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Linux-Distribution: Slackware 14.1 bringt Uefi-Unterstützung

Die wohl älteste noch aktiv entwickelte Linux-Distribution Slackware startet in der neuen Version auf Uefi-Systemen. Secure Boot wird noch nicht von Hause aus unterstützt, lässt sich aber selbst einrichten.
/ Sebastian Grüner
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Slackware 14.1 startet auf Uefi-Systemen. (Bild: Slackware)
Slackware 14.1 startet auf Uefi-Systemen. Bild: Slackware

Mit Slackware 14.1 können Nutzer der wohl ältesten noch aktiven Distribution ihr 64-Bit-System nun auch auf Uefi-Hardware verwenden. Dazu hat das Entwicklerteam einige neue Pakete wie Grub2 und Efibootmgr integriert und sämtliche Installationsabbilder erlauben das Starten unter Uefi.

Zurzeit lässt sich Secure Boot aber noch nicht ohne weiteres verwenden. Nutzer, die das dennoch wollen, müssen selbst einen eigenen Schlüssel in der Firmware hinterlegen, damit Kernel, Module und den Bootloader signieren und zum Starten der Verifikationskette den Shim-Bootloader von Matthew Garrett verwenden.

Kernel 3.10 und aktuelle Desktops

Die Basis des Systems bildet der Linux-Kernel 3.10, da der Maintainer Greg Kroah-Hartman diesen als Long-Term-Kernel voraussichtlich zwei Jahre pflegen möchte. Für sehr alte Single-Core-Hardware stellt das Team auch einen Non-SMP-Kernel zur Verfügung. Für Nutzer, die einen aktuelleren Kernel möchten, stellt das Team Config-Dateien für Linux 3.12 bereit.

Als Desktopoberfläche können KDE SC 4.10.5 sowie XFCE 4.10.1 verwendet werden. Als Standardbrowser wird Firefox 24-ESR verwendet. Der Gnome-3-Desktop steht nicht standardmäßig als Slackware-Paket bereit, kann allerdings über externe Projekte hinzugefügt werden. Für den Mate-Desktop werden Build-Skripte gepflegt.

Weitere Details zu Slackware 14.1 finden sich in den Release Notes(öffnet im neuen Fenster) . Installationsabbilder stehen als Torrent oder über die Spiegelserver des Projekts zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit. Um Slackware finanziell zu unterstützen, können auch DVDs über den offiziellen Store(öffnet im neuen Fenster) erworben werden.


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