Linux: Conservancy will mehr GPL-Klagen wagen

Zur GPL-Durchsetzung helfen nach Ansicht der Conservancy wohl nur noch Klagen. Der freigeklagte Code soll für Firmware-Projekte genutzt werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Conservancy will künftig mehr klagen.
Die Conservancy will künftig mehr klagen. (Bild: Liam Quinn,flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Die Software Freedom Conservancy, die verschiedene Linux-Urheber in der Durchsetzung ihrer Rechte zur Einhaltung der GPL vertritt, kündigt einen grundsätzlichen Strategiewechsel an. Dieser soll vor allem darauf zielen, Klagen zur GPL-Einhaltung gegen ausgesuchte Hersteller als repräsentatives Beispiel anzustreben. Das soll offenbar den Druck auf die gesamte Industrie erhöhen, sich an die Regeln der Copyleft-Lizenz GPL zu halten, die unter anderem vorschreibt, dass der gesamte Quellcode wieder veröffentlicht werden muss.

Stellenmarkt
  1. IT-Koordinator*in Hard- und Softwareportfolio (m/w/d)
    Rehabilitationszentrum Rudolf-Sophien-Stift gGmbH, Stuttgart
  2. IT-Referent (m/w/d)
    Wirtschaftsrat der CDU e.V., Berlin-Mitte
Detailsuche

Bisher verfolgte die Organisation eher den Ansatz, so wenig wie möglich zu klagen und mit Herstellern und Unternehmen gemeinsam an der Einhaltung der GPL zu arbeiten. Eine Klage zur GPL-Durchsetzung galt nur als letztes Mittel, meist nach jahrelangen Diskussionen. Prominentes Beispiel ist der Rechtsstreit von Linux-Entwickler Christoph Hellwig gegen VMware, der von der Conservancy unterstützt wurde.

Als Grund für den neuen Ansatz schreibt die Organisation folgendes: "Die Conservancy hat kürzlich eine Bewertung der branchenüblichen Verwendung von Linux in eingebetteten Produkten abgeschlossen. Unsere Ergebnisse sind entmutigend und erfordern Maßnahmen. In der gesamten Branche stellen die meisten großen Hersteller ihre Nichteinhaltung der GPL fast schon zur Schau."

Wenn nur noch Klagen helfen

Mit den bisherigen Prinzipien komme die Conservancy ihrem Ziel der Offenlegung des Quellcodes nicht weiter. Die Einstellung der Hersteller gegenüber der kleinen Organisation beschreibt die Conservancy so: "Wenn Sie der Meinung sind, dass wir wirklich gegen die GPL verstoßen, verklagen Sie uns. Ansonsten sind Sie unsere niedrigste Priorität." Daher will die Conservancy nun verstärkt klagen.

Golem Akademie
  1. Elastic Stack Fundamentals - Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats
    26. - 28. Oktober 2021, online
  2. C++ 20: Concepts - Ranges - Coroutinen - Module
    4.-8. Oktober 2021, online
  3. Einführung in die Programmierung mit Rust
    21.-24. September 2021, online
Weitere IT-Trainings

"Wir sind bereit, aus den zahlreichen Verstößen im Embedded-Bereich ein repräsentatives Beispiel auszuwählen und vor Gerichten in den USA gegen einen Verstoß vorzugehen, der den Quellcode nicht ordnungsgemäß bereitgestellt hat, damit die Verbraucher Linux neu bauen und installieren können." Um welchen Hersteller es sich dabei handeln wird, ist noch nicht bekannt.

Sollte die Klage erfolgreich sein, will die Conservancy ein eigenes alternatives Firmware-Projekt auf Grundlage des freigeklagten Quellcodes starten. Die bisherigen Erfahrungen zeigten, dass der Code zwar oft nach Klagen oder langwierigen Auseinandersetzungen offengelegt wurde. Durch Nutzer oder eine größere Community wurde der Code in diesen Fällen jedoch oft nicht weiter verwendet. Dabei zielt die GPL eigentlich genau darauf ab, dass Nutzer ihre eigenen Geräte verändern können sollen.

Finanziell unterstützt wird die Conservancy bei ihrer neuen Strategie von der ARDC, einer Organisation von Funkamateuren, die ein IP-Netzwerk betreibt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Elon Musk
Tesla Model S bekommt ausschließlich Knight-Rider-Lenkrad

Elon Musk hat klargestellt, dass es für das Model S und das Model X kein normales Lenkrad mehr geben wird. Das D-förmige Lenkrad ist Pflicht.

Elon Musk: Tesla Model S bekommt ausschließlich Knight-Rider-Lenkrad
Artikel
  1. Loongson 3A5000: Chinesische Quadcore-CPU mit eigenem Befehlssatz
    Loongson 3A5000
    Chinesische Quadcore-CPU mit eigenem Befehlssatz

    50 Prozent schneller als der Vorgänger-Chip und dabei sparsamer: Der 3A5000 mit LoongArch-Technik stellt einen wichtigen Umbruch dar.

  2. Probefahrt mit EQS: Mercedes schüttelt Tesla ab, aber nicht die Klimakrise
    Probefahrt mit EQS
    Mercedes schüttelt Tesla ab, aber nicht die Klimakrise

    Der neue EQS von Mercedes-Benz widerlegt die Argumente vieler Elektroauto-Gegner. Auch die Komforttüren gefallen uns.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

  3. Förderprogramm: Bund will Fachkräfte für Akkuindustrie ausbilden lassen
    Förderprogramm
    Bund will Fachkräfte für Akkuindustrie ausbilden lassen

    Die Aus- und Weiterbildung für Fachleute im Bereich Akkuproduktion und -entwicklung wird mit 40 Millionen Euro aus der Staatskasse gefördert.


  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • 30% Rabatt auf Amazon Warehouse • ASUS TUF VG279QM 280 Hz 306,22€ • Fractal Design Meshify C Mini 69,90€ • Acer Nitro XF243Y 165Hz OC ab 169€ • Samsung C24RG54FQR 125€ • EA-Promo bei Gamesplanet • Alternate (u. a. Fractal Design Define S2 106,89€) • Roccat Horde Aimo 49€ [Werbung]
    •  /