Linken-Chef: Regierung soll Krypto-Smartphones für alle ermöglichen

Die Regierung soll ein Programm auflegen, das breiteren Bevölkerungsschichten einen kostengünstigen Zugang zu Kryptohandys ermöglicht. Der eigentliche Skandal sei "die massenhafte Ausspähung aller Bürger", sagt Linke-Chef Riexinger.

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Cebit 2013: Angela Merkel freute sich über ihr neues Handy.
Cebit 2013: Angela Merkel freute sich über ihr neues Handy. (Bild: Secusmart)

Linke-Chef Bernd Riexinger fordert staatliche Programme, um die gesamte Bevölkerung mit Kryptosmartphones zu versorgen. Riexinger sagte der Rheinischen Post: "Wir dürfen nicht aus dem Auge verlieren, dass der eigentliche Skandal die massenhafte Ausspähung aller Bürger ist." Deshalb müsse die Regierung "ein Programm auflegen, das breiteren Bevölkerungsschichten einen kostengünstigen Zugang zu Kryptohandys" ermögliche. "Alle haben ein Recht auf abhörsichere Kommunikation", sagte Riexinger.

Das Kryptosmartphone Simko 3, das die Deutsche Telekom anbietet, ist mit 1.700 Euro ein Drittel günstiger als die Konkurrenz. Die Telekom hatte ihr abhörsicheres Handy Anfang September 2013 vorgestellt. Demnach enthält das Gerät ein L4-Mikrokern-System mit nur wenigen 10.000 Zeilen Programmcode. Durch Virtualisierung der Hardwaretreiber sollen die Kommunikation der Einzelprozesse untereinander und der Zugriff auf Hardwareressourcen und Speicher einer strikten Kontrolle unterworfen werden. Durch Wischen über den Bildschirm wechselt der Nutzer zwischen den Betriebsarten Secure und Open. Der L4-Kern sorgt dabei dafür, dass zwei separate Betriebssysteme auf dem Gerät laufen, deren Daten getrennt sind.

Die Firma Secusmart, die das als Kanzlerhandy oder Merkelphone bekanntgewordene Mobiltelefon für Bundespolitiker produziert, hatte im März 2014 angekündigt, ihre Verschlüsselungstechnologie künftig auch an Endanwender zu vermarkten. Mit Hilfe einer App namens Secure Call sollen verschlüsselte Telefongespräche möglich gemacht werden. Secusmart kooperiert für das Projekt mit dem Mobilfunkanbieter Vodafone. Secure Call sollte zunächst für Android-Telefone bereitgestellt werden, Versionen für andere Systeme sollen später folgen. Der Preis sollte bei etwa 12 Euro im Monat liegen.

"Der Verkaufsstart der Lösung ist für Dezember 2014 geplant" sagte Secusmart-Sprecherin Swenja Kremer Golem.de.

Das Telefon, das von Bundeskanzlerin und hochrangigen Regierungsmitgliedern für vertrauliche Gespräche genutzt wird, stammt von Blackberry, zeitweise kamen auch Geräte von Samsung oder Nokia zum Einsatz.

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Rulf 15. Jul 2014

auf kommunaler basis im ostsen...da haben sie dann meist der fdp noch was vorgemacht...

fesfrank 13. Jul 2014

dich stört es dann sicher auch nicht wenn dein nachbar DEINE post aus dem öffentlich...

Zwangsangemeldet 13. Jul 2014

Wenn solch eine Forderung aus den Reihen der Politik kommt - selbst von den Linken, die...

Anonymer Nutzer 12. Jul 2014

Wenn jeder Heuchler auch ein Mörder wäre, hätte wohl in erster Linie unsere Regierung...



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