Linde und Daimler: Flüssigwasserstoff-Betankung für Lkw bei -253 Grad Celsius

Sollten sich Wasserstoff-Lkw durchsetzen, sind leistungsfähige Tankstellen nötig, um die Betankung sicher und schnell zu machen.

Artikel veröffentlicht am ,
Mercedes-Benz GenH2 Truck
Mercedes-Benz GenH2 Truck (Bild: Daimler Truck)

Linde und Daimler Trucks planen die Tankstelle der Zukunft für wasserstoffbetriebene Lkw, die mit großen Tanks lange Strecken zurücklegen sollen, ohne nachzutanken. Die Unternehmen unterzeichneten eine Vereinbarung zur gemeinsamen Entwicklung einer Flüssigwasserstoff-Betankungstechnik für Brennstoffzellen-Lkw.

Stellenmarkt
  1. Web-Developer / Front-Entwickler (m/w/d)
    BWS Consulting Group GmbH, Dortmund, Hannover, Wolfsburg
  2. Projektleiter m/w/d Elektro- / Software-Engineering
    über unternehmensberatung monika gräter, Straubing
Detailsuche

Das neue Betankungsverfahren für flüssigen Wasserstoff wird als sLH2-Technologie (subcooled liquid hydrogen) bezeichnet. Dadurch soll eine höhere Speicherdichte und eine schnellere Betankung als bisher erreicht werden. Der Wasserstoff muss dabei auf minus 253 Grad Celsius heruntergekühlt werden. Das hat den Vorteil, dass der Speicherdruck mit 16,5 bar deutlich niedriger als beim gasförmigen Wasserstoff mit bis zu 700 bar ist.

Mit der Technik sollen der sogenannte Boil-off-Effekt und der Gastransfer aus dem Fahrzeugtank zurück zur Tankstelle verhindert werden. Zudem erfordert das Verfahren nach Angaben der Unternehmen keine komplexe Datenkommunikation zwischen der Tankstelle und dem Lkw während der Betankung.

Die Unternehmen planen die erste Betankung eines Prototyp-Lkw erst im Jahr 2023. Die Schnittstellen sollen veröffentlicht werden, damit auch andere Unternehmen sich der Initiative anschließen können.

Golem Akademie
  1. Mobile Device Management mit Microsoft Intune
    22.-23. November 2021, online
  2. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  3. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
Weitere IT-Trainings

Der dazugehörige wasserstoffgetriebene Mercedes-Benz GenH2 Truck soll im Jahr 2023 in die Kundenerprobung gehen. Der Serienstart ist für die zweite Hälfte des Jahrzehnts geplant. Die Brennstoffzelle soll im GenH2 Truck zweimal 150 Kilowatt (kW) liefern, der Akku zusätzlich bis zu 400 kW. Insgesamt hofft Daimler auf eine Reichweite von 1.000 km mit vollem Akku und vollem Tank.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Clown 14. Dez 2020

Noch eine dritte Zahl fehlt: Betankungszeit.

Clown 14. Dez 2020

Es ist völlig egal, wer da die Hand auf hält. Im Vergleich zu BEV wird es immer eine...

Ach 12. Dez 2020

1. Würden alle ca. 50 Mio. PKW in Deutschland von einem Tag auf den anderen auf rein...

Ach 11. Dez 2020

Weder gibt es bei der elektrischen Erzeugung von Wasserstoff noch bei seiner...

Maxim Webster 11. Dez 2020

.. zumindest die neue mRNA-Variante.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Elektromobilität
BMW gibt sich mit 600 Kilometern Reichweite zufrieden

Reichweite ist für BMW wichtig, aber nicht am wichtigsten. Eine Rekordjagd nach immer mehr Kilometern sehen die Entwickler nicht vor.

Elektromobilität: BMW gibt sich mit 600 Kilometern Reichweite zufrieden
Artikel
  1. Telekom: Vodafone will unseren Glasfaserausbau bremsen
    Telekom
    Vodafone will "unseren Glasfaserausbau bremsen"

    Vodafone habe den eigenen Glasfaserausbau kürzlich für beendet erklärt und nehme den Spaten nicht in die Hand, erklärte die Telekom.

  2. Chorus angespielt: Automatischer Arschtritt im All
    Chorus angespielt
    Automatischer Arschtritt im All

    Knopfdruck, Teleport hinter Feind, Abschuss: Das Weltraumspiel Chorus will mit Story, Grafik und Ideen punkten. Golem.de hat es angespielt.
    Von Peter Steinlechner

  3. Lightning ade: EU will USB-C als alleinige Handy-Ladebuchse vorschreiben
    Lightning ade  
    EU will USB-C als alleinige Handy-Ladebuchse vorschreiben

    Die EU-Kommission will eine einheitliche Ladebuchse einführen. USB-C soll zum Aufladen aller möglichen Kleingeräte verwendet werden.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Asus 27" WQHD 144Hz 260,91€ • Alternate-Deals (u. a. Acer Nitro 27" FHD 159,90€) • Neuer Kindle Paperwhite Signature Edition vorbestellbar 189,99€ • Black Week bei NBB: Bis 50% Rabatt (u. a. MSI 31,5" Curved WQHD 165Hz 350€) • PS5 Digital mit FIFA 22 bei o2 bestellbar [Werbung]
    •  /