Abo
  • Services:

Linus Torvalds: "Externe Schnittstellen werden nicht geändert"

Dass seine Meinung für die Probleme der Entwickler des Linux-Desktops verantwortlich sei, sei lächerlich, schreibt Linus Torvalds in einer Replik auf Miguel De Icazas Vorwürfe. Auf dem Linux-Kernel laufen noch Anwendungen von 1999.

Artikel veröffentlicht am ,
Linus Torvalds mit Daffy Duck
Linus Torvalds mit Daffy Duck (Bild: Alex Dawson/theducks)

"Es ist eine fundamentale Regel seit dem ersten Tag der Linux-Entwicklung, dass externe Schnittstellen möglichst nicht verändert werden sollen", schreibt Linus Torvalds in einer Diskussion auf Google+. Er reagiert damit auf die Vorwürfe des ehemaligen Gnome-Entwicklers Miguel De Icaza. Der hatte behauptet, dass Kernel-Entwickler immer wieder Schnittstellen verändert hätten.

Stellenmarkt
  1. Paulinenpflege Winnenden, Winnenden
  2. Bosch Gruppe, Waiblingen

Das habe Desktopentwickler nicht nur abgeschreckt, sondern auch dazu geführt, dass ihre Anwendungen nach einem halben Jahr nicht mehr funktionierten, schreibt De Icaza.

20 Jahre alte Anwendungen laufen immer noch

In der Diskussion auf Google+ fragt Kernel-Entwickler Alan Cox daraufhin, warum denn ein von ihm geschriebenes Programm aus dem Jahr 1999 immer noch mit dem gegenwärtigen Linux-Kernel funktioniere.

"Ich wünschte mir, dass die Gnome-Entwickler die Regeln des Linux-Kernels verstünden. Es gibt keine Ausrede dafür, externe Schnittstellen zu verändern", schreibt Torvalds.

"Gnome ist ein Forschungsprojekt, aber kein Desktop"

Außerdem sparte Torvalds nicht mit weiterer Kritik an dem Gnome-Projekt. Dessen Entwickler scheiterten höchstens an ihrer besserwisserischen Einstellung. Der große Erfolg des Linux-Kernels sei darauf zurückzuführen, dass er aus den Ideen und Beiträgen vieler entstanden sei. Es selbst habe niemals eine Vorstellung davon gehabt, wohin das Projekt führen sollte. Es sollte einfach eine generische Plattform für alle werden.

Entwickler Alan Cox fügt hinzu: "Gnome ist ja eigentlich kein Desktop, sondern ein Forschungsprojekt." Er selbst bevorzuge Enlightenment. Der Desktop habe inzwischen sauberen Code und sei seinen ursprünglichen Zielen treu geblieben.

Corba und .Net erzwungen

Die Idee, die Verwendung von Corba oder .Net müsse jemandem oktroyiert werden, sei bei Kernel-Entwicklern vollkommen undenkbar, schreibt Torvalds und bezieht sich auf De Icazas langjähriges Projekt, mit Mono eine .Net-Umgebung für Linux bereitzustellen.

De Icaza weist in der Diskussion noch darauf hin, dass er seit Jahren nicht mehr Teil des Gnome-Projekts sei. Er bleibe aber bei seinem Argument, dass Kernel-Entwickler die FOSS-Gemeinschaft entscheidend beeinflusst hätten.

Weitere Kernel-Entwickler hatten sich ebenfalls zu Wort gemeldet, darunter Ingo Molnar oder Ted T'so. Nach 109 Einträgen hat der Initiator der Diskussion Sriram Ramkrishna den Thread geschlossen.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 34,99€

tundracomp 06. Sep 2012

Und wohin führt das? Wir haben hier 3 voll funktionsfähige "Netgear WG100T" WLAN-USB...

rpm-U 05. Sep 2012

Hallo Motzerator, Also ich habe mal gekramt und eine Zeitschrift mit 130 Seiten...

d-tail 05. Sep 2012

Ja, VI, Emacs, lynx oder w3m? Oder gar der Netscape Navigator 4.x? Ich finde genau dieses...

bofhl 05. Sep 2012

Mit ein Grund warum kaum jemals einer versucht, ein Problem direkt mit ihm zu klären...

Thaodan 05. Sep 2012

Akonadi braucht nicht mal Qt wie bei vielen Lösungen die DE unbhängig designt wurden:


Folgen Sie uns
       


Two Point Hospital - Golem.de live

Dr. Dr. Golem meldet sich zum Dienst und muss im Livestream unfassbar viele depressive Clowns heilen, nein - nicht die im Chat.

Two Point Hospital - Golem.de live Video aufrufen
Sky Ticket mit TV Stick im Test: Sky kann's gut, Netflix und Amazon können es besser
Sky Ticket mit TV Stick im Test
Sky kann's gut, Netflix und Amazon können es besser

Gute Inhalte, aber grauenhafte Bedienung: So war Sky Ticket bisher. Die neue Version macht vieles besser, und mit dem Sky Ticket Stick lässt sich der Pay-TV-Sender kostengünstig auf den Fernseher bringen. Besser geht es aber immer noch.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Comcast Bezahlsender Sky für 38,8 Milliarden US-Dollar verkauft
  2. Videostreaming Wiederholte Sky-Ausfälle verärgern Kunden
  3. Sky Ticket TV Stick Sky verteilt Streamingstick de facto kostenlos

iOS 12 im Test: Auch Apple will es Nutzern leichter machen
iOS 12 im Test
Auch Apple will es Nutzern leichter machen

Apple setzt mit iOS 12 weniger auf aufsehenerregende Funktionen als auf viele kleine Verbesserungen für den Alltag. Das erinnert an Google und Android 9, was nicht zwingend schlecht ist.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple iOS 12.1 verrät neues iPad Pro
  2. Apple Siri-Kurzbefehle-App für iOS 12 verfügbar

Red Dead Redemption 2 angespielt: Mit dem Trigger im Wilden Westen eintauchen
Red Dead Redemption 2 angespielt
Mit dem Trigger im Wilden Westen eintauchen

Überfälle und Schießereien, Pferde und Revolver - vor allem aber sehr viel Interaktion: Das Anspielen von Red Dead Redemption 2 hat uns erstaunlich tief in die Westernwelt versetzt. Aber auch bei Grafik und Sound konnte das nächste Programm von Rockstar Games schon Punkte sammeln.
Von Peter Steinlechner

  1. Red Dead Redemption 2 Von Bärten, Pferden und viel zu warmer Kleidung
  2. Rockstar Games Red Dead Online startet im November als Beta
  3. Rockstar Games Neuer Trailer zeigt Gameplay von Red Dead Redemption 2

    •  /