Linux Desktop: Gnome 3.28 bringt schöne Details und Thunderbolt 3
Für die aktuelle Version 3.28 seines Desktops hat das Gnome-Team einige optische Details verbessert. Darüber hinaus ist die Verwendung virtueller Maschinen nun einfacher, die neue Systemauslastung soll über Probleme mitteilen und Thunderbolt 3 wird unterstützt.
Die Version 3.28 des freien Gnome-Desktops ist erschienen. Wie üblich beziehen sich die für Nutzer auffälligen Änderungen auf optische sowie einige funktionale Details. So können im Dateimanager Nautilus nun Dateien und Ordner als Favoriten markiert und über einen Eintrag in der Seitenleiste schnell aufgerufen werden. Ebenso lassen sich nun in der Kontaktverwaltung Favoriten festlegen.
Auch die in Gnome standardmäßig genutzte Schrifttype Cantarell ist vom Design-Team für Version 3.28 grundsätzlich überarbeitet worden. Dank leicht veränderter Zeichen und Abstände sollen Texte nun besser lesbar sein als bisher. Außerdem hat die Spiele-Anwendung Video-Filter für Retro-Games erhalten, der das Aussehen auf alten Röhrenmonitoren simulieren soll. Die Video-Anwendung spielt nun auch MJPEG-Dateien ab. Ebenfalls neugestaltet hat das Team die integrierte Bildschirmtastatur, die nun einfacher zu verwenden sein soll als die Vorversion.
Schönere Systemdiagnose und schneller VMs aufsetzen
Neu zu Gnome 3.28 hinzugekommen ist eine Anwendung, die bisher als Technologie-Vorschau dient und einen besseren Überblick über die Systemauslastung bieten soll. Damit sollen sich vor allem Probleme schneller auffinden und beheben lassen. Dafür zeigt die Anwendung auch selbstständig gefundene Probleme an. Das Programm soll künftig um die Analyse Netzwerk-, Strom- und Datennutzung erweitert werden.
Das Verwaltungswerkzeug für virtuelle Maschinen (VM), Boxes, hat ebenfalls eine kleine aber sicher sehr hilfreiche Neuerung erhalten. Die Anwendung kann nun automatisch Betriebssystemabbilder über den integrierten Assistenten herunterladen. Das sollte das Aufsetzen einer VM etwas vereinfachen.
Unterstützung für Thunderbolt 3
Mit Gnome 3.28 können Linux-Nutzer nun auch erstmals relativ problemlos die von Intel erstellte Thunderbolt-3-Schnittstelle verwenden. Die Technik wird mittlerweile von Intel für Linux offiziell unterstützt. Zu Beginn der Arbeiten unter Linux bezeichnete der Entwickler Jiří Eischmann, der bei Red Hat arbeitet, den Stand der Sicherheitstechnik als "ziemlich schrecklich", denn sie war schlicht nicht vorhanden. Das lag einerseits an der damals fehlenden Kernel-Unterstützung, andererseits an der angedachten UI-Gestaltung.
Neben der eigentlichen Treiberentwicklung war das Hauptproblem bei der Umsetzung die Unterstützung für die verschiedenen Sicherheitslevel von Thunderbolt 3. Das Gnome-Team hat dafür jedoch das Werkzeug Bolt erstellt, das sowohl über die Kommandozeile als auch nun über die Gnome-Shell bedient werden kann.
Weitere Details zu Gnome 3.28 finden sich in der Ankündigung des Projekts.
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gvfs ...
Hier (debian/testing) läuft Gnome 3.xx eigentlich sehr stabil. Allerdings nutze ich...
Du meinst aber nicht den Knopf der erscheint wenn man Shift drückt? Dann wird der aus...
gnome-keyring versucht jetzt übrigens *endlich* nicht mehr selber, ein halbgarer Key...