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Linkssteuerung: Tesla legt Autos eine Greifzange bei

Wer einen Linkslenker in Ländern mit Linksverkehr fährt, kommt schlecht an Mauthäuschen und Ähnliches. Tesla legt deshalb eine Greifzange bei.
/ Andreas Donath
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Tesla Model S Plaid (Bild: Tesla)
Tesla Model S Plaid Bild: Tesla

Das Tesla Model S und das Model X gibt es nicht mehr als Rechtslenker . Das ist in Ländern, in denen links gefahren wird, mit einigen Unannehmlichkeiten verbunden. An Kassenhäuschen etwa kommen die Fahrer so schlecht heran.

Tesla hat laut Tweets von Nutzern(öffnet im neuen Fenster) damit begonnen, seine Model-S- und Model-X-Fahrzeuge im Vereinigten Königreich mit einem einzigartigen Zubehör namens The Reacher auszuliefern. Das ist eine klappbare Greifzange.

So können Fahrer das Beifahrerfenster erreichen und Parkscheine ziehen, Mautstellen erreichen und Drive-Thru-Waren entgegennehmen.

In etwa einem Drittel aller Staaten der Welt(öffnet im neuen Fenster) , darunter einige bevölkerungsreiche Länder wie Indien, Indonesien und Japan, gilt die Linksfahrregel. Auch das Vereinigte Königreich gehört dazu. Ob Tesla die Fahrzeuge zu einem späteren Zeitpunkt wieder mit Rechtssteuerung produzieren will, ist nicht bekannt.

Gutschrift statt Rechtslenker

Die britische Zeitschrift Autocar(öffnet im neuen Fenster) bestätigte den Stopp der rechts gesteuerten Versionen. Kunden, deren Bestellungen in Großbritannien storniert wurden, wurde eine Gutschrift von 2.000 Pfund für ein Model 3 oder Model Y angeboten. Gründe für seine Entscheidung nannte Tesla nicht, vermutlich waren allerdings Kostengründe ein Punkt, der dabei ein Rolle spielte.

Im Jahr 2022 produzierte Tesla 71.777 Einheiten des Model S und Model X, aber die Verkaufszahlen erreichten nur 66.705. Ob die Fahrzeuge aufgrund von fehlenden Transportkapazitäten nicht rechtzeitig ausgeliefert werden konnten oder ob es andere Gründe gibt, ist nicht bekannt.


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