Linux: Bios-Bugs verhindern 32-Bit-UEFI-Unterstützung
Fehler in den Bios-Implementierungen einiger Hersteller würden wohl dafür sorgen, dass Linux-Distributionen auch künftig kein 32-Bit-UEFI unterstützen, schreibt der Entwickler Matthew Garrett(öffnet im neuen Fenster), der den UEFI-Bootloader Shim ersann. Denn "verschiedene Biose reagieren außergewöhnlich schlecht", wenn mehr als ein El-Torito-Image(öffnet im neuen Fenster) gefunden wird, wie der Nebula-Angestellte berichtet.
Um sowohl alte Bios-Systeme als auch neue UEFI-Rechner von einem Medium aus starten zu können, müssen zwei El-Torito-Images hinterlegt werden. Das führt aber unter anderem dazu, dass oft zwar ein Menü zur Auswahl angezeigt werde, nur eben ohne die Optionen zu benennen, "andere versagen direkt". Die gute Nachricht sei, dass diese Fehler nur unter 32-Bit-Systemen auftreten.
Darüber hinaus ist es aber auch nicht ohne weiteres möglich, 64-Bit-Code auf 32-Bit-UEFI-Systemen auszuführen. Dafür seien "sehr hässliche Kompatibilitätshacks nötig, wobei für jeden UEFI-Aufruf Strukturen und Register überschrieben werden müssten". Da Mac OS X dies unterstützt, überlegte Garrett, was notwendig wäre, um dies auch für Linux zu implementieren. Er kam aber zu dem Schluss, dass er sich lieber "einen rostigen Nagel in den Fuß hämmern wollen würde."
Linux-Distributionen werden deshalb, so Garret, auch künftig kein 32-Bit-UEFI auf x86-Hardware unterstützen. Er appelliert auch an die Hersteller, auf 32-Bit-Hardware nur das veraltete Bios einzusetzen, auf 64-Bit-Systemen jedoch UEFI zu verwenden.
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