• IT-Karriere:
  • Services:

Linux: Debian-Update verhindert Start auf ARM-Geräten

ARM-Nutzer, die Debian verwenden, sollten momentan beim Kernel-Update Vorsicht walten lassen. Offenbar sorgt ein aktuelles Kernel-Update dafür, dass sich verschiedene ARM-Boards nicht mehr starten lassen.

Artikel veröffentlicht am , Kristian Kißling/Linux Magazin/
Die Debian-Entwickler suchen nach einem Fehler in ihrem Linux-Kernel für ARM-Geräte.
Die Debian-Entwickler suchen nach einem Fehler in ihrem Linux-Kernel für ARM-Geräte. (Bild: laikolosse/Flickr.com/CC-BY 2.0)

Eigentlich ist die Linux-Distribution Debian und insbesondere deren Stable-Zweige bekannt dafür, besonders konservativ mit Updates umzugehen, um die Systeme der Nutzer bei Updates nicht zu beeinträchtigen. Ein aktuelles Kernel-Update sorgt offenbar aber dafür, dass viele ARM-Bastelplatinen nicht mehr starten. Eine ausführliche Beschreibung des Problems liefert ein Bug-Report.

Stellenmarkt
  1. Alkacon Software GmbH & Co. KG - The OpenCms Experts, Köln
  2. Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin

Dort berichtete ein Nutzer, dass sein Lamobo R1 Board, aber auch der Banana Pi 1 nach einem gewöhnlichen Upgrade über apt upgrade nicht mehr booten. Erst ein recht aufwendiger Recovery-Prozess auf einen älteren Kernel brachte die Systeme wieder zum Laufen. Als Verursacher des Problems kommt die in Debian Stretch aktuelle Version des Linux-Kernels 4.9.144-1 infrage.

In dem Bug-Tracker melden sich darüber hinaus weitere Nutzer. Das Problem betrifft demnach offenbar auch den Lemaker Banana Pi, Cubox i4 Pro, Cubox i4x4, Wandboard Quad, Odroid XU4, Odroid U3, Firefly RK3288 und den Cubietruck. Ob die Kernel die Large Physical Address Extension (LPAE) unterstützen oder nicht, scheint dabei keine Rolle zu spielen.

Noch ist nicht klar, was genau das Problem verursacht. Version 4.9.144-1 brachte allerlei neue Funktionen ein, darunter Code gegen die Spectre-Schwachstellen. Zumindest ein User testete, ob dieser Code an den Problemen schuld sei, indem er ihn deaktivierte. Die Spectre-Patches sind aber offenbar nicht Ursache des Problems.

Vermutlich kein Upstream-Problem

Eine weitere Frage, der die Debian-Community aktuell nachgeht, ist, ob die Linux-Entwickler selbst das Problem verursacht haben oder ob der Fehler von Debian-basierten Änderungen verursacht wird. Gegen einen Fehler der Upstream-Entwickler spricht, dass Linux 4.9.144 laut dem Kernel-CI-Projekt auf verschiedenen ARM-Boards mit Allwinner-SoCs erfolgreich startet.

Der Nutzer, der das feststellte, merkte zusätzlich dazu auch an, dass das Debian-Projekt die Rückkehr zu einem Backup-Kernel umständlich behandele: eine einfache Rückkehr zu einem vorherigen Kernel, wie ihn Ubuntu über das Grub-Menü bietet, fehle in Debian.

Das Problem scheint im Debian-Projekt bereits bekannt zu sein. Patches sind inzwischen in Arbeit und Anwender warten mit Upgrades ihrer ARM-Geräte besser noch ein wenig, bis das Projekt das Problem gelöst hat. Neuigkeiten dazu sollten in Kürze in dem Bug-Report auftauchen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

silentcreek 19. Feb 2019

Naja, das kann man so sehen. Es gibt aber durchaus Distributionen, die das eleganter oder...

maiestro 19. Feb 2019

@silentcreek : Top! - Danke für die Erläuterung! Auch Deine Antwort zu Punkt 2 leuchtet...

drunkenmaster 19. Feb 2019

Danke!

silentcreek 18. Feb 2019

Zwei Anmerkungen/Korrekturen zum Artikel: 1) Die aktuelle Kernel Version in Debian Stable...


Folgen Sie uns
       


TES Morrowind (2002) - Golem retro_

Eine gigantische Spielwelt umgeben von Pixelshader-Wasser: The Elder Scrolls 3 Morrowind gilt bis heute als bester Teil der Serie. Trotz sperriger Bedienung war Morrowind dank der dichten Atmosphäre, der spielerischen Freiheit und der exzellenten Grafik ein RPG-Meilenstein.

TES Morrowind (2002) - Golem retro_ Video aufrufen
Ryzen Mobile 4000 (Renoir): Lasst die Ära der schrottigen AMD-Notebooks enden!
Ryzen Mobile 4000 (Renoir)
Lasst die Ära der schrottigen AMD-Notebooks enden!

Seit vielen Jahren gibt es kaum Premium-Geräte mit AMD-Chips und selbst bei vermeintlich identischer Ausstattung fehlen Eigenschaften wie eine beleuchtete Tastatur oder Thunderbolt 3. Schluss damit!
Ein IMHO von Marc Sauter

  1. HEDT-Prozessor 64-kerniger Threadripper schlägt 20.000-Dollar-Xeons
  2. Ryzen Mobile 4000 AMDs Renoir hat acht 7-nm-Kerne für Ultrabooks
  3. Zen+ AMD verkauft Ryzen 5 1600 mit flotteren CPU-Kernen

Holo-Monitor angeschaut: Looking Glass' 8K-Monitor erzeugt Holo-Bild
Holo-Monitor angeschaut
Looking Glass' 8K-Monitor erzeugt Holo-Bild

CES 2020 Mit seinem neuen 8K-Monitor hat Looking Glass Factory eine Möglichkeit geschaffen, ohne zusätzliche Hardware 3D-Material zu betrachten. Die holographische Projektion wird in einem Glaskubus erzeugt und sieht beeindruckend realistisch aus.
Von Tobias Költzsch und Martin Wolf

  1. UHD Alliance Fernseher mit Filmmaker-Modus kommen noch 2020
  2. Alienware Concept Ufo im Hands on Die Switch für Erwachsene
  3. Galaxy Home Mini Samsung schraubt Erwartungen an Bixby herunter

Open Power CPU: Open-Source-ISA als letzte Chance
Open Power CPU
Open-Source-ISA als letzte Chance

Die CPU-Architektur Power fristet derzeit ein Nischendasein, wird aber Open Source. Das könnte auch mit Blick auf RISC-V ein notwendiger Befreiungsschlag werden. Dafür muss aber einiges zusammenkommen und sehr viel passen.
Eine Analyse von Sebastian Grüner

  1. Open Source Monitoring-Lösung Sentry wechselt auf proprietäre Lizenz
  2. VPN Wireguard fliegt wegen Spendenaufruf aus Play Store
  3. Picolibc Neue C-Bibliothek für Embedded-Systeme vorgestellt

    •  /