Abo
  • Services:

Linus Torvalds: Stinkefinger für Nvidia

In einer Rede im finnischen Otaniemi hat Linus Torvalds den Grafikkartenhersteller Nvidia als "die schlimmste Firma" bei der Zusammenarbeit mit Linux bezeichnet.

Artikel veröffentlicht am ,
Linus Torvalds zeigt Nvidia den Stinkefinger.
Linus Torvalds zeigt Nvidia den Stinkefinger. (Bild: Aalto University)

Linus Torvalds hat Nvidia den Stinkefinger gezeigt. Der Grafikkartenhersteller sei die schlimmste Firma überhaupt, was die Zusammenarbeit mit den Kernel-Entwicklern betrifft, sagte Torvalds und begleitete die eindeutige Geste mit "Fuck you, Nvidia!" Dem Wutausbruch ging eine Frage einer Zuschauerin voraus, die die mangelnde Treiberunterstützung unter Linux für Nvidias Optimus-Funktion in ihrem Laptop beklagte.

 
Video: Linus Torvalds zu Linux und Nvidia (ab Minute 48)
Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Berlin
  2. OKI EUROPE LIMITED, Branch Office Düsseldorf, Düsseldorf

Er verstehe die fehlende Kooperation von Nvidia nicht, sagte Torvalds, denn der Grafikkartenhersteller versuche, seinen Tegra-Chipsatz in mobilen Geräten mit dem Linux-basierten Android zu verkaufen. Es habe in der Geschichte von Linux zwar zahlreiche Hardwarehersteller gegeben, die keine Treiber für Linux bereitgestellt hätten, inzwischen sei das aber eher die Ausnahme als die Regel, fügte er hinzu.

Proprietäre Treiber seit Jahren

Nvidia bietet für Linux seit mehreren Jahren einen proprietären Treiber an, der eine Vielzahl seiner Grafikchips unterstützt. Bis vor kurzem hat Nvidia auch einen Open-Source-Treiber unter dem Namen Nvidia-Legacy veröffentlicht, der allerdings nur 2D-Funktionalität zur Verfügung stellte. Der Treiber konnte dank seiner freien Lizenz auf den Linux-Installationsmedien mitgeliefert werden und sollte für eine initiale Unterstützung für Nvidias Chipsätze sorgen.

Mit dem Voranschreiten des Nouveau-Projekts, das einen freien Treiber von unabhängigen Entwicklern bereitstellt, gab Nvidia im August 2010 die Entwicklung seines Legacy-Treibers auf. An dem Nouveau-Projekt beteiligt sich Nvidia nicht. Bislang mussten die Entwickler des Treibers gänzlich mit Reverse Engineering auskommen.

Tegra-Chips für den Linux-Android-Markt

Die Linux- und Android-Treiber für Nvidias Tegra-SoCs sind weitgehend Open Source, allerdings bleibt der Teil des Treibers für die Grafikeinheit geschlossen. Nvidia begründete diese Maßnahme immer wieder damit, dass die komplette Offenlegung der Treiber auch zu viele Geheimnisse über dessen Hardware verraten würde. Allerdings scheinen sich die Entwickler bei Nvidia auch nicht ganz einig über die Closed-Source-Entwicklung der Treiber zu sein: Einige plädieren wohl für eine offenere Veröffentlichungspolitik, wie sie AMD - vormals ATI - und Intel bereits seit Jahren verfolgen.

Im März 2012 war Nvidia der Linux-Foundation beigetreten. Die gemeinnützige Organisation zahlt unter anderem die Gehälter von Linux-Initiator Torvalds und Kernel-Entwickler Greg Kroah-Hartman. Torvalds hält sich in Finnland auf, um den Millenium Award entgegenzunehmen.

Torvalds ist für seine kernigen Aussagen bekannt. Erst kürzlich bezeichnete er die Open-Source-Entwicklung als "etwas für Egoisten".



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)
  2. 5€ inkl. FSK-18-Versand
  3. (u. a. ES Blu-ray 10,83€, Die nackte Kanone Blu-ray-Box-Set 14,99€)
  4. 5€ inkl. FSK-18-Versand

arrrghhh.... 13. Apr 2014

Habe meiner über 60jährigen Tante Ubuntu installiert und Sie kurz unterwiesen. Sie ist...

arrrghhh.... 13. Apr 2014

Kommt schon, ihr seid doch nicht erst seit gestern im Netz unterwegs. Was für ein...

Gungosh 25. Okt 2013

Und wie darf man sich die sexuelle Interaktion zwischen einem Menschen und einem...

falstaff 21. Jun 2012

Wie Recht er hatte!

SSD 21. Jun 2012

Ich verstehs zwar nicht ganz, aber OK. Also auf der offiziellen Website hab ich nichts...


Folgen Sie uns
       


Dell XPS 13 (9380) - Hands on (CES 2019)

Wir haben uns Dells neues XPS 13 auf der CES 2019 angesehen.

Dell XPS 13 (9380) - Hands on (CES 2019) Video aufrufen
Schwer ausnutzbar: Die ungefixten Sicherheitslücken
Schwer ausnutzbar
Die ungefixten Sicherheitslücken

Sicherheitslücken wie Spectre, Rowhammer und Heist lassen sich kaum vollständig beheben, ohne gravierende Performance-Einbußen zu akzeptieren. Daher bleiben sie ungefixt. Trotzdem werden sie bisher kaum ausgenutzt.
Von Hanno Böck

  1. Sicherheitslücken Bauarbeitern die Maschinen weghacken
  2. Kilswitch und Apass US-Soldaten nutzten Apps mit fatalen Sicherheitslücken
  3. Sicherheitslücke Kundendaten von IPC-Computer kopiert

WLAN-Tracking und Datenschutz: Ist das Tracken von Nutzern übers Smartphone legal?
WLAN-Tracking und Datenschutz
Ist das Tracken von Nutzern übers Smartphone legal?

Unternehmen tracken das Verhalten von Nutzern nicht nur beim Surfen im Internet, sondern per WLAN auch im echten Leben: im Supermarkt, im Hotel - und selbst auf der Straße. Ob sie das dürfen, ist juristisch mehr als fraglich.
Eine Analyse von Harald Büring

  1. Gefahr für Werbenetzwerke Wie legal ist das Tracking von Online-Nutzern?
  2. Landtagswahlen in Bayern und Hessen Tracker im Wahl-O-Mat der bpb-Medienpartner
  3. Tracking Facebook wechselt zu First-Party-Cookie

Nubia Red Magic Mars im Hands On: Gaming-Smartphone mit Top-Ausstattung für 390 Euro
Nubia Red Magic Mars im Hands On
Gaming-Smartphone mit Top-Ausstattung für 390 Euro

CES 2019 Mit dem Red Magic Mars bringt Nubia ein interessantes und vor allem verhältnismäßig preiswertes Gaming-Smartphone nach Deutschland. Es hat einen Leistungsmodus und Schulter-Sensortasten, die beim Zocken helfen können.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. ATH-ANC900BT Audio Technica zeigt neuen ANC-Kopfhörer
  2. Smart Clock Lenovo setzt bei Echo-Spot-Variante auf Google Assistant
  3. Smart Tab Lenovo zeigt Mischung aus Android-Tablet und Echo Show

    •  /