Link Buds S liefern einen tollen Klang
Die Link Buds S gehören zu den ANC-Geräten, die das Klangbild bei Aktivierung der ANC-Technik nicht verändern – das ist sehr positiv und keinesfalls selbstverständlich. Wir haben die Link Buds S gegen die WF-1000XM4 und die Airpods Pro antreten lassen. Im Vergleich zu den Airpods Pro empfinden wir den Klang der Link Buds S als klarer und die Musik hat mehr Dynamik. Dabei gibt es einen druckvollen Bass und ausgeprägte Mitten.
An den etwas besseren Klang der WF-1000XM4 kommen die Link Buds S nicht ganz heran, aber der Vorsprung auf die teuren Sony-Stöpsel ist gering. Stimmen sind bei den WF-1000XM4 präsenter und greifbarer, ohne übertrieben betont zu werden. Beide Stöpsel haben intensive Bass- und Mittenbereiche, die ausgewogen miteinander harmonieren. Beide liefern eine sehr gute Räumlichkeit und lassen auch kleine Details erklingen.
Die Hörstöpsel von Sony bieten Bluetooth 5.2 und unterstützen die Codecs SBC, AAC sowie LDAC. Wie bei Sony-Produkten mittlerweile üblich, wird aptX nicht geboten. Über LDAC lässt sich Musik in höherer Qualität wiedergeben. Wie der Großteil der Konkurrenz erlauben auch die Link Buds S keine zwei parallelen Bluetooth-Verbindungen, es wird also kein Bluetooth-Multipoint geboten. Nachtrag: Sony hat für die Link Buds S im November 2022 ein Update veröffentlicht. Damit beherrschen diese nun Bluetooth-Multipoint.
Gute Sprachqualität bei Telefonaten
Dabei zählen die Link Buds S zu den besonders rabiaten Modellen: Wenn sie mit zwei Geräten gekoppelt sind, schalten sie immer auf die zuletzt aktivierte Bluetooth-Verbindung. Schalten wir Bluetooth an einem Tablet ein, während die Stöpsel mit einem Smartphone verbunden sind, wird die Bluetooth-Verbindung zum Smartphone einfach gekappt – sogar wenn wir darüber gerade Musik hören. Hier ziehen wir das Verhalten anderer Bluetooth-Hörstöpsel vor, bei denen eine bestehende Verbindung nicht getrennt wird.
Bei Telefonaten hat Sony für die Link Buds S eine bessere Sprachverständlichkeit vor allem draußen versprochen. Das konnten wir in unseren Tests nicht bemerken. Wenn wir draußen sind, sind etwa vorbeifahrende Autos als Störgeräusche zu hören. Immerhin sind wir – wie bei den WF-1000XM4 – weiterhin gut zu verstehen. In Innenräumen ist die Sprachqualität für die andere Seite üblicherweise deutlich besser, weil es weniger störende Umgebungsgeräusche gibt.
Bei Bedarf kann auch nur ein Stöpsel genutzt werden. Am Stöpsel können wir die Mikrofone während eines Telefonats ärgerlicherweise weder aus- noch wieder einschalten. Das ist bei den meisten anderen Bluetooth-Hörstöpseln auch so. Auch wenn die Link Buds S sich damit in die Gilde der meisten Bluetooth-Hörstöpsel einreiht, bleibt es ein Ärgernis.
Link Buds S haben eine Sensorsteuerung
Sony verwendet bei den Link Buds S abermals eine Sensorsteuerung, die bereits reagiert, sobald der Sensor einmal berührt wird. Immerhin sorgt Sony auch bei den neuen Stöpseln durch die Bauform dafür, dass wir die Sensorflächen nicht so leicht unbeabsichtigt berühren – wie auch bei den WF-1000XM4. Identisch ist auch, dass sich die Sensorfläche abschaltet, wenn die Stöpsel herausgenommen werden. Allerdings nur, wenn die automatische Abschaltung der Stöpsel in den Einstellungen aktiviert wird.
Ansonsten bleibt die Sensorfläche aktiv, wenn die Link Buds S nicht im Ohr sitzen. Wie auch bei den WH-1000XM5 finden wir es unschön, dass zwei verschiedene Funktionen in einer Einstellung vereint werden. Wir fänden es sinnvoller, wenn es für die Abschaltung der Sensorflächen eine eigene Option gäbe.
Zudem ist ärgerlich, dass der Hersteller diesen Zusammenhang nicht erklärt. Denn abgesehen davon stellt Sony eine erfreulich ausführliche Anleitung bereit – andere Hersteller sollten sich daran ein Beispiel nehmen.
Steuerung der Link Buds S lässt sich kaum anpassen
An beiden Stöpseln gibt es Mehrfachtipp- und Haltegesten. Das ist anfällig für Fehleingaben – es gilt also dasselbe wie für andere Konkurrenzgeräte mit Sensorsteuerung. Immer wieder werden nicht die Befehle ausgeführt, die gewünscht sind. Auch bei den Link Buds S bleibt die Sensorsteuerung immer unvollständig, weil sich die Belegung nur in Grenzen ändern lässt.
Sony erlaubt eine Auswahl aus drei Bediengruppen und wir können maximal zwei davon zur gleichen Zeit verwenden. Wir müssen uns also entscheiden, ob wir Medien- und Anrufsteuerung, ANC-Steuerung oder eine Lautstärkejustage haben wollen. Dadurch fehlt immer etwas. Es wäre wünschenswert, dass Sony endlich mehr Anpassungen erlaubt. Das würde den Komfort steigern. Prinzipbedingt lassen sich die Sensorflächen mit normalen Handschuhen nicht bedienen. In der kalten Jahreszeit ist die Steuerung also eingeschränkt.
