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Linux-Desktop: KDE Plasma 6 erscheint nach jahrelanger Entwicklung

Ein neuer Unterbau auf Grundlage von Qt 6 und endlich Wayland statt X11 als Standard machen den KDE -Plasma-Desktop fit für die Zukunft.
/ Sebastian Grüner
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Die KDE-Community hat Plasma 6 veröffentlicht. (Bild: KDE)
Die KDE-Community hat Plasma 6 veröffentlicht. Bild: KDE

Das Entwicklungsteam der KDE-Community hat mit dem sogenannten Megarelease(öffnet im neuen Fenster) die aktuellen Versionen Plasma 6, Frameworks 6 and Gear 24.02 freigegeben.

Die koordinierte Veröffentlichung des freien Linux-Desktops, der grundlegenden Bibliotheken sowie zahlreicher Anwendungen aus der Community eint, dass sie alle die Version 6 des freien Qt-Frameworks als Grundlage nutzen. Für die Arbeiten brauchten die Beteiligten mehrere Jahre.

Erschwert wurde die Entwicklung durch einen geänderten Support für Qt , was unter anderem dazu führte, dass die KDE-Community eigene Patches für Qt 5 pflegen musste. Zusätzlich zu dem Wechsel auf Qt 6 nutzt der Desktop Plasma 6 künftig auch den modernen Linux-Grafikstack auf Grundlage von Wayland als Standard.

X11 hat ausgedient

Die Nutzung des seit Jahren kaum noch aktiv gepflegten und als veraltet geltenden X11-Fenstersystems mit dem X.org X-Server will die KDE-Community nur noch als sogenannten Legacy-Support erhalten. Das KDE-Team bezeichnete die Änderungen als "zwei Sprünge in die Zukunft" .

Dank Wayland können mit Plasma 6 nun auch HDR-Anwendungen zumindest teilweise unterstützt werden, was allerdings nur mit entsprechenden Monitoren und angepasster Software möglich ist. Letzteres umfasst vor allem Spiele. Genutzt werden können ICC-Farbprofile pro Anzeige und der Desktop unterstützt Filter zur Korrektur von Farbenblindheit als Maßnahme zur Barrierefreiheit.

Mit Plasma 6 haben die Entwickler zudem zahlreiche Standardeinstellungen angepasst, das standardmäßig genutzte Breeze-Theme für die Darstellung aktualisiert, die Systemeinstellungen überarbeitet und auch einige Desktop-Effekte wieder hergestellt, die wegen Umbauarbeiten im Code längere Zeit nicht verfügbar waren. Auch die zentrale Suche wurde überarbeitet und vor allem deutlich beschleunigt.


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