Linux-Dateisystem: ChromeOS-Entwickler verärgern Linux-Anwender

Der Dateimanager in ChromeOS sollte es erlauben(öffnet im neuen Fenster) , sämtliche externen Datenträger wie USB-Sticks und SD-Karten umzubenennen. Diese und weitere Funktionen(öffnet im neuen Fenster) werden aber durch die Verwendung der Ext-Dateisystem-Familie(öffnet im neuen Fenster) auf den Medien erschwert, so dass die Chromium-Entwickler die Unterstützung dafür im Dateimanager entfernen wollten. Viele Linux-Anwender, die Ext als Standard-Dateisystem verwenden, protestierten am Wochenende aber heftig gegen die Umsetzung der Pläne, nachdem diese eine weite Verbreitung gefunden hatten.
Bereits seit Ende 2013 diskutierten die Entwickler des Chromium-Projekts im Bugtracker(öffnet im neuen Fenster) bereits darüber, die Unterstützung für Ext2/3/4 zu beenden. Im entsprechenden Eintrag vom November heißt es dazu: " Unnötige Funktionen wie diese erschweren es, wichtige Funktionen zu implementieren ". Zudem würden die Dateisysteme viel zu wenig verwendet, wie an anderer Stelle bemerkt wird. Ein Entwickler spricht von lediglich 2 Prozent aller Nutzer, wovon die meisten wohl ChromeOS-Entwickler seien.
Doch mit dieser Einschätzung liegen die Google-Entwickler offenbar falsch. Zumindest äußerten sich viele Linux-Nutzer, dass ChromeOS nach dem Entfernen der Funktion für diese praktisch nicht mehr verwendbar ist. Immerhin verwenden Linux-Nutzer viele Medien wie externe Festplatten mit dem Dateisystem, statt auf NTFS oder auch FAT zurückzugreifen. Die Kritik an der Entscheidung ist aber auch teils eher grundsätzlicher Natur. Schließlich ist ChromeOS ein Linux-System, und vielen erscheint der Verzicht auf ein Linux-Dateisystem wenig nachvollziehbar.
Wohl wegen der schieren Menge an kritischen Kommentaren im Bugtracker selbst sowie auf Seiten wie Slashdot(öffnet im neuen Fenster) zeigen sich die ChromeOS-Entwickler nun offen dafür, die Situation verbessern zu wollen, auch wenn derzeit keine Versprechen gemacht werden können. Das Projekt nimmt die Kritik seiner Nutzer ernst und die Diskussion soll auf einen konkrete Lösung beschränkt werden.