Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Linux App Summit: Konferenz von Gnome und KDE soll Desktops voranbringen

Die Gnome Foundation und der KDE e.V. planen nach Jahren getrennter Wege wieder eine gemeinsame Konferenz: Der Linux App Summit diese Herbst soll die Linux-Desktops voran bringen.
/ Sebastian Grüner
27 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Die Entwickler der Linux-Desktops wollen auf dem Linux App Summit wieder gemeinsam Probleme diskutieren und lösen. (Bild: Ben Crouch)
Die Entwickler der Linux-Desktops wollen auf dem Linux App Summit wieder gemeinsam Probleme diskutieren und lösen. Bild: Ben Crouch / CC-BY 2.0

Die Entwicklercommunitys der beiden wohl meistverbreiteten freien Desktops, Gnome(öffnet im neuen Fenster) und KDE(öffnet im neuen Fenster) , planen mit dem Linux App Summit(öffnet im neuen Fenster) erneut eine gemeinsame Konferenz, die vom 12. bis zum 15. November in Barcelona stattfinden soll. Das ist die erste gemeinsam organisierte Konferenz von Gnome Foundation und KDE e.V. seit dem Desktop Summit 2011 in Berlin.

Der Linux App Summit soll dazu dienen, das Wachstum der freien Desktops zu stärken, beim Entwickeln qualitativ hochwertiger Apps zu helfen und über die Möglichkeiten einer Entlohnung von Entwicklern freier Software zu diskutieren. Dazu sollen auf der Konferenz Desktop- und Kernel-Entwickler, Designer und Nutzer zusammenarbeiten.

Laut Agenda wollen die Beteiligten in Barcelona unter anderem diskutieren, wie sich Anwendungen am besten erzeugen, paketieren und verteilen lassen. Es geht um Design und das Benutzererlebnis, um Kommerzialisierung und Plattformen, über die sich Ideen und Entwicklungen teilen lassen. Aleix Pol Gonzalez, der zum Vorstand des KDE e.V gehört, sagt dazu(öffnet im neuen Fenster) , dass die Zusammenarbeit in der Vergangenheit dazu geführt habe, dass die Summe größer geworden sei als die einzelnen Teile.

Nicht erfolgsverwöhnt

Tatsächlich könnte der Linux-Desktop ein paar Erfolge gebrauchen, denn der große Durchbruch mit dem immer wieder postulierten Jahr des Linux-Desktops wurde zumindest bislang nicht erreicht. Während einige Linux-Nutzer die verschiedenen Desktops, Window-Manager, Paketmanagementsysteme und funktional ähnlichen Programme gerne als Vielfalt loben, lässt sich die Zersplitterung des Linux-Desktops durchaus auch kritisieren.

Der ohnehin überschaubaren Desktop-Community fehlt nicht nur eine gemeinsame Entwicklungsplattform, auch die Integration der Anwendungen in den Desktop funktioniert oft nur mäßig. Auch dieses Thema könnte daher auf dem Linux App Summit zur Sprache kommen. Wie die Teilnehmer das Programm konkret gestalten, wird sich allerdings erst in naher Zukunft klären. Derzeit suchen die Organisatoren noch nach Vorträgen, die bis zum 31. August eingereicht werden können.


Relevante Themen