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Lingufino: Sprachgesteuerter Kobold kuschelt auch mit Datenschützern

Während sprachgesteuerte Assistenten boomen, sind sprachgestützte Spielzeuge fast verstummt. Ein deutsches Unternehmen zeigt, dass Spielsachen für die Spracherkennung kein Internet benötigen.

Artikel veröffentlicht am ,
Lingufino braucht kein Internet
Lingufino braucht kein Internet (Bild: Alexander Merz/Golem.de)

Das deutsche Unternehmen Linguwerk hat auf der Nürnberger Spielwarenmesse 2017 seine plüschige Lernfigur Lingufino vorgestellt. Der Hersteller nimmt dabei Rücksicht auf Datenschutzbedenken, die sich sichtlich auf die Spielzeugindustrie ausgewirkt haben.

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Als kuscheliger Lehrer trainiert die Plüschfigur - eine Mischung aus Kobold und Elf - mit vier- bis siebenjährigen Kindern Sprechen, Denken, Zählen und mittlerweile sogar einfache englische Vokabeln. Dabei spricht die Lingufino genannte Figur selbst und hört auch zu. Gesteuert wird sie per Sprache. Große, bunte Bücher mit einfachen Geschichten ergänzen das Lehrmaterial.

Die Sprachgenerierung und -analyse erfolgt vollständig in einem kleinen, batteriebetriebenen Elektronikmodul innerhalb von Lingufino. Eine Internetverbindung oder Verknüpfung mit einem Smartphone und zugehöriger App ist nicht erforderlich. Stattdessen gibt es zu jedem Lehrbuch ein Speichermodul, welches das notwendige Vokabular enthält und in das das Elektronikmodul eingesetzt werden muss.

Das Lingufino-Basis-Set ist unter anderem direkt beim Hersteller erhältlich und kostet rund 100 Euro, zusätzliche Bücher mit dem jeweiligen Speichermodul gibt es für je 30 Euro.

  • Lingufino und seine Bücher (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
  • Austauschbare Sprachmodule (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
Lingufino und seine Bücher (Foto: Alexander Merz/Golem.de)

Datenschützer gehen gegen aufnahmefähige Spielzeuge vor

Obwohl es durch entsprechende Angebote, zum Beispiel von Google und Amazon, für Unternehmen immer einfacher wird, Spracherkennung in ihre Produkte einzubauen, halten sich Spielzeughersteller beim Einsatz der Technik mittlerweile zurück. Das war auf der Spielwarenmesse deutlich erkennbar. Der Trend steht im Gegensatz zur steigenden Produktvielfalt für sprachgesteuerte Assistenten.

Datenschutzbedenken haben Spielzeughersteller stark unter Druck gesetzt. Die Bundesnetzagentur ordnete 2017 die mit einem Mikrofon und Bluetooth ausgerüstete Puppe My Friend Cayla als verbotene Sendeanlage ein. Die Behörde forderte Eltern deshalb auf, die Puppe zu vernichten. Aber auch Sicherheitslücken bei internetfähigen Teddys tragen zum Misstrauen von Eltern bei.

 


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mightymike1978 02. Feb 2018

Gesetzlich betrachtet sind das zwei Paar Schuhe: Das eine ist § 90 TKG siehe meinen...

am (golem.de) 02. Feb 2018

Ist er zeitkritisch? Nein. Sollte über ein Produkt, das zu einer Messe gezeigt wird und...

deutscher_michel 02. Feb 2018

Ach das ist doch Quatsch, vernünftige lokale Spracherkennung ging mit Dragon...

mightymike1978 02. Feb 2018

Zur Klarstellung: Es gehen und gingen nicht Datenschutzaufsichtsbehörden sondern die...


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