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Linutronix: Intel übernimmt x86-Maintainer des Linux-Kernel

Die Kernel-Spezialisten von Linutronix gehören künftig zu Intel . Die Firma hat die Echtzeit-Patches erstellt und pflegt die x86-Architektur.
/ Sebastian Grüner
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Linutronix gehört nun zu Intel. (Bild: Pixabay)
Linutronix gehört nun zu Intel. Bild: Pixabay

Der Chip-Hersteller Intel hat den deutschen Linux-Spezialisten Linutronix übernommen. Das gaben beide Unternehmen bekannt. Die Übernahme sei dabei eine "Verpflichtung zur Förderung eines offenen Ökosystems, das Vertrauen, Wahlmöglichkeiten und Interoperabilität für unsere Branche gewährleistet" , heißt es von Intel. Das vergleichsweise kleine Linutronix arbeitet seit Jahren eng mit Intel zusammen.

Intel schreibt in der Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) : "Durch die Übernahme von Linutronix vertiefen wir unsere langjährige Beziehung zu einem hochangesehenen Team von weltweit anerkannten Linux-Experten und erweitern die bemerkenswerte Breite und Tiefe von Intels Hardware- und Softwaretalenten."

Bekannt ist Linutronix mit CEO Heinz Egger and CTO Thomas Gleixner vor allem für die jahrelange Arbeit an den Echtzeitpatches für den Linux-Kernel (Preempt_RT). Diese mussten im Jahr 2014 wegen finanzieller Schwierigkeiten zunächst aufgegeben werden , die Arbeit daran konnte letztlich aber mit Hilfe der Linux Foundation eine stabile Finanzierung erhalten .

Gleixner ist Betreuer mehrerer Subsysteme im Linux-Kernel, das wichtigste davon ist wohl die x86-Architektur. In dieser Aufgabe hat Gleixner unter anderen auch an den zahlreichen Patches gegen die Sicherheitslücken Spectre, Meltdown und weitere ähnliche Seitenkanalangriffe mitgewirkt. Gleixner musste deshalb sogar eine Art verschlüsselter Mailingliste erstellen .

Bei Linutronix heißt es zur Übernahme(öffnet im neuen Fenster) "Wir (...) sind stolz darauf, jetzt ein Mitglied der Intel-Familie zu sein. Seit mehr als 10 Jahren haben wir mit Intel gemeinsam daran gearbeitet, dass Open-Source-Software erfolgreich wird." Das Unternehmen soll künftig als unabhängiger Geschäftsbereich von Intel weitergeführt werden.


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