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Linux-Distribution: Sabayon 10 mit Mate-Desktop

Neben Gnome 3.4, KDE SC 4.9 und XFCE 4.10 unterstützt Sabayon 10 auf vielfachen Wunsch nun auch offiziell den Gnome-2-Fork Mate. Das System kann zudem von ZFS-Partitionen starten.
/ Sebastian Grüner
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Sabayon 10 unterstützt offiziell den Mate-Desktop. (Bild: Sabayon.org)
Sabayon 10 unterstützt offiziell den Mate-Desktop. Bild: Sabayon.org

Seit einiger Zeit bietet die auf Gentoo basierende Linux-Distribution Sabayon ein Overlay für den Mate-Desktop(öffnet im neuen Fenster) via Github an. Aufgrund der großen Popularität dieser externen Quelle steht der Gnome-2-Fork nun auch offiziell in Sabayon 10(öffnet im neuen Fenster) als Desktop bereit. Zudem können Gnome 3.4.2, Xfce 4.10 sowie KDE SC 4.9 als Alternativen genutzt werden.

Kernel auf ZFS-Partition

Die Basis des Systems bildet der Linux-Kernel 3.5.4, der sich dank der Integration von Grub 2.00 als Bootloader nun auch direkt aus Partitionen mit dem Dateisystem ZFS(öffnet im neuen Fenster) starten lässt. Der Installer beherrscht das Erstellen von ZFS-Partitionen jedoch noch nicht.

Sabayon-Nutzer können nun auch Kernel nutzen, die für Amazons Public-Cloud-Dienst EC2 geeignet sind. Ebenso stellt das Projekt halboffizielle Amazon Machine Images(öffnet im neuen Fenster) (AMI) bereit. Außerdem soll es nun auch einfacher sein, via Portage von dem Init-System Openrc zu Systemd zu migrieren. Da Systemd jedoch nicht sehr viel schneller bootet und weniger getestet ist, wird es noch nicht als Standard eingesetzt.

Mesa 9 für die Grafik

Sabayon 10 nutzt einen Schnappschuss der in Entwicklung befindlichen Grafikbibliothek Mesa 9 vom 31. August 2012. Außerdem haben die Entwickler das Kernel-Mode-Setting für Intel- und Matrox-Grafikchips verbessert. Einige AMD-Karten machen den Entwicklern hingegen noch Probleme, diese sollen aber mit Linux 3.6 behoben sein.

Die Sicherheitsfunktionen aus dem Gentoo-Hardened-Projekt(öffnet im neuen Fenster) stehen Sabayon-Nutzern nun auch in speziellen Serverimages zur Verfügung. Diese enthalten im Unterschied zu den Serverbase-Images den X.org X-Server freie Treiber und den grafischen Installer.

Verschiedene Installationsabbilder des aus Italien stammenden Sabayon 10 stehen über die Spiegelserver des Projekts(öffnet im neuen Fenster) bereit.


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