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Linux-Displayserver: Nvidia arbeitet an Wayland- und Mir-Support

Ein Nvidia-Entwickler bestätigt offiziell, dass das Unternehmen Wayland und Mir mit dem proprietären Linux-Treiber unterstützen werde. Dazu müssen aber große Teile des Treiber-Codes umgebaut werden.
/ Sebastian Grüner
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Nvidias proprietärer Linux-Treiber wird Wayland unterstützen. (Bild: Andy Ritger, Nvidia)
Nvidias proprietärer Linux-Treiber wird Wayland unterstützen. Bild: Andy Ritger, Nvidia

Der proprietäre Grafiktreiber von Nvidia wird unter Linux die designierten X11-Nachfolger Wayland sowie das für Ubuntu entwickelte Mir unterstützten, bestätigt der Nvidia-Angestellte Andy Ritger auf der diesjährigen X.org Developers Conference(öffnet im neuen Fenster) . Dies war zwar abzusehen, immerhin kann der Treiber seit etwa einem Jahr das EGL-API nutzen – eine grundlegende Voraussetzung für die Verwendung der Displayserver. Bisher äußerte sich das Unternehmen jedoch nicht öffentlich dazu.

Ziel ist es Ritger zufolge, den Treiber so zu gestalten, dass dieser ähnlich wie die freien Mesa-Treiber mit den Fenstersystemen interagiert. Darüber hinaus soll weiterhin die plattformübergreifende OpenGL-Implementierung des Treibers genutzt werden. Derzeit wird der Code komplett überarbeitet, so dass der Treiber später von der DRM-Technik in Linux(öffnet im neuen Fenster) als ebensolcher erkannt wird.

So soll unter anderem die Zusammenarbeit mit dem Hardware-unabhängigen X-Modesetting-Treiber(öffnet im neuen Fenster) gewährleistet werden, der sämtliche anderen 2D-Hardware-Treiber in X ersetzen könnte. Die KMS-API aus Linux werde aber nicht direkt verwendet, so dass Nvidia Teile des Codes für X-Server weiter auf anderen Plattformen nutzen kann, womit die vom Unix-Treiber unterstützten Systeme FreeBSD und Solaris gemeint sind. Diese Arbeiten an dem Unterbau machen es für die Entwickler leichter, die Unterstützung für Wayland auf Basis von EGL zu implementieren.

EGL-Erweiterungen statt Mesa-Code

Das Team steht allerdings vor der Frage, wie der Treiber die Verwaltung der Buffer zwischen Wayland-Compositor und Client gestalten soll. Die verfügbaren Referenzimplementierungen greifen zum Austausch der Buffer, die letztlich für das Rendering der Ausgabe gedacht sind, auf den Generic Buffer Manager (GBM)(öffnet im neuen Fenster) in Mesa zurück. Dieser Ansatz ist auch aus Sicht von Nvidia nicht schlecht, jedoch ergeben sich daraus einige Probleme, die Nvidia durch einen anderen Ansatz zu lösen versucht.

Nvidia sollte es Ritger zufolge etwa vermeiden, eine eigene Implementierung von GBM in seinen Treiber zu integrieren, wie dies mit der OpenGL-Bibliothek geschieht, da damit sehr viele Fehler verbunden sein könnten. Theoretisch könnte Nvidia das GBM-Backend erweitern und nutzen. Jedoch geht das Team davon aus, dass die Verwendung der standardisierten und portablen EGL-Streams sowie einiger weiterer EGL-Funktionen besser geeignet ist.

Damit andere die Arbeit an dem von Ritger beschriebenen Konzept besser beurteilen können, sollen die notwendigen Patches für den Wayland-Compositor Weston bereitgestellt werden. Daraus soll auch eine Diskussion darüber entstehen, ob der Vorschlag und die damit vorgelegte Richtung für andere Implementierungen von der Linux-Community als sinnvoll erachtet werden.

Wann der proprietäre Nvidia-Treiber problemlos mit Wayland oder auch Mir verwendet werden kann, lässt sich noch nicht sagen.


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