Linus Tech Tips: Steam Deck mit passiver Kühlung gemodded

Die 15 Watt des Aerith-Chips im Steam Deck ohne Lüfter abführen zu wollen, führt zu einem klobigen Resultat - und einem weiteren Lüfter.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Steam Deck samt einem SSD-Kühler von Thermalright
Das Steam Deck samt einem SSD-Kühler von Thermalright (Bild: Linus Tech Tips)

Einer der Nachteile des Steam Decks (Test) ist sein vergleichsweise lauter Lüfter. Zwar hat Valve dessen Betriebsgeräusch im Leerlauf durch eine angepasste Steuerung verringert, unter Last aber surrt er weiterhin deutlich vernehmbar. Für Linus Tech Tips war dies Grund genug, das PC-Handheld zu modden und mit einer passiven Kühlung auszustatten - die aber im Endeffekt nicht so funktioniert hat, wie geplant.

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Valve verwendet einen kleinen Radiallüfter, der Luft durch einige wenige Kühlrippen pustet, welche per Heatpipe mit dem SoC des Steam Decks verbunden sind. Andere Bauteile wie die Spannungswandler und der Videospeicher sind mit Wärmeleitpads versehen, die am metallenen EMI-Schild kleben. Diese Idee wurde von Linus Tech Tips aufgegriffen und eine große Aluminiumplatte gefräst, welche besagte Abdeckung ersetzt.

Der Kontakt zur Heatpipe und den anderen Komponenten wird per Wärmeleitpaste hergestellt, die Platte selbst wird dort verschraubt, wo ansonsten das EMI-Schild und der SoC-Kühler befestigt ist. Um Platz für das Metallstück zu schaffen, hat Linus Tech Tips zudem eine Öffnung in die rückseitige Kunststoffschale des Steam Deck geschnitten.

SSD-Kühler und Noctua-Lüfter als Upgrades

Weil die Aluminiumplatte alleine viel zu wenig Oberfläche hat, um die 15 Watt des Chips plus die Verlustleistung von Spannungswandlern und Videospeicher abzuführen, musste ein weiteres Kühlelement her: Hierzu wurde ein Thermalright HR-09 aufgesetzt, ein M.2-2280-Kühler für SSDs. Damit bleibt die SoC-Temperatur bei etwa 80 Grad Celsius, der interne Lüfter rotiert mit 5.300 statt 5.700 Umdrehungen pro Minute etwas langsamer.

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Um die Bastellösung weiter zu verbessern, hat Linus Tech Tips daher einen 40-mm-Noctua-Lüfter am HR-09 befestigt. Die SoC-Temperatur sinkt damit auf rund 65 Grad, der interne Propeller drosselt auf sehr viel leisere 2.800 Umdrehungen pro Minute. Wirklich praktikabel ist diese Variante aber nicht, da ein externes Kabel notwendig ist und die Kühlung das Steam Deck auf einer Seite viel schwerer macht.

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Crovaxon 23. Jun 2022 / Themenstart

Von mehr Kühlung und Akku hat man wohl zu Gunsten des Gewichtes abgesehen und die Deck...

Maximilian154 23. Jun 2022 / Themenstart

Es wäre technisch vermutlich schon möglich am Lufteinlass oder Luftauslass einen...

Maximilian154 23. Jun 2022 / Themenstart

Ein Alternatives Bodenstück mit Lüfter wäre schon cool. Am besten mit Nutzung des...

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