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In München gibt es offensichtlich solche und solche Antworten.
In München gibt es offensichtlich solche und solche Antworten. (Bild: Lars Steffens/Flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Technische Begründung fehlt weiterhin

Insbesondere die Stadtratsmitglieder der CSU haben in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass die Forderung nach einer Rückkehr zu Windows und damit die Abkehr vom Limux-Projekt aus technischer Sicht mit sehr fragwürdigen Argumenten erhoben worden ist. Und auch in der aktuellen Debatte bleibt sich die CSU offenbar treu, denn zusätzlich zu einem Wechsel aller Rechner auf Windows fordert der Stadtrat auch die Verwendung "marktüblicher Standardprodukte" und begründet dies mit technisch wenig haltbaren Argumenten.

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Chaos-IT statt funktionierender Software

Wie aus der Antwort von Frank hervorgeht, bezieht sich der Stadtrat mit "marktüblichen Standardprodukten" wohl vor allem auf die sogenannten Fachverfahren beziehungsweise -anwendungen der einzelnen Referate. Frank beschreibt die damit verbundenen Probleme wie folgt: "Gerade bei den unzähligen Fachanwendungen hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass sie einerseits nicht stabil gelaufen sind und andererseits von externen Partnern teuer programmiert werden mussten. Nachdem in mehreren Fällen der Support durch die eher kleinen Anbieter nicht mehr geleistet werden konnte, mussten manche Programme sogar neu aufgesetzt werden. Das ist aus unserer Sicht den Beschäftigten der Landeshauptstadt München, aber auch dem Steuerzahler nicht mehr zumutbar".

Damit liegt Frank zwar vollkommen richtig, nur zieht sie daraus einen nicht nachvollziehbaren Schluss. Tatsächlich entspricht diese Beschreibung den Ergebnissen der Accenture-Studie, die der Stadt München eine teils katastrophale Verwaltung ihrer IT bescheinigt. Die Verantwortlichen sind in der Vergangenheit augenscheinlich nicht in der Lage gewesen, Anbieter zu finden, die eine langfristige Pflege von Software leisten können.

Eines der Argumente für Open-Source-Software ist doch aber eigentlich, dass in solch einem Fall andere Anbieter schlicht die Pflege übernehmen können oder die Angestellten der Stadt dies auch notfalls hätten selbst leisten können. Warum dies aber eben nicht geschehen ist, bleibt offen. Ebenso, was die CSU uns damit eigentlich sagen möchte. Dass die IT der Stadt chaotisch ist, wissen wir doch schon längst.

Standardsoftware, wo es keine Standards gibt

Für Frank ist die Lösung der beschriebenen Probleme darüber hinaus auch sehr einfach: "Letztlich soll in Zukunft bei der Anwendersoftware und den Fachverfahren das Programm genutzt werden, welches am besten geeignet und Marktstandard ist." Völlig außer Acht gelassen wird hierbei jedoch, dass auch marktdominierende Unternehmen Software nicht endlos pflegen, sondern die Entwicklung mitunter ganz oder auch zugunsten neuerer Versionen einstellen. Vor allem diese Abhängigkeit von den Produkten eines Unternehmens, das sogenannte Vendor-Lock-in, sorgt wohl aber für das zuvor beschriebene Problem.

Zudem bedenkt Frank augenscheinlich nicht, dass die sehr spezialisierten Anwendungsfälle der Zigtausenden Fachverfahren in der Verwaltung nicht alle mit "marktüblichen Standardprodukten" abgedeckt werden können, da es in vielen Fällen eben keinerlei fertige Softwareprodukte dafür gibt. Schlimmstenfalls verschweigt Frank auch absichtlich, dass unter Windows Fachverfahren ebenso wie unter Linux je nach Voraussetzung speziell entwickelt und erstellt werden, was wiederum zu den beschriebenen Problemen führen kann.

Warum wird also ausgerechnet hiermit der Wechsel von Linux zurück auf Windows gefordert? Mit Ahnungslosigkeit sollte sich das bei einer der für den Wechselantrag verantwortlichen Person nicht begründen lassen.

Etwas zurückhaltender und damit ganz im Sinne des Ausspruchs "Prüfen heißt prüfen" von Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) äußert sich Hübner für die SPD zu der Frage nach dem Marktstandard. Zuversicht für eine erfolgreiche und nach Plan verlaufende Neuorganisation der IT der Stadt München kommt dabei aber nicht auf.

 Limux-Rollback: Was erlauben München?Noch kein Plan, aber trotzdem Verzögerungen 

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langmartin 08. Mär 2017

Du wirst lachen, aber ich hatte schon ein Jobangebot, bei dem eine Abteilung von einer...

Vielfalt 07. Mär 2017

Die Lobby arbeitet umsonst und aus tiefster Überzeugung. Fan...

SosoDeSamurai 07. Mär 2017

Danke! Das habe ich auch gerade gedacht. Ich habe schon bei Behörden gearbeitet. Als...

cpt.dirk 05. Mär 2017

+1 Unabhängig davon ob man MS Windows nun gut findet oder nicht, bietet diese Software...

cpt.dirk 05. Mär 2017

"Manche Argumentation ist IMHO nicht nachvollziehbar." Entspricht in etwa der...



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