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Linux: ARM unterstützt Entwicklung von freiem Panfrost-Treiber

Das Reverse-Engineering-Projekt des Panfrost-Treibers wird nun auch teils von ARM unterstützt und könnte offizieller Linux-Treiber werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Panfrost-Treiber für Linux bekommt nun Unterstützung von ARM.
Der Panfrost-Treiber für Linux bekommt nun Unterstützung von ARM. (Bild: Andrea Schaffer/Flickr.com)

In einem sehr kurzen Vortrag auf der diesjährigen X.org Developers Conference bestätigt Alyssa Rosenzweig als Initiatorin des freien Panfrost-Treibers, dass dessen Entwicklung nun technisch auch vom Hersteller ARM unterstützt wird. Der Treiber entsteht unter Führung von Rosenzweig seit rund drei Jahren bisher ausschließlich per Reverse Engineering ohne Hilfe von ARM und nun aber "in Partnerschaft mit ARM", wie Rosenzweig sagte.

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Der Hersteller bietet bisher nur einen proprietären Userspace-Treiber für seine Mali-Grafikchips an. Die Kernel-Technik ist darüber hinaus zwar lizenzkonform zum Linux-Kernel als freie Software verfügbar, allerdings nicht im Hauptzweig des Linux-Kernels integriert. Für eine Aufnahme in den Hauptzweig muss ein Grafiktreiber zwingend über einen freien Userspace-Teil verfügen und die Kernel-Komponente darüber hinaus die üblichen Schnittstellen der DRM-Infrastruktur (Direct Rendering Manager) des Linux-Kernels verwenden. Beides versucht die Community mit ihren Arbeiten an Panfrost zu erreichen.

Die Kommentare von Rosenzweig bezogen sich in dem Vortrag auf den neu geschriebenen Dissassembler für die Bifrost-Architektur, die der Treiber seit einiger Zeit unterstützt. Diese Technik sei nun "kanonisch" und entspreche vollständig den Details von ARM. Der Entwickler Daniel Stone, der für die Linux-Spezialisten von Collabora ebenfalls an dem Treiber arbeitet, schreibt dazu in einem Kommentar, dass die Arbeiten auf "Informationen und Unterstützung von ARM" basierten.

Details dazu, wie groß diese Unterstützung derzeit ausfällt, ist noch nicht bekannt, umfasst wohl aber zumindest den Zugang zur Dokumentation. Dass ein eigentlich per Reverse Engineering erstellter alternativer Treiber später von dem Hersteller selbst unterstützt wird, ist dabei aber auch nicht neu. So begann etwa der Freedreeno-Treiber für die Adreno-GPUs von Qualcomm als eben solch ein Projekt. Inzwischen wird dieser aktiv von Qualcomm, Google und weiteren Entwicklern offiziell gepflegt. Rosenzweig hofft, dass dies auch mit Panfrost geschieht und dieser zu einem offiziellen Treiber reift.

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Lightkey 18. Sep 2020

Ich würde etwas Dokumentation zum eigenen Produkt rausgeben eher als ist seinen Kunden...


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