Linux: Debian 6 am Ende der Langzeitunterstützung
Es wird für diese Ausgabe der Distribution ab dem 1. März 2016 keine weiteren Sicherheitsupdates mehr geben. Das hat das LTS-Team bekanntgegeben(öffnet im neuen Fenster) . Die Entwickler bereiten den Übergang zur Langzeitpflege von Debian 7 "Wheezy" vor, das sie am 26. April übernehmen. Wheezy erhält ebenfalls fünf Jahre Support – bis zum Mai 2018. Debian und das LTS-Team(öffnet im neuen Fenster) bedanken sich bei allen Beteiligten vom Paketbetreuer bis zu den Sponsoren, die die Langzeitunterstützung von Squeeze über fünf Jahre ermöglicht haben.
Nachteil für Debian
Fehlender Langzeit-Support bei Debian ließ Unternehmen jahrelang eher zu anderen, länger unterstützten Distributionen greifen. So verkündete 2013(öffnet im neuen Fenster) Dreamhost, ein großer US-amerikanischer Webhoster, das Unternehmen werde von Debian zu Ubuntu LTS wechseln. Dreamhost sah sich außerstande, seine rund 20.000 Rechner im dreijährigen Rhythmus zu aktualisieren. Mit fünf Jahren Support bei Ubuntu LTS erhielten sie etwas mehr Zeit für die Stabilisierung des jeweils letzten Release.
LTS erwünscht
Die Nachricht führte bei Debian zu ausgedehnten Diskussionen(öffnet im neuen Fenster) , ob Langzeitunterstützung im Projekt erwünscht und machbar sei. Da die meisten Teams in Debian ständig an der Grenze der Belastbarkeit arbeiten, kam man zu dem Schluss, LTS sei zwar wünschenswert, aber nur machbar, wenn daran interessierte Firmen Debian-Entwickler finanzieren, um die nötigen Erhaltungsarbeiten zu erledigen.
Das Debian-LTS-Projekt hatte zwar mit Anfangsschwierigkeiten zu kämpfen, scheint aber angesichts der ansehnlichen Sponsorenliste mittlerweile auf einem guten Weg, wie auch der aktuelle Report für Dezember 2015(öffnet im neuen Fenster) zeigt.
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