Anders als bei den WF-1000XM4 wird der Wechsel zwischen ANC und Transparenzmodus nicht angesagt. Es gibt zwar einen passenden Schalter, der hat aber keine Funktion. Schade, wir fanden es praktisch, bei Bedarf dafür eine Sprachinformation zu erhalten.
Sony-Stöpsel mit praktischer Ohrerkennung
Auch die Link Buds S haben die Ohrerkennung der WF-1000XM4 erhalten. Bei beiden Modellen arbeitet die Funktion sehr zuverlässig. Sobald einer oder beide Stöpsel aus dem Ohr genommen werden, unterbricht die Musikwiedergabe. Sie wird fortgesetzt, wenn wieder beide Stöpsel im Ohr stecken. Diese Funktion kann bei Bedarf deaktiviert werden.
Dabei können wir die Stöpsel auch mehrere Minuten aus dem Ohr nehmen. Bei manch anderem Hersteller dürfen die Stöpsel etwa nur maximal eine Minute aus dem Ohr genommen werden. Ansonsten setzt die Musikwiedergabe nicht ein, wenn sie wieder im Ohr sitzen – das macht die Funktion so gut wie wertlos.
Alexa und Google Assistant auf Zuruf nutzen
Mittels Tastendruck können je nach verwendetem Gerät Alexa, Google Assistant oder Siri genutzt werden. Siri gibt es nur im Zusammenspiel mit Apple-Geräten. Auf Android-Geräten lässt sich Google Assistant mittels Signalwort aufrufen. Alexa können wir auf beiden Plattformen auf Zuruf nutzen – bequem können wir das in der Sony-App konfigurieren.
Sony bietet für die Link Buds S eine App an, die es für Android und iOS gibt. Die App ist gut strukturiert und benötigt erfreulicherweise weder eine GPS-Aktivierung noch ein Nutzerkonto. Sie ist schnell gestartet und verbindet sich zügig mit den Stöpseln. Das alles ist bei der Konkurrenz leider nicht selbstverständlich und daher entsprechend lobenswert.
Die App deckt alle Funktionen zur Konfiguration der Stöpsel ab. Sie hilft dabei, den optimalen Sitz für die Stöpsel im Ohr zu finden. Wir können darüber die ANC- sowie Transparenzfunktionen steuern, Speak-to-Chat konfigurieren und die Ohrerkennung einstellen. Zudem gibt es einen Equalizer zur Klanganpassung und die App dient zur Einspielung von Updates.
Link Buds S mit langer Akkulaufzeit
Ein großer Unterschied zwischen den Link Buds S und den WF-1000XM4 zeigt sich in der Akkulaufzeit. Mit den WF-1000XM4 konnten wir 9,5 Stunden Musik hören, ohne sie zwischendurch aufladen zu müssen. Das sind sensationell gute Werte, die weiterhin kaum ein Konkurrenzgerät erreicht.
Mit den Link Buds S schaffen wir 6,5 Stunden, damit werden die von Sony angegebenen 6 Stunden übertroffen. In unserem Test mussten die Hörstöpsel dabei permanent die Geräuschkulisse wie von einer Dunstabzugshaube eliminieren. Mit diesen Werten liegt Sony weiterhin ganz vorne bei den Akkulaufzeiten und schafft noch immer das Doppelte vieler Konkurrenzprodukte, die manchmal nur zwischen drei und vier Stunden schaffen.
Auch bei der Schnellladung überzeugen die Link Buds S: Sind die Stöpselakkus leer und laden wir sie fünf Minuten auf, können wir wieder etwas mehr als eine Stunde damit Musik hören. Die WF-1000XM4 schneiden auch hier mit 1,5 Stunden noch besser ab. Aber die Akkus vieler Konkurrenzmodelle sind nach einer 5-Minuten-Ladung schon nach einer halben Stunde wieder leer.
Mit Ladeetui sind 25 Stunden Akkulaufzeit möglich
Wie bei den WF-1000XM4 lassen sich die Link Buds S mit dem mitgelieferten Ladeetui insgesamt knapp viermal aufladen. Das ergibt eine Gesamtakkulaufzeit von 25 Stunden und damit mehr als die vom Hersteller versprochenen 20 Stunden – bei den WF-1000XM4 sind es sogar 31 Stunden. Das Ladeetui für die Link Buds S hat einen USB-C-Anschluss. Auf die Qi-Technik zum drahtlosen Laden hat Sony verzichtet, das bleibt den WF-1000XM4 vorbehalten.
Das Ladeetui der Link Buds S hat eine geringe Größe und die Stöpsel können sicher und bequem abgelegt und entnommen werden. Die Magneten halten die Stöpsel dabei vergleichsweise fest, das sorgt aber stets für einen sicheren Halt im Ladeetui.
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| Link Buds S im Test: Sony übertrumpft nicht nur die Airpods Pro | Sony Link Buds S - Verfügbarkeit und Fazit |










Also Joggen hat bei mir ganz gut funktioniert.. wobei sich die Sony LinkBuds S egal bei...
Apple AirPods Pro (2019 - ohne MagSafe) -> wird gemeint sein.. :D
Bei mir nicht, zumindest nicht was Bluetooth betrifft - da zicken alle meine anderen...
Der Vergleich von In-ears mit großen Over-Ears ist natürlich immer unfair, da letztere...