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Opensuse Leap 42.2 ist erschienen.
Opensuse Leap 42.2 ist erschienen. (Bild: Opensuse)

Linux-Distribution: Opensuse Leap 42.2 baut voll auf Langzeitpflege

Opensuse Leap 42.2 ist erschienen.
Opensuse Leap 42.2 ist erschienen. (Bild: Opensuse)

Die Community-Distribution Opensuse Leap 42.2 nutzt viele Kernbestandteile aus der Suse-Enterprise-Distribution. Zudem erhält der genutzte KDE-Desktop Plasma 5.8 ebenso wie die Basis Qt 5.6 und der Kernel eine Langzeitpflege durch die Upstream-Communitys. Besitzer des Raspberry Pi 3 können ein 64-Bit-Image testen.

Im vergangenen Jahr begann die Entwickler-Community der Linux-Distribution Opensuse eine sehr enge Kooperation mit den Verantwortlichen der Suse-Enterprise-Produkte SLES und SLED. Das Ergebnis ist die Versionsreihe Leap, die im Gegensatz zu dem Rolling-Release-Zweig Tumbleweed langfristig gepflegt werden soll. Erreicht wird dies durch die Nutzung der Kernbestandteile von SLE in Leap. So basiert das nun verfügbare Leap 42.2 auf dem erst vor wenigen Tagen veröffentlichten Service Pack 2 von SLE 12, was die geplante Langzeitpflege vereinfacht.

Grundlage von Leap 42.2 bildet deshalb wie in SLE der Linux-Kernel 4.4, der als Teil der Kernel-Langzeitpflege durch Greg Kroah-Hartman mindestens bis Anfang 2018 gepflegt werden wird. Das nächste Leap-Update erscheint vermutlich bereits in einem Jahr und wird dann wohl bereits auf den nächsten LTS-Kernel 4.9 wechseln.

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Ebenfalls aus SLE übernommen worden ist Systemd 228, das im Vergleich zur vorher genutzten Version 210 keine alten Sys-V-Initskripte mehr ausführt. Stattdessen werden mit einem Generatorwerkzeug die für Systemd üblichen Unit-Dateien aus den alten noch verwendeten Skripten erzeugt.

Aus SLE stammen auch die Suse-eigenen Werkzeuge Yast, Autoyast und Snapper. Das Konfigurationswerkzeug Yast bietet nun ein VPN-Modul, die Bootloader-Konfiguration unterstützt Trusted Boot und die Firewall-Konfiguration ermöglicht die Verwaltung des aus Fedora stammenden Firewalld. Das Werkzeug für Btrfs-Festplatten Snapshots, Snapper, nutzt nun weniger Speicher und kann zudem die Snapshots besser aufräumen.

LTS auch für einen Desktop

Leap 42.2 nutzt die durch eine Upstream-Community bereitgestellte Langzeitpflege allerdings nicht nur beim Kernel, sondern auch bei dem KDE-Desktop Plasma 5.8. Opensuse hat zwar offiziell keinen Standarddesktop, allerdings ist KDE Plasma die Vorauswahl der Linux-Distribution. Die Version 5.8 von Plasma wird von KDE wohl bis Mitte 2018 gepflegt werden. Die Basis für KDE Plasma, das Qt-Framework, bekommt für die in Leap genutzte Qt-Version 5.6 ebenfalls Langzeitsupport.

Alternativ zu KDE Plasma kann auch der Gnome-Desktop 3.20 genutzt werden. Letzterer wird in Suses Enterprise-Variante angeboten. Als Desktops eingesetzt werden können außerdem Lxqt 0.11 oder auch Enlightenment 0.23. Die Opensuse-Community verspricht, eng mit den Machern von Enlightenment zusammenzuarbeiten, um auch hierfür Updates über den gesamten Supportzyklus von Leap 42.2 bereitstellen zu können.

Zu den üblichen Paket-Updates zählen Aktualisierungen auf Mesa 11.2, den X-Server 1.18.3, als Browser liegt noch Firefox 49 bei, der in den kommenden Tagen wohl auf die Version 50 aktualisiert werden wird. Entwickler können GCC in den Versionen 4.8, 5 und 6 verwenden ebenso wie LLVM 3.8. Zur Webwentwicklung können PHP 5 und 7 oder Node.js 4 mit Langzeitpflege genutzt werden.

Für Intel, Power8 und ARM

Weitere Neuerungen von Leap 42.2 finden sich im Wiki des Projekts sowie in den offiziellen Release Notes. Abbilder zur Installation stehen zum Download bereit, 32-Bit-x86-Builds werden bereits seit Leap 42.1 nicht mehr unterstützt. Ports der Community gibt es auch für PPC64le, also Power8-Systeme, sowie für Aarch64 alias ARMv8.

Ein vorgefertigtes Image mit 64-Bit-ARM-Unterstützung für den Raspberry Pi 3 wird ebenfalls angeboten. Details dazu listet das Opensuse-Wiki. Letzteres ist auch in SLE 12 SP2 erhältlich, jedoch ohne kommerziellen Support.


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Pjörn 17. Nov 2016

Man konnte 1998 eigentlich kein Betriebssystem problemfrei upgraden. OpenSUSE konnte man...



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