Linux-Desktops: Klyde speckt den KDE-Desktop ab

Klyde (K Lightweight Desktop Environment, KLyDE)(öffnet im neuen Fenster) soll KDE-Fans eine modulare Installation der KDE SC ermöglichen. Es soll damit einfacher sein, diejenigen Komponenten aus KDE SC zu installieren, die Nutzer wollen. Will Stephenson will mit seinem Projekt aber keine Funktionen aus KDE SC entfernen. Er hat seine Arbeiten an Klyde auf der letzten Suse Hack Week(öffnet im neuen Fenster) präsentiert. Die Idee hatte er bereits auf der Coscup 2012(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt.
Ziel des Projekts ist es, den Speicherverbrauch und die CPU-Last von KDE SC zu verringern, für diejenigen, die den Desktop samt seinen Komponenten auf weniger leistungsfähiger Hardware nutzen wollen. Stephenson will so viele Komponenten aus der Basisinstallation ausklammern wie möglich. Das erfordert auch, die Abhängigkeiten der Pakete untereinander zu überprüfen und soweit möglich zu entfernen. Vornehmlich geht es um Komponenten wie Nepomuk und Akonadi sowie den sozialen Desktop Attica oder Fensterdekorationen.
Eingedampfte Konfigurationsoptionen
Das Projekt sieht auch Profilvorlagen vor, die für die weitergehende Konfiguration gedacht sind. Mit ihnen sollen Funktionen ein- und ausgeschaltet werden können, ohne dass die entsprechenden Komponenten entfernt werden müssen. Angedacht ist, die Konfigurationen auf verschiedene Sitzungen zu verteilen.
Vor den Konfigurationsmöglichkeiten in KDE SC will das Projekt aber auch nicht haltmachen. Die zahlreichen Optionen führten dazu, dass KDE SC als "aufgebläht" gilt. Sämtliche Optionen sollen zwar weiterhin zur Verfügung stehen, sie sollen aber nur nach Bedarf zugeschaltet werden können.
Geringere Startzeiten
Neben einer geringeren CPU-Last und geringerem Speicherverbrauch wollen Stephenson und sein Team die Startzeit von KDE verringern. Dazu wollen sie verschiedene Startumgebungen ausprobieren und analysieren, darunter Startkde, Startactive, Systemk sowie Systemd.
Die alternative Paketierung sei bereits weitgehend abgeschlossen, berichtet Stephenson, sie stehen als Binärpakete im Open Build Service für Opensuse 12.3 bereit(öffnet im neuen Fenster) . Die Fertigstellung anderer Teile des Projekts steht aber noch aus.