Abo
  • Services:

Linux: Bolt bringt Thunderbolt-3-Security für Linux

Einige Monate nach der Kernel-Unterstützung gibt es mit Bolt nun auch ersten Userspace-Support für die Sicherheitslevel von Thunderbolt 3 unter Linux. Genutzt werden soll das in Gnome, andere Desktop-Umgebungen können das Projekt aber auch weiterverwenden.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Sicherheitslevel von Thunderbolt 3 können nun auch unter Linux genutzt werden.
Die Sicherheitslevel von Thunderbolt 3 können nun auch unter Linux genutzt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Der Red-Hat-Angestellte Christian Kellner gibt in seinem Blog die erste Version 0.1 des Werkzeuges Bolt bekannt. Dabei handelt es sich um einen System-Daemon, der die Sicherheitslevel der Thunderbolt-3-Schnittstelle als Userspace-Werkzeug über die D-Bus-Schnittstelle für Linux bereitstellt. Notwendig sind die Sicherheitslevel vor allem, um Angriffe über direkte Speicherzugriffe von PCI-E, das Teil von Thunderbolt ist, zu verhindern.

Stellenmarkt
  1. Deutsche Nationalbibliothek, Frankfurt am Main
  2. LEONI AG, Zürich (Schweiz)

Zu Beginn der Arbeiten unter Linux bezeichnete der Entwickler Jiří Eischmann, der ebenfalls bei Red Hat arbeitet, den Stand der Sicherheitstechnik als "ziemlich schrecklich", denn sie war schlicht nicht vorhanden. Das lag einerseits an der damals fehlenden Kernel-Unterstützung, andererseits an der angedachten UI-Gestaltung. Für beides gibt es nun aber Lösungen.

So ist die Unterstützung für die Sicherheitslevel für Thunderbolt 3 in Version 4.13 des Linux-Kernel integriert. Dank dem neuen Werkzeug Bolt gibt es nun auch technische sowie praktische Überlegungen für die Nutzer-Führung ebenso wie eine darauf aufbauende grafische Umsetzung für die Gnome-Shell.

Gerätesicherheit per Kommando oder GUI

Das tatsächlich gewählte Sicherheitslevel muss in der Firmware eines Rechners aktiviert werden. Vor der Kernel-Implementierung konnte Thunderbolt 3 ausschließlich ohne jede Sicherheit genutzt werden. Nun können aber auch die Level dponly (ohne PCI-E), user (mit Nutzer-Autorisierung für Geräte) sowie secure (mit einer Autorisierung über Schlüssel auf dem Gerät) genutzt werden.

Bolt kann nun wiederum dazu genutzt werden, um mit den per Thunderbolt 3 angeschlossenen Geräten zu interagieren. Über das Dbus-API können diese aufgelistet und autorisiert werden. Die Autorisierung kann über Bolt auch wieder entzogen werden. Ebenso informiert Bolt über neu angeschlossene Geräte. Falls Nutzer dies wünschen, autorisiert Bolt angeschlossene Geräte auch automatisch.

Gesteuert werden können diese Vorgänge über das kleine Kommandozeilenwerkzeug Boltctl. Zusätzlich dazu arbeitet das Team an einer Umsetzung für die Gnome-Shell, über die das Verhalten auch grafisch gesteuert werden. Kellner schreibt zudem, dass die automatische Autorisierung ausschließlich dann geschehe, wenn der aktive Nutzer über Admin-Rechte verfügt und die laufende Sitzung nicht gesperrt ist. In diesem Szenario kann wohl davon ausgegangen werden, dass Nutzer die Geräte bewusst anschließen.

Dank der Dbus-Schnittstelle können auch andere Desktopumgebung künftig ähnliche Implementierungen vornehmen wie jene für die Gnome-Shell.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-72%) 5,55€
  2. 2,99€
  3. (-58%) 23,99€

floewe 16. Dez 2017

Achso, Sicherheit ist nur sinnvoll, wenn sie mindestens mal Aldi PCs betrifft? Das es bei...

nhhoffmann 16. Dez 2017

doch sich nicht beschweren was die Technik kann und was nicht. Von denen die uns was...


Folgen Sie uns
       


Octopath Traveler - Livestream

Im Livestream zu Octopath Traveler erklären wir den Alltag im JRPG von Square Enix und Nintendo und verfallen später in eine Diskussion über Motivationsphilosophien in Games und das Genre allgemein.

Octopath Traveler - Livestream Video aufrufen
Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Satelliteninternet Fraunhofer erreicht hohe Datenrate mit Beam Hopping
  2. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  3. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet

Battlefield 5 Closed Alpha angespielt: Schneller sterben, länger tot
Battlefield 5 Closed Alpha angespielt
Schneller sterben, länger tot

Das neue Battlefield bekommt ein bisschen was von Fortnite und wird allgemein realistischer und dynamischer. Wir konnten in der Closed Alpha Eindrücke sammeln und erklären die Änderungen.
Von Michael Wieczorek

  1. Battlefield 5 Mehr Reaktionsmöglichkeiten statt schwächerer Munition
  2. Battlefield 5 Closed Alpha startet mit neuen Systemanforderungen
  3. Battlefield 5 Schatzkisten und Systemanforderungen

Raumfahrt: Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa
Raumfahrt
Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa

Die neuen Raumschiffe von Boeing und SpaceX verspäten sich und werden wohl erst 2020 mit Crew fliegen. Die Aufsichtsbehörde der US-Regierung sieht einen Teil der Schuld beim Chaos im Nasa-Management.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Nasa-Teleskop Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig
  2. Nasa Forscher entdecken Asteroiden, bevor er die Erde erreicht
  3. Nasa 2020 soll ein Helikopter zum Mars fliegen

    •  /