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Viele Änderungen in Btrfs

Btrfs erhielt einige Patches, die die Fehlerbehandlung im Dateisystem verbessern sollen. Bislang reagierte das Dateisystem bei unerwarteten Fehlern oft mit einem Panic und schaltete sich kommentarlos ab. Bei derartigen Fehlern gibt das Dateisystem künftig Fehlermeldungen aus und versetzt sich in den schreibgeschützten Modus, wie bei anderen Linux-Dateisystem längst üblich. Das neue Verwaltungswerkzeug Btrfs-Restore versucht nicht, das Dateisystem zu reparieren, sondern lediglich, funktionierende Blöcke an einen sicheren Ort zu kopieren.

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Ferner soll die Verwaltung von Blöcken in den Metadaten effizienter gehandhabt werden. Sie können wieder bis zu 64 KByte groß sein, wobei die Entwickler Blockgrößen von 16 oder 32 KByte empfehlen. Die Funktion war zwischenzeitlich deaktiviert worden. Die größeren Metadatenblöcke sorgen für weniger Fragmentierung und eine erhöhte Geschwindigkeit. Die Zusammenarbeit mit den Cache-Pages des Kernels wurde verbessert und soll nun schneller funktionieren. Auch die Belastung der CPU durch das Dateisystem wurde nochmals optimiert. Außerdem wurden die Schreibzugriffe von Btrfs im Zusammenspiel mit der Linux-VM nochmals reduziert.

Bessere CPU-Treiber-Unterstützung

In Linux 3.4 werden CPU-Informationen genutzt, um automatisch entsprechende Treiber zu laden. Bislang konnte es passieren, dass beispielsweise das per SSE 4.2 beschleunigte CRC-Module von Btrfs nicht genutzt werden konnte. Die entsprechenden CPU-Treiber werden anhand von Hersteller und Modell sowie der Funktionsbits der CPUID ermittelt. Außerdem soll die neue Funktion die tatsächlich genutzten CPU-Frequenzen auslesen können.

Der neue Kernel-Parameter Force Disable Module Load kann alternativ zum bisherigen Sysctl-Aufruf verwendet werden, um das Laden eines Kernel-Treibers zu unterbinden. Der Parameter ist in erster Linie für Entwickler gedacht, die eine gleiche Kernel-Version mit verschiedenen Modulvarianten testen wollen.

Im Powermanagement sind die beiden Optionen Late Suspend und Early Resume, über die Geräte mit Zeitverzögerung während des Versetzens in den Schlafmodus deaktiviert oder später wieder initialisiert werden können. Weitere Änderungen im PM-Framework beziehen sich auf die manuelle Eingrenzung der Taktfrequenz eingebundener Geräte und eine Sammlung generischer Rückruffunktion, zu denen auch Late Suspend und Early Resume gehören.

Kryptographisch

Der letzte von insgesamt fünf Hyper-V-Treibern wurde ebenfalls in Linux 3.4 integriert, der Code wurde aus dem Staging-Bereich in das SCSI-Subsystem übernommen. Ein neues Crypto-Modul nutzt die AES-Engines von Tegra-Chipsätzen. Die Tracing-Funktion Ptrace lässt sich mit dem Sicherheitsmodul Yama einschränken.

Weitere Details zum neuen Kernel liefert die Webseite Kernelnewbies.org. Dort gibt es auch eine umfassende Liste aller neuen Treiber. Der Quellcode von Linux 3.4 steht demnächst auf kernel.org zum Download bereit.

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