Abo
  • Services:

Linux-Distribution: Opensuse Leap 15 ermöglicht Enterprise-Upgrades

Mit der Veröffentlichung von Leap 15 baut das Opensuse-Team seine Distribution erstmals parallel zum Enterprise-Angebot von Suse. Das bringt neue Funktionen wie die Transactional Updates, die bei Fedora Atomic heißen, verbesserte Werkzeuge, drei Jahre Updates und einfache Enterprise-Upgrades.

Artikel veröffentlicht am ,
Opensuse Leap 15 ist erschienen.
Opensuse Leap 15 ist erschienen. (Bild: imke.sta, flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Seit mehr als zweieinhalb Jahren arbeitet die Opensuse-Community mit Leap an einer Variante ihrer Linux-Distribution, die auf den freien Quellen von Suses Enterprise-Linux-Angebot basiert. Mit der nun verfügbaren Version 15 von Leap ist die Arbeit an Community- und Enterprise-Distro erstmals komplett parallel zueinander durchgeführt worden, so dass die beiden Varianten aneinander ausgerichtet sind, wie es in der Ankündigung heißt.

Stellenmarkt
  1. operational services GmbH & Co. KG, Berlin, Dresden, Frankfurt
  2. Kreissparkasse Reutlingen, Reutlingen

Diese Parallelität zeigt sich auch an der Versionsnummer, denn auf die Versionsreihe 42 von Leap folgt nun die Version 15, die auch das kommende Suse Linux Enterprise (SLE) tragen wird. Für Entwickler, Kunden und Integratoren ergibt sich daraus der Vorteil von vergleichsweise sehr einfachen Upgrades von Leap auf SLE, was Suse nun auch erstmals seit der Kooperation bei Community- und Enterprise-Distro offiziell unterstützt.

Transactional Updates mit bekannten Werkzeugen

Diese Parallelität zeigt sich auch an einer neuen Funktion, die für Suses hauseigene Container-Plattform Caasp und im dazugehörigen Community-Projekt Kubic entstanden ist: die sogenannten Transactional Updates. System-Updates werden dabei ganz oder gar nicht eingespielt und zwar ohne das laufende System zu beeinflussen. Ebenso sind einfache Rollbacks möglich. Diese Art Updates werden auch als atomar bezeichnet, was Red Hat sowie deren Community-Distribution Fedora im Projekt Atomic ebenfalls umsetzen.

Im Gegensatz zu diesem oder anderen Ansätzen setzen die Transactional Updates allerdings auf mehr oder weniger altbekannte Technik der Distribution, statt neue zu erstellen. Genutzt werden bei Opensuse Leap 15 dazu Btrfs, das Schnappschusswerkzeug Snapper und die Paketverwaltung Zypper. Details zur genauen Vorgehensweise liefert ein Blogeintrag von Opensuse. Außerhalb von Caasp werden die Transactional Updates aber zunächst noch etwas länger ein Community-Projekt bleiben, in SLE 15 wird die Funktion wohl erst später integriert.

Das Opensuse-Team hat darüber hinaus sein Konfigurationswerkzeug Yast ausgebaut. So nutzt der dort integrierte Partitionierer mit Libstorage-ng ein aktuelles Backend. Außerdem ist die hauseigene Firewall gegen die weiter verbreitete Lösung Firewalld ausgetauscht worden. Das Deployment-Werkzeug Autoyast hat das Team ebenso verbessert.

Als Standard-Desktop nutzt Opensuse Leap 15 Gnome 3.26, wobei standardmäßig Wayland zum Einsatz kommt statt dem X-Server. Das aus der Gnome-Community hervorgegangene Projekt Flatpak, mit dem Anwendungen unabhängig von Linux-Distributionen direkt an Nutzer verteilt werden können, ist nun ebenfalls Teil von Opensuse Leap. Alternativ kann auch der Plasma-Desktop von KDE in Version 5.12 mit Langzeitsupport verwendet werden.

Basis des Systems bildet der Linux-Kernel 4.12, als Standardbibliothek für TLS kommt nun OpenSSL 1.1.0 zum Einsatz. Weitere Neuerungen listet das Projektwiki. Opensuse Leap 15 steht zum Download bereit, eine 32-Bit-Variante für x86-Systeme wird nicht mehr angeboten.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-66%) 6,80€
  2. 4,99€
  3. 49,95€
  4. 12,49€

Stiffler 25. Mai 2018

schönes Wochenende ... Stiffler

silentcreek 25. Mai 2018

Meines Wissens ist der Standard-Desktop in OpenSuse Leap 15 KDE Plasma 5.12 und nicht...


Folgen Sie uns
       


Dell Ultrasharp 49 (U4919DW) - Fazit

Dells neuer Super-Ultrawide-Monitor begeistert uns im Test als sehr guter Allrounder. Einzig einige Gaming-Features fehlen ihm.

Dell Ultrasharp 49 (U4919DW) - Fazit Video aufrufen
NUC7 (June Canyon) im Test: Intels Atom-Mini ist großartig
NUC7 (June Canyon) im Test
Intels Atom-Mini ist großartig

Der aktuelle NUC7 alias June Canyon ist einer der bisher besten Mini-PCs von Intel: Er hat genügend Leistung für alltägliche Aufgaben sowie Video-Inhalte, bleibt schön leise und kostet überdies deutlich weniger als 200 Euro.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Bean Canyon und Crimson Canyon Intels NUCs haben 10-nm-Chip und AMD-Grafik
  2. Crimson Canyon Intel plant weiteren Mini-PC mit Radeon-Grafik
  3. NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit

Remote Code Execution: Die löchrige Webseite des TÜV Süd
Remote Code Execution
Die löchrige Webseite des TÜV Süd

Der TÜV Süd vergibt Siegel für sichere Webseiten - und tut sich gleichzeitig enorm schwer damit, seine eigene Webseite abzusichern. Jetzt fand sich dort sogar eine Remote-Code-Execution-Lücke, die der TÜV erst im zweiten Anlauf behoben hat.
Ein Bericht von Hanno Böck

  1. Websicherheit Onlineshops mit nutzlosem TÜV-Siegel

Agilität: Wenn alle bestimmen, wo es langgeht
Agilität
Wenn alle bestimmen, wo es langgeht

Agiles Arbeiten ist, als ob viele Menschen gemeinsam ein Auto fahren. Aber wie soll das gehen und endet das nicht im Riesenchaos?
Von Marvin Engel

  1. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
  2. Bundesagentur für Arbeit Ausbildungsplätze in der Informatik sind knapp
  3. IT-Jobs "Jedes Unternehmen kann es besser machen"

    •  /