Linux-Desktops: Cinnamon und Unity für Fedora
Schon kurz nach der Ankündigung von Cinnamon stand der Desktop neben Linux Mint auch für Fedora und weitere Linux-Distributionen zur Verfügung. Zunächst konnten Nutzer die Oberfläche nur über Drittanbieter installieren, nun steht Cinnamon auch in den offiziellen Paketquellen(öffnet im neuen Fenster) von Fedora 16 und 17 bereit. Es lässt sich also leicht über den Paketmanager installieren.
Ob die Oberfläche auch im kommenden Fedora 18 bereitgestellt wird, steht noch nicht fest. Sollte sich Maintainer Leigh Scott weiter um die Pakete kümmern, ist jedoch davon auszugehen. Cinnamon ist ein von Linux Mint initiierter Fork der Gnome-Shell, der das Look-and-Feel von Gnome 2 nachbildet, aber auf Gnome 3 basiert.
Unity für Fedora
Cinnamon lässt sich vergleichsweise einfach auf andere Distributionen portieren und steht deshalb auch für mehrere Systeme(öffnet im neuen Fenster) bereit. Dagegen benutzt der in Ubuntu standardmäßig eingesetzte Desktop Unity sehr stark angepasste Gnome-Bibliotheken, was eine Portierung erheblich erschwert.
Dennoch gelang es nun einigen Entwicklern, Unity auch für Fedora(öffnet im neuen Fenster) nutzbar zu machen. Der Einsatz ist als sehr experimentell zu betrachten. Denn es werden einige Fedora-Pakete gegen die im Repository(öffnet im neuen Fenster) ausgetauscht, was zu Inkompatibilitäten mit anderen Oberflächen führen kann. Die Pakete wurden mit Hilfe des Opensuse-Build-Service(öffnet im neuen Fenster) erstellt.
In dem Projekt Gnome:Ayatana versuchte Nelson Marques vergangenes Jahr bereits, Unity auf Opensuse zu portieren, was aber mit vielen Problemen verbunden war. Marques meldete sich nun auch auf einer Fedora-Mailingliste(öffnet im neuen Fenster) zu Wort und erklärte, warum die Portierung so schwierig war, dass er schließlich sein Projekt aufgeben musste. Er glaubt, an der Situation habe sich seitdem nicht viel verändert, wünscht den Entwicklern jedoch Glück bei ihrem Versuch.
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