Lina Khan: Amazon attackiert neue Chefin der US-Handelskommission

Amazon will erreichen, dass die neue FTC-Chefin von den Wettbewerbsuntersuchungen ferngehalten wird.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Amazon will die neue Chefin der FTC, Lina Khan, loswerden.
Amazon will die neue Chefin der FTC, Lina Khan, loswerden. (Bild: Graeme Jennings/Pool via Reuters)

Amazon legt sich mit der neu ernannten Chefin der US-Handelsbehörde FTC an. Der weltgrößte Online-Händler fordert, dass Lina Khan sich aus Untersuchungen seiner Wettbewerbsposition heraushalten soll, weil sie voreingenommen sei. Amazon reichte einen entsprechenden offiziellen Antrag bei der FTC ein.

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Die FTC ist in den USA für Verbraucherschutz zuständig und führt auch Wettbewerbsuntersuchungen durch. Die 32-jährige Khan machte vor einigen Jahren mit einem Papier zu Amazon auf sich aufmerksam, in dem sie argumentierte, dass gängige US-Ansätze zur Einschätzung der Wettbewerbslage in Bezug auf Internet-Unternehmen versagten.

Die ausschlaggebende Frage in solchen Verfahren ist oft, ob Verbraucher durch höhere Preise benachteiligt würden. Khan kritisierte jedoch, das reiche nicht aus. Denn ein Unternehmen wie Amazon könne eine erhebliche Kontrolle über verschiedene Wirtschaftsbereiche gewinnen, während die Kundschaft oberflächlich gesehen von niedrigen Preisen profitierte, argumentierte sie.

Khans Blick auf Jeff Bezos

Amazon verwies auch auf einen Beitrag, in dem Khan schrieb, Unternehmensgründer Jeff Bezos habe "sein Imperium mit Mitteln aufgebaut, die vor 50 Jahren illegal gewesen wären". Es entstehe der Eindruck, dass von der FTC unter Khans Führung keine "neutrale und unparteiische Bewertung der Erkenntnisse in einer Wettbewerbsuntersuchung von Amazon" zu erwarten sei, schrieb das Unternehmen in seinem Antrag.

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Die kürzliche Berufung von Khan zur FTC-Chefin wurde als Signal gesehen, dass die Regierung von US-Präsident Joe Biden über die Marktmacht großer Tech-Unternehmen besorgt ist und dagegenhalten will. Im Fall von Amazon dürfte demnächst insbesondere die geplante Übernahme des Hollywood-Studios MGM geprüft werden. Politiker und Regulierer sowohl in den USA als auch in Europa richten aber auch insgesamt verstärkt ihr Augenmerk auf das Unternehmen.

Amazon befürchtet eine unfaire Behandlung

"Selbst große Unternehmen haben ein Recht auf unparteiische Untersuchungen", betonte Amazon in einer Stellungnahme. Khans bisherige Äußerungen und Texte zeigten aber, dass sie sich bereits eine Meinung über das Unternehmen gebildet habe.

Amazon verwies in dem Antrag unter anderem darauf, dass Khan angesichts ihrer Analyse eine Zerschlagung des Unternehmens für gerechtfertigt halte. Khan hatte bei der Anhörung zu ihrer Ernennung im US-Senat versichert, dass sie keine Interessenkonflikte habe und unvoreingenommen den Fakten folgen werde.

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Jakelandiar 02. Jul 2021

Nur mit dieser Aussage alleine? Nichts. Wenn du gleichzeitig aber gegen Homosexuelle...

bernstein 01. Jul 2021

Einerseits wissen sie das die tech-giganten viel zu gross geworden sind, andererseits ist...

bernstein 01. Jul 2021

doch das gehört auch dazu. ob das dann bei der position die man gerade inne hat auch von...

stardestroyer 01. Jul 2021

Das macht jeder andere Konzern, der Dinge unter dem Teppich gekehrt lassen möchte...



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