Abo
  • IT-Karriere:

Linux-Displayserver: Nvidia arbeitet an Wayland- und Mir-Support

Ein Nvidia-Entwickler bestätigt offiziell, dass das Unternehmen Wayland und Mir mit dem proprietären Linux-Treiber unterstützen werde. Dazu müssen aber große Teile des Treiber-Codes umgebaut werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Nvidias proprietärer Linux-Treiber wird Wayland unterstützen.
Nvidias proprietärer Linux-Treiber wird Wayland unterstützen. (Bild: Andy Ritger, Nvidia)

Der proprietäre Grafiktreiber von Nvidia wird unter Linux die designierten X11-Nachfolger Wayland sowie das für Ubuntu entwickelte Mir unterstützten, bestätigt der Nvidia-Angestellte Andy Ritger auf der diesjährigen X.org Developers Conference. Dies war zwar abzusehen, immerhin kann der Treiber seit etwa einem Jahr das EGL-API nutzen - eine grundlegende Voraussetzung für die Verwendung der Displayserver. Bisher äußerte sich das Unternehmen jedoch nicht öffentlich dazu.

Stellenmarkt
  1. Impactory GmbH, Darmstadt (Home-Office)
  2. ifp - Institut für Managementdiagnostik Will & Partner GmbH & Co. KG, Großraum München

Ziel ist es Ritger zufolge, den Treiber so zu gestalten, dass dieser ähnlich wie die freien Mesa-Treiber mit den Fenstersystemen interagiert. Darüber hinaus soll weiterhin die plattformübergreifende OpenGL-Implementierung des Treibers genutzt werden. Derzeit wird der Code komplett überarbeitet, so dass der Treiber später von der DRM-Technik in Linux als ebensolcher erkannt wird.

So soll unter anderem die Zusammenarbeit mit dem Hardware-unabhängigen X-Modesetting-Treiber gewährleistet werden, der sämtliche anderen 2D-Hardware-Treiber in X ersetzen könnte. Die KMS-API aus Linux werde aber nicht direkt verwendet, so dass Nvidia Teile des Codes für X-Server weiter auf anderen Plattformen nutzen kann, womit die vom Unix-Treiber unterstützten Systeme FreeBSD und Solaris gemeint sind. Diese Arbeiten an dem Unterbau machen es für die Entwickler leichter, die Unterstützung für Wayland auf Basis von EGL zu implementieren.

EGL-Erweiterungen statt Mesa-Code

Das Team steht allerdings vor der Frage, wie der Treiber die Verwaltung der Buffer zwischen Wayland-Compositor und Client gestalten soll. Die verfügbaren Referenzimplementierungen greifen zum Austausch der Buffer, die letztlich für das Rendering der Ausgabe gedacht sind, auf den Generic Buffer Manager (GBM) in Mesa zurück. Dieser Ansatz ist auch aus Sicht von Nvidia nicht schlecht, jedoch ergeben sich daraus einige Probleme, die Nvidia durch einen anderen Ansatz zu lösen versucht.

Nvidia sollte es Ritger zufolge etwa vermeiden, eine eigene Implementierung von GBM in seinen Treiber zu integrieren, wie dies mit der OpenGL-Bibliothek geschieht, da damit sehr viele Fehler verbunden sein könnten. Theoretisch könnte Nvidia das GBM-Backend erweitern und nutzen. Jedoch geht das Team davon aus, dass die Verwendung der standardisierten und portablen EGL-Streams sowie einiger weiterer EGL-Funktionen besser geeignet ist.

Damit andere die Arbeit an dem von Ritger beschriebenen Konzept besser beurteilen können, sollen die notwendigen Patches für den Wayland-Compositor Weston bereitgestellt werden. Daraus soll auch eine Diskussion darüber entstehen, ob der Vorschlag und die damit vorgelegte Richtung für andere Implementierungen von der Linux-Community als sinnvoll erachtet werden.

Wann der proprietäre Nvidia-Treiber problemlos mit Wayland oder auch Mir verwendet werden kann, lässt sich noch nicht sagen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. 20% auf ausgewählte Monitore)
  2. (u. a. Sennheiser HD 4.50R für 99€)
  3. (u. a. GRID - Day One Edition (2019) für 27,99€ und Hunt Showdown für 26,99€)
  4. (aktuell u. a. Corsair GLAIVE RGB als neuwertiger Outlet-Artikel für 32,99€ + Versand)

Seitan-Sushi-Fan 14. Okt 2014

Die Entwickler von Valve sind also inkompetent in deinen Expertenaugen? http://www.golem...


Folgen Sie uns
       


Ghost Recon Breakpoint - Fazit

Das Actionspiel Ghost Recon Breakpoint von Ubisoft schickt Spieler als Elitesoldat Nomad auf eine fiktive Pazifikinsel.

Ghost Recon Breakpoint - Fazit Video aufrufen
iPad 7 im Test: Nicht nur für Einsteiger lohnenswert
iPad 7 im Test
Nicht nur für Einsteiger lohnenswert

Auch mit der siebten Version des klassischen iPads richtet sich Apple wieder an Nutzer im Einsteigersegment. Dennoch ist das Tablet sehr leistungsfähig und kommt mit Smart-Keyboard-Unterstützung. Wer ein gutes, lange unterstütztes Tablet sucht, kann sich freuen - ärgerlich sind die Preise fürs Zubehör.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. iPad Einschränkungen für Apples Sidecar-Funktion
  2. Apple Microsoft Office auf neuem iPad nicht mehr kostenlos nutzbar
  3. Tablet Apple bringt die 7. Generation des iPads

Alexa: Das allgegenwärtige Ohr Amazons
Alexa
Das allgegenwärtige Ohr Amazons

Die kürzlich angekündigten Echo-Produkte bringen Amazons Sprachassistentin Alexa auf die Straße und damit Datenschutzprobleme in die U-Bahn oder in bisher Alexa-freie Wohnzimmer. Mehrere Landesdatenschutzbeauftragte haben Golem.de erklärt, ob und wie die Geräte eingesetzt werden dürfen.
Von Moritz Tremmel

  1. Digitaler Assistent Amazon bringt neue Funktionen für Alexa
  2. Echo Frames und Echo Loop Amazon zeigt eine Brille und einen Ring mit Alexa
  3. Alexa Answers Nutzer smarter Lautsprecher sollen Alexa Wissen beibringen

Elektromobilität: Warum der Ladestrom so teuer geworden ist
Elektromobilität
Warum der Ladestrom so teuer geworden ist

Das Aufladen von Elektroautos an einer öffentlichen Ladesäule kann bisweilen teuer sein. Golem.de hat mit dem Ladenetzbetreiber Allego über die Tücken bei der Ladeinfrastruktur und den schwierigen Kunden We Share gesprochen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Elektromobilität Hamburg lädt am besten, München besser als Berlin
  2. Volta Charging Werbung soll kostenloses Elektroauto-Laden ermöglichen
  3. Elektromobilität Allego stellt 350-kW-Lader in Hamburg auf

    •  /