Linux-Desktop: Gnome 3.38 bietet einen Kinderschutz

Das Entwicklungsteam der freien Desktop-Umgebung Gnome hat die Version 3.38 seines Projekts veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) . Damit setzt das Team einige Neuerungen in den Einstellungen um, die als eine Art Kinderschutz dienen können. So sollen sich in Gnome die von anderen Zugängen nutzbaren Anwendungen einschränken und filtern lassen. Dies lasse sich außerdem mit umgesetzten Filtern in der Softwareverwaltung verbinden, so dass auch keine neuen Anwendungen installiert werden können.
Gnome schützt außerdem vor der Nutzung nicht autorisierter USB-Geräte, falls der Bildschirm gesperrt ist , was ebenfalls über die Einstellungen gesteuert werden kann. Die in der Gnome-Shell sehr prominente App-Übersicht mit den Icons lässt sich nun darüber hinaus eigenständig sortieren und anordnen. Die bisher starre Übersicht und Aufteilung in die Kategorien Häufig und Alle ist damit künftig obsolet.
Verbessert hat das Team mit Gnome 3.38 außerdem den Betrieb mehrerer Monitore. So kann der Compositor Mutter der Desktop-Umgebung nun Displays mit unterschiedlichen Bildwiederholraten anspielen, also etwa 60 Hz und 144 Hz, sofern die Hardware dies unterstützt. Genutzt werden kann das zwar nur in der Wayland-Sitzung, diese gilt jedoch schon länger als Standard unter Gnome. Zur Aufnahme des Bildschirms setzt das Gnome-Team nun zudem auf die neue Pipewire-API und Kernel-Schnittstellen, was die Reaktionsfähigkeit des Desktops verbessern soll.
Das Gnome-Team hat wie üblich darüber hinaus die vielen kleinen und größeren Anwendungen überarbeitet, die mit dem Desktop ausgeliefert werden. Das Terminal bietet etwa einen besseren Farbkontrast, der eigene Webbrowser unterstützt als Trackingschutz die sogenannte Intelligent Tracking Prevention aus Webkit(öffnet im neuen Fenster) und die Datei- und Desktopsuche Tracker wurde komplett überarbeitet. Weitere Neuerungen listen die Release Notes(öffnet im neuen Fenster) .
Die kommende Version des Gnome-Desktops wird Gnome 40(öffnet im neuen Fenster) statt 3.40, wie das Team mitteilt. Damit wird das bisherige Versionsschema umgestellt und künftig für neue Hauptversionen einfach hochgezählt. Auf Gnome 40 folgt dann in vermutlich einem Jahr Gnome 41.



