Linux 4.1: Kernel-Entwickler räumen x86-Assembler auf
Naturgemäß seien viele der Änderungen riskant, schreibt der Kernel-Entwickler Ingo Molnar in einer E-Mail(öffnet im neuen Fenster). In dieser bittet er darum, die Neuerungen an dem Assembler-Code für die x86-Architektur in die kommende Version 4.1 des Linux-Kernels aufzunehmen. Der Linux-Chefentwickler Linus Torvalds hat die Patches inzwischen protokollgemäß in seinen Entwicklungszweig übernommen(öffnet im neuen Fenster), so dass diese voraussichtlich mit Linux 4.1 erscheinen werden.
Verteilt auf über 100 einzelne Patches haben die beteiligten Programmierer Aufräumarbeiten vorgenommen, den Code restrukturiert und beschleunigt, sowie einige Fehler behoben. Dabei sind Systemaufrufe, Unterbrechungsanforderungen(öffnet im neuen Fenster) (IRQ), Traps(öffnet im neuen Fenster) und weiterer Code verändert worden. Damit solle "eine Dekade alter Spaghetti-ASM-Code und seine C-Abhängigkeiten entwirrt" werden, was Molnar als "Teil von heldenhaften Bemühungen" lobt.
In der E-Mail heißt es, das Team habe die Änderungen auf einer Vielzahl unterschiedlicher x86-Systeme getestet, ohne dass Fehler aufgetreten seien. Zudem seien die Patches fein differenziert gestaltet, wodurch eventuelle Probleme schnell gefunden und behoben werden könnten. Dennoch gebe es immer noch ein nicht zu unterschätzendes Restrisiko. Davor warnt Molnar die Nutzer der Entwicklungsversion explizit.
Da Torvalds den Code bereits übernommen hat, ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Neuerungen vor der Veröffentlichung wieder entfernt werden. Dazu müsste wohl ein sehr schwerwiegender Fehler gefunden werden, der viele Nutzer betrifft. Bis zum Erscheinen von Linux 4.1 Mitte Juni sollte aber genügend Zeit zum Testen bleiben.
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