Links öffnen: Microsoft erzwingt Edge-Browser in Outlook für Windows
Microsoft will den Edge-Browser künftig noch tiefer in den E-Mail-Client Outlook für Windows einbinden. So sollen Links und URLs innerhalb der Outlook-Desktop-App standardmäßig nur mit dem Microsoft-Browser und in einem Fenster neben der E-Mail geöffnet werden. Das wird unabhängig davon geschehen, welchen Standardbrowser Admins im Betriebssystem eingerichtet haben. Das gab Microsoft in einer Mitteilung über das M365 Message Center(öffnet im neuen Fenster) bekannt.
Den passenden Screenshot postete User paulanerspezi auf im R/Sysadmin-Forum(öffnet im neuen Fenster) auf Reddit. Demnach soll die Änderung in den nächsten 30 Tagen erfolgen. Diverse User kommentierten darunter überwiegend negativ. "Das ist der Microsoft-Weg", schrieb ein User mit Anspielung auf die Star-Wars-Serie The Mandalorian. Bei einem weiteren User heißt es: "Der gleiche Scheiß, den sie vor 20 Jahren versucht haben, um allen den Internet Explorer aufzuzwingen".
Gruppenrichtlinie für anderen Browser
Es ist klar, dass sich der Browser für das Öffnen von Links laut Microsoft auch nicht mehr so einfach ändern lässt. Microsoft-Konten oder Azure-Active-Directory-Accounts können dafür stattdessen Gruppenrichtlinien verwenden. Die neue Outlook-Richtlinie "Auswählen, welcher Browser Weblinks öffnen soll", kann das rückgängig machen. Wollen User den im OS eingestellten Standardbrowser zurückhaben, müssen sie die Richtlinie mit dem Parameter "Standardbrowser" konfigurieren.
In Zukunft soll diese Art Edge-Zwang auch für Microsoft Teams kommen. Der Hersteller versucht vieles, um den Browser möglichst vielen Leuten anzubieten. Die Frage ist: Ist das der richtige Weg? Schließlich hat der Reddit-Kommentar recht damit, dass Microsoft wegen eines solchen Verhaltens bereits einmal einen Fehltritt beging.
- Anzeige Hier geht es zu den aktuellen Blitzangeboten bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



