-Partition abgelegt werden und soll es ermöglichen, direkt Linux-Kernel zu starten. Außerdem sollen sich weitere Bootloader, wie Grub oder Lilo, mit Gummiboot starten lassen können.
Darüber hinaus soll der Start von Arch-Linux auf UEFI-Rechnern vereinfacht worden sein. Wie und ob Arch-Linux die UEFI-Funktion Secure-Boot unterstützen wird, ist von den Entwicklern noch nicht offiziell geklärt worden.
Neben dem Wechsel zu Systemd und der Verwendung von Gummiboot enthält das Medium auch aktuelle Software der Rolling-Release-Distribution. Ein Abbild zur Installation für 32-Bit- und 64-Bit-Systeme steht auf den Servern des Projekts zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit.