• IT-Karriere:
  • Services:

Noch kein Plan, aber trotzdem Verzögerungen

Nachdem der Wechsel von Linux zurück auf Windows fast schon beschlossene Sache schien, hat sich der Stadtrat in einer Vollversammlung explizit darauf verständigt, dass ein Wechsel zu Windows und möglicher anderer Software zunächst nur geprüft und erst danach erneut darüber abgestimmt werden soll. Laut Hübner gilt das auch für die Frage nach der Weiterverwendung von Libreoffice, das derzeit auch auf den Windows-Rechnern der Stadt genutzt wird. Die nach einem möglichen Wechsel auf Windows "zum Einsatz kommende Office-Software ist noch abzustimmen".

Selbstgesteckter Zeitplan schon jetzt nicht mehr haltbar

Stellenmarkt
  1. Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main, Düsseldorf
  2. Heraeus infosystems GmbH, Hanau

Letztere ist eine der wenigen deutlichen Aussagen in den Antwortschreiben. Ebenso wie die folgende zur Planung des Umstiegs auf Windows: "Die Entwicklung eines Microsoft-Clients würde nach Aussagen der Verwaltung mindestens drei Jahre Zeit in Anspruch nehmen. Erst danach könnte mit der Umstellung der PCs begonnen werden", schreibt Hübner. Diese Einschätzung bringt den vom Stadtrat selbst gewählten Zeitplan in Gefahr.

Denn laut Beschluss der Vollversammlung soll ein Konzept für einen Wechsel aller Rechner auf Windows bis Ende 2020 erstellt werden. Das heißt, selbst wenn mit der Arbeit an dem neu zu erstellenden Windows-Basis-Client unmittelbar begonnen würde, bliebe der Verwaltung dann wohl nur ein Dreivierteljahr für die eigentliche Migration der rund 25.000 Rechner in der Verwaltung sowie dazugehöriger Infrastruktur.

In dieser Rechnung fehlen völlig mögliche Komplikation, die beim Erstellen des Windows-Basis-Clients entstehen könnten, etwa im Zusammenhang mit der völligen Neuorganisation der IT-Verwaltung, die parallel dazu umgesetzt werden soll. Auch die Prüfung, für die die SPD öffentlichkeitswirksam eintritt, ist in diesem Zeitplan wohl noch nicht vorgesehen. Noch bevor die Arbeiten an einer Migration überhaupt begonnen worden sind, müsste der Stadtrat also ehrlicherweise wohl mindestens zwei oder vielleicht drei Jahre zusätzlich für die Umsetzung einplanen. Aber hätten das die Beteiligten nicht auch schon vorher wissen können? Und wieso wird dann auch noch in einem Stadtratsbeschluss dieser ungewöhnlich enge Zeitrahmen gewählt?

Offene Fragen nicht ansatzweise geklärt

Golem Akademie
  1. Terraform mit AWS
    4./5. Mai 2021, online
  2. Einführung in die Programmierung mit Rust
    19.-22 April 2021, online
Weitere IT-Trainings

Unsere Schätzung ist vermutlich auch noch sehr zurückhaltend. Schließlich haben eventuelle Vorprüfungen oder Machbarkeitsstudien vor dem Beschluss des Stadtrats offenbar nicht stattgefunden. So machen weder CSU noch SPD Angaben zu den möglicherweise mit der Migration verbundenen Kosten. Zwar gibt es eine nichtöffentliche Schätzung von Accenture, die Golem.de vorliegt, nach der sich allein die Lizenzkosten auf knapp sechs Millionen Euro Ersteinrichtungskosten in den ersten drei Jahren plus eine Million Euro jährlich belaufen. Doch das ist auch schon alles.

Welche Kosten zusätzlich dazu auf die Stadt zukommen könnten und werden, ist noch völlig unklar, da eben auch noch nicht geklärt ist, was denn überhaupt wann wo und wie für die Migration geschehen müsste. Und wie beschrieben können oder wollen sich die Fraktionen der SPD und CSU zu diesen Fragen nicht oder noch nicht äußern. Warum nicht, ist uns schleierhaft.

Es bleibt uns nur festzuhalten, dass das nächste IT-Großprojekt der Stadt München wohl tatsächlich völlig verbastelt wird - wie von uns bereits im November vergangenen Jahres vermutet. Eine Hilfe für die Verwaltung der Stadt München ebenso wie für die Einwohner der Stadt ist das aber keinesfalls.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Technische Begründung fehlt weiterhinUnsere Fragen an die CSU und die Antworten 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (u. a. Monster Hunter Rice + Pro Controller für 99€, Animal Crossing: New Horizons für 46...
  2. 42,99€
  3. 7,49€
  4. 3,29€

langmartin 08. Mär 2017

Du wirst lachen, aber ich hatte schon ein Jobangebot, bei dem eine Abteilung von einer...

Vielfalt 07. Mär 2017

Die Lobby arbeitet umsonst und aus tiefster Überzeugung. Fan...

SosoDeSamurai 07. Mär 2017

Danke! Das habe ich auch gerade gedacht. Ich habe schon bei Behörden gearbeitet. Als...

cpt.dirk 05. Mär 2017

+1 Unabhängig davon ob man MS Windows nun gut findet oder nicht, bietet diese Software...

cpt.dirk 05. Mär 2017

"Manche Argumentation ist IMHO nicht nachvollziehbar." Entspricht in etwa der...


Folgen Sie uns
       


Samsung QLED 8K Q800T - Test

Samsungs preisgünstiger 8K-Fernseher hat eine tolle Auflösung, schneidet aber insgesamt nicht so gut ab.

Samsung QLED 8K Q800T - Test Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /