Linux-Distribution: Opensuse 13.1 bekommt Yast in Ruby

In Opensuse und Suses Enterprise-Versionen bildet Yast(öffnet im neuen Fenster) das zentrale Konfigurationswerkzeug des Systems. Es wird auch für die Installation verwendet. Bisher nutzte Yast jedoch die eigens für das Programm erstellte Sprache YCP, nach dem Willen der Entwickler soll sich das aber ändern. Sie planen(öffnet im neuen Fenster) , das auf Ruby basierende Yast bis zum vierten Meilenstein von Opensuse 13.1 Anfang August in den offiziellen Entwicklungszweig zu integrieren.
Der Wechsel zu Ruby soll Beiträge zu dem Tool deutlich vereinfachen(öffnet im neuen Fenster) . Denn obwohl Yast seit 2004 unter der GPL steht, gab es kaum nennenswerte Beiträge. Doch die braucht Yast dringend, um mit aktuellen Entwicklungen in der Linux-Welt wie etwa Systemd Schritt halten zu können. Darüber hinaus hat der derzeitige Code kaum interne Tests und die Entwickler bezeichnen das Patchen als risikoreich.
Die Sprachwahl mit Ruby scheint zunächst ungewöhnlich, so setzt Ubuntu etwa auf Python und erreicht damit ebenfalls viele Beitragenden. Doch mit Webyast(öffnet im neuen Fenster) existiert bereits eine Variante des Werkzeugs für die Administration von Servern über das Web, die größtenteils in Ruby geschrieben ist.
Ein überstürzter Rewrite des Installationstools wie etwa bei Fedora ist der Wechsel der Programmiersprache wohl aber nicht. Zum einen arbeitet das Team bereits seit einiger Zeit an dem Wechsel, zum anderen glaubt es, noch genügend Zeit für eine Integration zur Verfügung zu haben. Die finale Veröffentlichung von Opensuse 13.1 ist für Mitte November 2013 geplant. Außerdem ist es bereits jetzt möglich, mit dem neuen Yast eine Installation durchzuführen.
Der größte Teil des Ruby-Codes wird mit einem selbst geschriebenen Programm(öffnet im neuen Fenster) maschinell aus der alten Programmiersprache YCP übersetzt. Interessierte Tester können das neue Yast bereits nutzen, dazu stellen die Entwickler Abbilder und Pakete(öffnet im neuen Fenster) bereit.