Abo
  • IT-Karriere:

Linux-Distribution: Fedora 26 experimentiert mit neuem Systemaufbau

Die aktuelle Version 26 von Fedora ist erschienen. Die Linux-Distribution besiegelt das Ende der MP3-Patente, bringt ein neues Partitionierungswerkzeug im Installer und unterstützt offiziell auch den Lxqt-Desktop. Für den Server experimentiert das Team mit einer modularen Basis.

Artikel veröffentlicht am ,
Fedora 26 steht bereit.
Fedora 26 steht bereit. (Bild: Matthew Miller, Fedora Magazine/CC-BY-SA 4.0)

Während das Fedora-Projekt bei Version 25 bei seinem Standarddesktop Gnome mit der Nutzung von Wayland noch einen massiven Technologiewechsel vollzogen hat, fallen die Änderungen in der nun verfügbaren Version 26 von Fedora augenscheinlich kleiner aus. Eine Änderung in Fedora 26 steht dennoch für eine Zeitenwende: Zusätzlich zu einem Decoder enthält die Linux-Distribution standardmäßig nun auch einen MP3-Encoder, da die Patente darauf inzwischen ausgelaufen sind. Das Fedora-Projekt verzichtet prinzipiell darauf, patentbehaftete Software auszuliefern.

Stellenmarkt
  1. Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Herzogenaurach
  2. Dataport, Hamburg

Das Team hat außerdem für das Installationswerkzeug Anacoda eine neue Oberfläche zum Partitionieren von Festplatten erstellt. Dieses erinnert sehr stark an ähnliche Werkzeuge wie Gparted und wird nur erfahrenen Nutzern zur Verwendung empfohlen. Der als Standard in Fedora 26 integrierte Desktop Gnome 3.24 bringt darüber hinaus einen Nachtmodus oder weitere Detail-Arbeiten an der Wayland-Umsetzung.

Alternativ können Fedora-Nutzer künftig außerdem offiziell den Lxqt-Desktop nutzen. Diese Version steht als sogenannter Spin bereit, was auch für andere Oberflächen gilt wie etwa KDE Plasma. Verzichtet wird dagegen auf den X11-Synaptics-Treiber, einen Ersatz dafür bietet die generische Eingabebibliothek Libinput.

Für Entwickler und Programmierer bringt Fedora unter anderem Go 1.8, Ruby 2.4, PHP 7.1 oder auch Python 3.6. Die Gnu Compiler Collection (GCC) wurde auf Version 7 aktualisiert, weshalb auch alle Pakete der Distribution neu gebaut wurden. Openssl wird in Version 1.1.0 ausgeliefert, das Voraussetzung für Experimente mit dem kommenden TLS 1.3 ist. Zur Paketverwaltung wird DNF 2.0 genutzt.

Mit Fedora 26 versucht das Server-Team der Linux-Distribution, auch den Aufbau des System neu zu gestalten. Dabei soll das System in Module geteilt werden, mit einem Basissystem, darauf aufbauenden Anwendungsmodulen sowie der Möglichkeit, Module über einen Build-Service zu erzeugen. Dieses unter dem Codenamen Boltron erstellte Konzept ist zwar noch nicht ausgereift, soll laut Fedora-Projektleiter Matthew Miller allerdings im Laufe dieser Woche als Vorschau zur Verfügung stehen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Overwatch GOTY XBO für 15€ und Blu-ray-Angebote)
  2. 99,90€ + Versand (Vergleichspreis 129,85€ + Versand)
  3. (u. a. Hell Let Loose für 15,99€, Hitman 2 für 15,49€ und PSN Card 25 Euro [DE] für 21,99€)
  4. (u. a. SanDisk SSD Plus 1 TB für 88€ + Versand oder kostenlose Marktabholung)

matzems 28. Jul 2017

Ganz deiner Meinung. Debian ist Top, nutze jedoch Fedora auf Lappi+PC da ich immer gern...

teleborian 12. Jul 2017

Wieso nicht gleich mit Docker über einen eigenen Hub? (kt)


Folgen Sie uns
       


Samsung Galaxy Note 10 und 10 Plus - Hands on

Samsung hat seine neuen Note-Modelle gezeigt und wir haben sie ausprobiert.

Samsung Galaxy Note 10 und 10 Plus - Hands on Video aufrufen
IT-Arbeit: Was fürs Auge
IT-Arbeit
Was fürs Auge

Notebook, Display und Smartphone sind für alle, die in der IT arbeiten, wichtige Werkzeuge. Damit man etwas mit ihnen anfangen kann, ist ein anderes Werkzeug mindestens genauso wichtig: die Augen. Wir geben Tipps, wie man auch als Freiberufler augenschonend arbeiten kann.
Von Björn König

  1. Sysadmin "Man kommt erst ins Spiel, wenn es brennt"
  2. Verdeckte Leiharbeit Wenn die Firma IT-Spezialisten als Fremdpersonal einsetzt
  3. IT-Standorte Wie kann Leipzig Hypezig bleiben?

Harmony OS: Die große Luftnummer von Huawei
Harmony OS
Die große Luftnummer von Huawei

Mit viel Medienaufmerksamkeit und großen Versprechungen hat Huawei sein eigenes Betriebssystem Harmony OS vorgestellt. Bei einer näheren Betrachtung bleibt von dem großen Wurf allerdings kaum etwas übrig.
Ein IMHO von Sebastian Grüner


    Hyundai Kona Elektro: Der Ausdauerläufer
    Hyundai Kona Elektro
    Der Ausdauerläufer

    Der Hyundai Kona Elektro begeistert mit Energieeffizienz, Genauigkeit bei der Reichweitenberechnung und umfangreicher technischer Ausstattung. Nur in Sachen Emotionalität und Temperament könnte er etwas nachlegen.
    Ein Praxistest von Dirk Kunde

    1. Carver Elektro-Kabinenroller als Dreirad mit Neigetechnik
    2. Elektroauto Neuer Chevrolet Bolt fährt 34 km weiter
    3. Elektroauto Porsches Elektroauto Taycan im 24-Stunden-Dauertest

      •  /