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Die Linux-Community ist über Canonicals Mir-Projekt verärgert.
Die Linux-Community ist über Canonicals Mir-Projekt verärgert. (Bild: Canonical)

Hinter verschlossenen Türen

Jonathan Riddel, zunächst als Angestellter für die Entwicklung von Kubuntu zuständig, bis Canonical offiziell seine Unterstützung für die mit der KDE-SC ausgelieferten Variante von Ubuntu beendete, bezeichnete den Displayserver Mir als Abspaltung, die hinter verschlossenen Türen entwickelt und nun der Ubuntu-Community einfach vorgesetzt worden sei.

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"KWin soll auf Mir laufen"

Canonical-Mäzen Mark Shuttleworth antwortete postwendend in seinem Blog: Sämtliche Community-Projekte wie Kubuntu, Xubuntu oder das Ubuntu Gnome Remix würden weiterhin eine entscheidende Rolle bei Canonical spielen. Es gebe keinen Grund sich aufzuregen. Shuttleworth sei sich sicher, dass auch KWin auf Mir laufen werde. Alle würden davon profitieren, dass Mir auf mehr Geräten zum Einsatz kommen werde als Wayland.

Der Phonon-Entwickler Harald Sitter bekräftigte Riddels Kritik nochmals. Die Ubuntu-Community sei befremdet darüber, dass Canonical insgeheim Mir entwickelt und die Gemeinschaft einfach übergangen habe. Das Kubuntu-Projekt sei immer stolz darauf gewesen, die Schnittstelle zwischen KDE und Ubuntu gewesen zu sein. Jetzt anzudeuten, dass lediglich Ubuntu-Produkte von Canonical ein integraler Bestandteil des Ubuntu-Projekts werden sollen, sei eine Beleidigung für alle Mitglieder der Ubuntu-Gemeinschaft.

"KWin wird nicht auf Mir laufen"

Der KWin-Entwickler Martin Gräßlin geht noch einen Schritt weiter und bittet Shuttleworth, KWin nicht in Mir einzubeziehen. KWin werde Mir nicht unterstützen und das Projekt werde keine entsprechenden Patches akzeptieren. Stattdessen werde das KWin-Projekt weiterhin mit Wayland-Entwicklern zusammenarbeiten. Erst wenn Mir in weiteren Distributionen zum Einsatz komme, werde er seine Entscheidung überdenken. Mir sei eine Lösung zu einem Problem, das es nie gegeben habe.

Compiz-Entwickler gibt auf

Derweil hat auch Compiz-Entwickler Sam Spilsbury eine Zusammenarbeit mit Canonical aufgekündigt. Ihm sei mitgeteilt worden, dass Canonical keine Community-Patches für Compiz mehr annehmen werde. Er habe die Arbeit von vier Monaten wegwerfen müssen. Seine Patches hätten die Leistung des Displaymanagers auf Systemen mit Grafikarten von Nvidia deutlich verbessert und seien ausgiebig getestet worden. Er werde sich jetzt seinem Studium widmen.

"Wir sind kein Hobby-Projekt"

Shuttleworth zeigte sich offensichtlich überrascht und dünnhäutig ob der vielfachen Kritik aus der Community. Canonicals Pläne sollten kein unnötiges Melodram auslösen, schreibt er. Projekte wie KDE, Gnome oder Xfce hätten von Anfang an die Möglichkeit gehabt, Ubuntu mitzugestalten. Seit 2009 sei er aber davon überzeugt gewesen, dass keine der Communitys das liefern könne, was Ubuntu im Wettbewerb mit proprietären Anbietern wie Google, Apple oder Windows stärken würde. Canonical sei weiterhin dazu verpflichtet, Ubuntu als Plattform für die Verbreitung freier Software zu nutzen. Dafür bedürfe es aber einer Führerschaft anstatt mehr Integration. Ubuntu sei kein Hobby-Projekt.

 Linux Community: Canonical löst Shitstorm aus

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masteredu 12. Apr 2013

elementary, und sonst NICHTS, OK? Sonst schafft es keine andere Linux Distribution...

posix 12. Mär 2013

Die Äusserung der freien Meinung ist also verboten? Wer jahrelang nur erfolglosen Murks...

Seitan-Sushi-Fan 11. Mär 2013

Unsinn. Canonical hat NVidia kontaktiert, in der Hoffnung, dass es irgendwann mal die...

Ivy_Lego 11. Mär 2013

Vielleicht ist die Entwicklung für den Einen oder Anderen ein Anlaß, sich mal Fedora...

Tapirleader 11. Mär 2013

Ein neues Unternehmen wird nicht benötigt. Canonical soll einfach den Shuttleworth...



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