Linux-Desktops: Compiz wird nicht auf Wayland portiert

Compiz soll nicht auf Wayland portiert werden. Das gab der Compiz-Entwickler Sam Spilsbury bekannt. Es werde lediglich Bugfixes für den Compositing Manager geben. Spilsbury sieht die Fragmentierung unter Linux als großes Problem.

Artikel veröffentlicht am ,
Compiz soll nicht für Wayland portiert werden.
Compiz soll nicht für Wayland portiert werden. (Bild: Compiz-Projekt)

Der Hauptentwickler des Compiz-Projekts Sam Spilsbury hat in seinem Blog betont, er werde Compiz nicht auf Wayland portieren. Auch eine Weiterentwicklung des Compositing Managers lehnt Spilsbury ab. Da Compiz aber noch häufig genutzt werde, solle es weiterhin Updates geben. In dem Blogpost beklagt Spilsbury die Fragmentierung von Software unter Linux. Sie erfordere einen zu großen technischen und personellen Aufwand.

Stellenmarkt
  1. Datenbankadministrator*in
    Atruvia AG, Karlsruhe, München, Münster
  2. Projektleiter SAP HCM Inhouse (m/w/d)
    Jungheinrich AG, Hamburg
Detailsuche

Er sehe keinen Grund, eine weitere Compositing Engine und einen weiteren Window Manager für Wayland zu portieren, nur um wenige populäre Funktionen bereitzustellen, schreibt Spilsbury. Er könne es nicht verantworten, etwas zu entwickeln, was zur Fragmentierung beitragen würde und sogar zu unnötigen Auseinandersetzungen zwischen Entwicklern führen würde. Er rate auch jedem davon ab.

Ubuntu setzt noch auf Compiz

Wayland ist ein Protokoll, mit dem ein Compositing Manager mit Clients kommuniziert. Er kann als eigenständiger Displayserver auf die Kernel-Treiber zugreifen. Teil des Wayland-Projekts ist ein Compositor namens Weston, der als Referenz dient. Die erste stabile Version von Wayland wurde Ende Oktober 2012 veröffentlicht.

Compiz dient als Basis für den Unity-Desktop, den Canonical entwickelt hat und der vor allem bei Ubuntu zum Einsatz kommt. Canonical will allerdings langfristig auf Wayland setzen und hat als eine der ersten Linux-Distributionen seit Ende 2011 mehr oder minder funktionstüchtige Entwicklerversionen von Wayland bereitgestellt.

Nie vollendete Kunstwerke

Golem Akademie
  1. Linux-Shellprogrammierung: virtueller Vier-Tage-Workshop
    8.–11. März 2021, Virtuell
  2. Penetration Testing Fundamentals: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    17.–18. Januar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Freie Software sei jedoch nie ganz fertig, ein niemals vollendetes Kunstwerk, schreibt Spilsbury. Wenn ein Maintainer weiterziehe, gebe es andere, die an dem Kunstwerk arbeiteten oder Teile davon für andere Projekte verwendeten. Er befürworte deshalb, die Funktionen, die den Anwendern gefallen, in bestehenden Projekten umzusetzen.

Die Fragmentierung unter Linux sei ein großes Problem, schreibt der ehemalige Ubuntu-Angestellte Spilsbury. Dort würden Entwickler oft nicht nur "das Rad in verschiedenen Versionen neu erfinden, sondern gleich das ganze Auto dazu." Das sei keine Stärke von freier Software. Er könne aus Erfahrung sagen, dass Fragmentierung zu viele personelle Ressourcen binde und damit Innovationen verhindere. "Ich glaube, dass wir gegenwärtig zu sehr miteinander wetteifern und deshalb zu ineffizient sind."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


dakira 09. Jan 2013

Was bist du denn für ein Vogel? Haste gerade deinen ersten xkcd-comic gelesen? Wie oben...

Anonymer Nutzer 08. Jan 2013

Sowas machste in wenigen Zeilen mittels PyQt und Phonon ;)

Anonymer Nutzer 08. Jan 2013

Compiz ist doch schon länger tot... Vorallem da die grossen Desktops mit KWin oder Mutter...

Fairy Tail 08. Jan 2013

Wieso? Was ist an guter Konfigurierbarkeit schlecht? Nie ausprobiert, huh? Starre...

Wahrheitssager 08. Jan 2013

Gibt doch mit KWin, XFWM4, e17 und vielen anderen genügend alternativen. Zudem wirds...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Discovery Staffel 4
Star Trek mit viel zu viel Pathos

Die ersten beiden Folgen der neuen Staffel von Star Trek Discovery bieten zwar interessante Story-Ansätze, gehen aber in teils unerträglichen Gefühlsduseleien unter. Achtung, Spoiler!
Eine Rezension von Tobias Költzsch

Discovery Staffel 4: Star Trek mit viel zu viel Pathos
Artikel
  1. Telekom-Internet-Booster: Feldtest bringt über 600 statt 50 MBit/s ins Haus
    Telekom-Internet-Booster
    Feldtest bringt über 600 statt 50 MBit/s ins Haus

    Die Telekom beginnt mit 5G DSL. Dafür wird im Haushalt eine Außenantenne benötigt.

  2. Black Friday 2021 - Letzte Chance auf Deals am Cyber Monday
     
    Black Friday 2021 - Letzte Chance auf Deals am Cyber Monday

    In wenigen Stunden endet die Black-Friday-Woche bei Amazon und damit die Chance auf besondere Schnäppchen. Die spannendsten Deals gibt es hier.
    Ausgewählte Angebote des E-Commerce-Teams

  3. Medion Erazer Deputy P25/Beast X25: Aldi verkauft Gaming-Notebooks mit Ryzen 5000
    Medion Erazer Deputy P25/Beast X25
    Aldi verkauft Gaming-Notebooks mit Ryzen 5000

    Die Medion Erazer Deputy P25 und Beast X25 bedienen Gaming-Enthusiasten mit unterschiedlichen Budgets. Nvidia-GPU und Ryzen-CPU sind dabei.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Heute ist Cyber Monday • AMD Ryzen 7 5800X 348€ • 3 für 2: Star Wars & Marvel • Bis 300€ Direktabzug auf TVs, Laptops uvm. • Bis 50% auf beyerdynamic + Gratis-Kopfhörer • Cyber Monday bei MM/Saturn (u. a. Xiaomi 11 Lite 5G 299€) • Alternate (u. a. be quiet CPU-Kühler 29,99€) [Werbung]
    •  /