Linux: Chromium ab April ohne NPAPI
Im September vergangenen Jahres kündigte Google an, das NPAPI im Laufe des Jahres 2014 auszumustern, wodurch der herunterladbare Linux-Flash-Player nicht weiter genutzt werden kann. Doch die Entwickler des freien Chromium-Browsers verkürzen die Aussortierungsphase bei Linux-Systemen nun deutlich(öffnet im neuen Fenster): Ab April ist das NPAPI wohl nicht mehr nutzbar.
Aura verkürzt Lebensdauer
Als Grund dafür gibt das Team an, dass es das sowieso zur Entfernung vorgesehene NPAPI nicht in dem neuen UI-Stack Aura unterstützen wolle. Der Wechsel zu Aura ist für Version 34 vorgesehen, die Anfang April erscheinen soll.
Das Chromium-Team ist aber eventuell bereit, Community-Patches anzunehmen, die die Nutzung des NPAPI unter Aura ermöglichen, "sofern diese nicht allzu verrückt" seien. Allerdings werden diese Patches von Googles-Team nicht garantiert aufgenommen oder gar offiziell unterstützt. Sobald das NPAPI auch nicht mehr unter Windows genutzt werden kann, wird es auch aus Chromium definitiv entfernt.
Aktueller Flash Player in Chrome
Nutzer des freien Chromium-Browsers werden damit auch auf den Flash Player verzichten müssen, da dieser mit der Änderung künftig nicht mehr benutzbar ist. Als Alternative bleibt nur der Wechsel zu Googles proprietärem Chrome-Browser, der nicht über die Paketquellen der Distribution, sondern von Google selbst zu beziehen ist.
In Chrome unter Linux ist dank einer Zusammenarbeit von Google und Adobe die aktuelle Version 11.9 des Flash Players integriert, die den NPAPI-Nachfolger PPAPI nutzt, was mehr Sicherheit bringen soll. Diese Version stellt Adobe Linux-Nutzern allerdings nicht zum Download zur Verfügung, sie kann auch nicht mit anderen Browsern verwendet werden, da diesen das PPAPI fehlt.
Der Google-Entwickler Justin Schuh schreibt jedoch, dass Adobe nicht abgeneigt sei, daran zu arbeiten, den PPAPI-Flash-Player auch in anderen Browsern bereitzustellen. Mozilla hat aber beispielsweise mehrfach erklärt, das PPAPI nicht verwenden zu wollen.
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