Linksteuer: Google einigt sich mit australischen Medien

Ebenso wie in anderen Ländern will Google australische Medien an News Showcase beteiligen. Die umstrittene Linksteuer könnte vermieden werden.

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Google will sich offenbar schnell mit australischen Medien einigen.
Google will sich offenbar schnell mit australischen Medien einigen. (Bild: Charles Platiau/Reuters)

Der US-Suchmaschinenkonzern Google hat sich mit einer ersten australischen Mediengruppe auf die Zahlungen für Nachrichteninhalte geeinigt. Eine Absichtserklärung für eine langfristige Partnerschaft mit Google sei am 15. Januar 2021 unterzeichnet worden, teilte Seven West Media mit. Demnach solle die Mediengruppe Inhalte für Google News Showcase liefern. Mit anderen Verlagen stehe Google ebenfalls kurz vor Vertragsabschluss, berichtete der Sydney Morning Herald, der zur Verlagsgruppe Nine Entertainment gehört.

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Hintergrund der Vereinbarungen ist der geplante Medienkodex, der im Laufe der Woche im australischen Parlament diskutiert werden könnte. Der Kodex sieht unter anderem vor, dass Internetanbieter wie Google oder Facebook mit registrierten Nachrichtenangeboten in Verhandlungen treten müssen, wenn sie Nachrichteninhalte auf ihren Seiten verfügbar machen oder damit "interagieren", beispielsweise durch Verlinkungen. Google und Facebook drohten zwischenzeitlich damit, den australischen Markt zu verlassen oder keine Medieninhalte mehr anzuzeigen.

Weitere Vereinbarungen geplant

Laut Finanzminister Josh Frydenberg ist die Regierung zu "technischen Ergänzungen" bereit. Dazu habe es Gespräche mit Google-Chef Sundar Pichai und Facebook-Chef Mark Zuckerberg gegeben. Die technischen Änderungen sollen in den kommenden Tagen veröffentlicht werden. Allerdings kann es laut Frydenberg sein, dass der Kodex nicht auf Google angewendet wird, wenn es genügend Vereinbarungen mit australischen Medien gibt. Das erklärt offenbar die Eile, mit der Google nun entsprechende Unterschriften erlangen will.

Dem Bericht zufolge befinden sich die Medien ABC, Nine Entertainment und Guardian Australia in der Schlussphase ihrer Verhandlungen mit Google. Mit anderen Medien seien bereits zuvor Vereinbarungen über die Teilnahme an News Showcase getroffen worden. Einem Bericht der Financial Review zufolge erhält Seven West Media jährlich 30 Millionen australische Dollar (19 Millionen Euro) für die Teilnahme an News Showcase.

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Sollte der Medienkodex nicht auf Google angewendet werden, wäre der Suchmaschinenkonzern nicht dazu verpflichtet, für die reine Verlinkung von Inhalten zu zahlen. Vor einer solchen Praxis warnte zuletzt auch der WWW-Erfinder Tim Berners-Lee.

Über News Showcase will Google in Europa zudem Zahlungen nach dem neuen europäischen Leistungsschutzrecht verhindern. Google legt dabei Wert auf die Feststellung, dass in Frankreich nur für solche Inhalte gezahlt werde, die über Links und sehr kurze Auszüge hinausgingen. Derartige Inhalte sind auch nach der EU-Urheberrechtsrichtlinie weiterhin lizenzfrei verwendbar. Die individuellen Vereinbarungen in Frankreich gälten daher insbesondere für Google News Showcase und schlössen die Leistungsschutzrechte des jeweiligen Verlags ein.

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