Linux-Distribution: Fedora diskutiert Ende des alten Bios-Supports

Für Neuinstallation von Fedora auf x86-Systemen könnte künftig UEFI zwingende Voraussetzung sein. Der Bios-Support soll auslaufen.

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Die Linux-Distribution Fedora könnte künftig auf Bios-Support verzichten.
Die Linux-Distribution Fedora könnte künftig auf Bios-Support verzichten. (Bild: Pixabay)

Die Community der Linux-Distribution Fedora diskutiert derzeit die Änderungen für die kommende Version 37. Dazu gehört auch der Vorschlag, dass die Distribution den Support für die veraltete Firmware Bios auslaufen lässt und Neuinstallation nur noch auf Systemen mit UEFI unterstützt werden. Gelten soll das zunächst nur für die 64-Bit-Variante der x86-Architektur.

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Zu Begründung schreiben die an dem Vorschlag beteiligten Entwickler: "UEFI wird durch einen versionierten Standard definiert, gegen den getestet und zertifiziert werden kann. Im Gegensatz dazu ist jedes Legacy-Bios einzigartig. Legacy-Bios wird weithin als veraltet angesehen (Intel, AMD, Microsoft, Apple) und auf dem Weg nach draußen. Mit zunehmendem Alter hat die Wartbarkeit abgenommen, und der Status quo, beide Stacks auf Dauer zu warten, ist für diejenigen, die diese Arbeit derzeit erledigen, nicht praktikabel."

Bios-Geräte sind veraltet

Weiter heißt es zu den langfristigen Plänen: "Dies ist ein erster Schritt, um die Legacy-Bios-Unterstützung schließlich vollständig zu entfernen." Die damit künftig angestrebte Abkehr vom Bios-Support mag drastisch erscheinen, werden doch so zahlreiche, vor allem auch ältere Systeme, von der Nutzung der Linux-Distribution ausgeschlossen.

Das ist aus Sicht zumindest eines Teils der Fedora-Entwickler aber kein Problem. So setze Fedora schon jetzt bestimmte Hardware-Spezifikationen voraus und Intel habe seinen letzten Bios-Support bereits im Jahr 2020 beendet. Geräte, die nur Bios unterstützten und kein UEFI sollten also prinzipiell als veraltet angesehen werden.

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Bereits mit Windows 8 hat Microsoft die Unterstützung von UEFI und Secure Boot zur Zertifizierung von Geräte vorausgesetzt. Dadurch sollten im Grunde alle Consumer-Geräte, die seit fast zehn Jahren im Umlauf sind, bereits UEFI unterstützen. Von der Bios-Abkehr in Fedora wären also nur ältere Geräte betroffen und die sollen ja auch zunächst noch auf bestehende Installationen unterstützt werden.

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Engel 07. Apr 2022

Startparameter sollten absolut kein Problem sein, schließlich benutzt jede Distro...

lal12 07. Apr 2022

Für einige Distributionen wie Ubuntu oder Debian halte ich das für deutlich verfrüht...

LusisOrdo 07. Apr 2022

Nur, dass Der_Ingo das nicht geschrieben hat. Das Windowseigene Tool schreibt MBR in GPT...

/mecki78 06. Apr 2022

Auch die BIOSe vor UEFI folgten verschiedenen Standards, wie z.B. ACPI, AHCI, APM, BBS...



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