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Die Kosten für das Limux-Aus lassen sich öffentlich nicht beziffern.
Die Kosten für das Limux-Aus lassen sich öffentlich nicht beziffern. (Bild: Fabien M, flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Limux-Rollback: Kosten für Windows-Umstieg in München bleiben geheim

Die Kosten für das Limux-Aus lassen sich öffentlich nicht beziffern.
Die Kosten für das Limux-Aus lassen sich öffentlich nicht beziffern. (Bild: Fabien M, flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Bereits am morgigen Mittwoch, den 8. November, stimmt der Münchner Stadtrat über das endgültige Ende des Limux-Projekts ab. Die Kosten für die Windows-Lizenzen und andere Software bleiben aber weiter geheim. Geschätzt werden Kosten in Millionenhöhe.

Anfang dieses Jahres wurde öffentlich, dass der Münchner Stadtrat unter Führung der SPD- und CSU-Fraktion das Limux-Projekt und damit die Verwendung freier Software in der Verwaltung rückabwickeln will. Kurz nach dem Bekanntwerden entschloss sich der Stadtrat die Rückkehr erst offiziell prüfen zu wollen. Am morgigen Mittwoch, den 8. November, soll ein Ausschuss des Stadtrats schließlich über den Plan zur Migration sämtlicher Rechner der Verwaltung hin zu Windows abstimmen.

In der Beschlussvorlage (PDF) heißt es dazu: "Primäres Ziel ist eine zeitnahe Harmonisierung der Clients, indem stadtweit einheitlich der neue Windows-Client eingesetzt wird." Als Grundlage für das Client-Betriebssystem soll Windows 10 dienen. Nach derzeitigem Stand soll das System bis zum Jahr 2020 einsatzbereit sein und die Migration von Limux auf Windows bis Ende 2022 abgeschlossen sein.

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Ausgaben für Lizenzen bleiben geheim

Zu den dafür notwendigen Ausgaben heißt es: "Die für die Umstellung auf Windows zugrunde liegende Kostenschätzung mit einer Aufgliederung sämtlicher Aufwände und Kosten ist aus vergaberechtlichen Gründen Teil der nicht-öffentlichen Beschlussvorlage." Was die Stadt München für die Windows-Migration voraussichtlich ausgeben wird, bleibt damit geheim. Die Kosten zur "Schaffung eines einheitlichen IT-Arbeitsplatzes (Windows)" werden allerdings mit rund 2,14 Millionen Euro beziffert.

Als Begründung für die Migration ist immer wieder auf eine von Accenture durchgeführte Studie verwiesen worden. Dem Münchner Stadtrat ist aber mehrfach vorgeworfen worden, signifikante Teile der Studie zu ignorieren. In dem nicht-öffentlichen Teil der Studie, der Golem.de vorliegt, hat das Beratungs- und Technologieunternehmen Accenture die Kosten auf knapp sechs Millionen Euro Ersteinrichtungskosten allein für Client-Lizenzen geschätzt. Hinzu kämen nach einer Umsetzungsphase von drei Jahren zudem noch rund 1,15 Millionen Euro jährlich an Lizenzkosten für das Betriebssystem.

Unabhängig davon beziffert die Beschlussvorlage allerdings noch weitere Kosten, da die Stadt München die Migration auf Windows mit einer Neuorganisation ihrer IT-Landschaft verknüpft. Die damit verbundenen Personalkosten belaufen sich demnach auf rund 13,28 Millionen Euro. Für die Umsetzung sieben technischer Unterstützungsprojekte werden 11,21 Millionen Euro veranschlagt. Die Accenture-Studie hatte diese Neuorganisation unabhängig von der Frage nach dem genutzten Betriebssystem empfohlen.

Erhöhter Bedarf für Windows, kein MS Office

Im Wirtschaftsplan (PDF) für die IT-Ausgaben des kommenden Jahres, über den ebenfalls morgen abgestimmt werden soll, heißt es außerdem: "Der geplante überproportionale Zuwachs von Windows-Arbeitsplätzen gegenüber Limux-Arbeitsplätzen setzt sich auch in 2018 fort". Damit einher gehen deutlich gestiegene Ausgaben für die Arbeitsplatzbetreuung der Windows-Rechner. Der Bedarf steigt von rund 5,4 Millionen Euro im Jahr 2016 auf 9,5 Millionen Euro für 2018.

Für die Limux-Betreuung wird im Jahr 2018 mit rund 10,9 Millionen Euro gerechnet. Im Jahr 2016 belief sich die Limux-Betreuung auf rund 10 Millionen Euro. Aktuell kommen etwa 18.500 Limux-Clients sowie 10.700 Windows-Clients zum Einsatz.

Über die Frage, ob zusätzlich zu dem Umstieg von Linux auf Windows künftig auch von Libreoffice auf Microsofts Office-Produkte gewechselt werden soll, will der Stadtrat erst Ende kommenden Jahres entscheiden. Der Vorgang soll gesondert geplant und analysiert werden. Begründet wird dies wiederum mit den zu erwartenden hohen Kosten.


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throgh 15. Nov 2017

Aber klar: Fakten scheinen ja kaum zu interessieren. Lieber wird mit vorbelasteten...

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Bigfoo29 13. Nov 2017

Limux hat sich nicht "gefeiert", sie haben nur gezeigt, dass es auch ohne Microsoft geht...

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Bigfoo29 10. Nov 2017

Nein, es wurde zurückgerudert, weil der neue OB, ein Mensch mit recht guten Beziehungen...

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Schnarchnase 09. Nov 2017

Jo, eine Folge von Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.

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Rulf 09. Nov 2017

die kosten für die lizenzen werden noch das geringste übel sein... der schaden der durch...

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