• IT-Karriere:
  • Services:

Limux: Münchner Stadtrat ignoriert selbst beauftragte Studie

Mit dem geplanten Limux-Rollback setzt sich der Münchner Stadtrat über die Expertenmeinung einer selbst beauftragten Studie hinweg, kritisieren die FSFE und die Document Foundation. Das führe außerdem zu einer Kostensteigerung.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Limux-Rollback wird garantiert eine Großbaustelle.
Der Limux-Rollback wird garantiert eine Großbaustelle. (Bild: Reinald Kirchner, flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Dass die Free Software Foundation Europe (FSFE) den möglicherweise bevorstehenden Wechsel von Linux zurück zu Microsoft-Produkten in der Stadtverwaltung München nicht gut heißen kann, ist klar. Doch in ihrer Kritik bezieht sich die FSFE nicht nur auf die eigenen Werte, sondern auch auf die Accenture-Studie, die der Münchner IT-Verwaltung eine teils katastrophale Organisation bescheinigte. Laut eines Kommentars bei Netzpolitik.org von Björn Schießle, stellvertretender Koordinator des deutschen Teams der FSFE, handele der Stadtrat nun entgegen den Empfehlungen der Studie.

Stellenmarkt
  1. IPS Pressevertrieb GmbH, Meckenheim
  2. Lutz & Grub AG, Wörth

So habe "die Accenture-Studie ausdrücklich nicht empfohlen, die Limux-Strategie zu beenden. Vielmehr standen die Probleme bei der Verwaltung im Vordergrund", schreibt Schießle. Schon bei den ersten Konsultationen zu der Studie im vergangenen Herbst zeigte sich, dass sowohl der Stadtrat als auch Verwaltungsreferate gegen den dort vorgeschlagenen Plan zur Neuorganisation der IT-Landschaft und gegeneinander agieren.

Auch die Document Foundation (TDF), an der das Libreoffice-Projekt angesiedelt ist, kritisiert ebenfalls dieses Vorgehen des Stadtrats. In einer Stellungnahme heißt es: "Wir haben die Entwicklungen in München mit großer Besorgnis verfolgt und sind enttäuscht darüber, dass eine kleine Gruppe von Politikern offensichtlich den Rat genau derjenigen Experten ignoriert, die sie zuvor selbst aufgesucht haben." Die Stadt München ist selbst Beirat der Document Foundation.

Rückschritte, kaputte Verwaltung und Suggestivfragen

In ihrer Kritik an dem Vorhaben gehen die FSFE und die TDF außerdem deutlich über diese Punkte hinaus. So befürchten beide eine massive Kostensteigerung für die Stadt. Die TDF bezeichnet den Wechsel, sofern er denn beschlossen wird, als "erheblichen Rückschritt", und Schießle mutmaßt: "Die Bürger der Stadt München dürfen sich sonst auf ein paar Jahre mit deutlich reduzierter Verwaltungseffizienz einstellen, da auch viele gut eingespielte Verwaltungsprozesse zu den Opfern dieser Entscheidung gehören sollen".

In seinem persönlichen Blog sammelt Schießle zudem Fragen zum Sachverhalt, die "man sich stellen" sollte. Diese sind nicht nur suggestiv wie: "Existiert ein Zusammenhang zwischen dem Umzug von Microsoft nach München und der Rückkehr zu Microsoft?" sondern nehmen auch explizit Bezug auf die geäußerte Kritik wie etwa: "Wieso glaubt der Stadtrat, Fachentscheidungen besser treffen zu können als die mit dem Thema beauftragten Fachleute?"

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. (u. a. Xbox Wireless Controller Carbon Black/Robot White/Shock Blue für 58,19€)

cpt.dirk 15. Feb 2017

Ja, das Pendel schwingt - und dann vielleicht auch gar nicht so viel später wieder...

cpt.dirk 15. Feb 2017

Es besteht aber jederzeit - und somit verhält es sich im Vergleich zu proprietären...

teletubbi72 15. Feb 2017

Es geht nicht um paar Lizenzen sondern um die Außenwirkung des Projektes. Wenn München es...

Apfelbrot 15. Feb 2017

Vermutlich eine Umfrage in irgend einem Linux Forum.

chefin 15. Feb 2017

Wie objektiv ist die free Software Foundation? Den mal ehrlich, wer glaubt das 60 oder 80...


Folgen Sie uns
       


Radeon RX 6800 (XT) im Test mit Benchmarks

Lange hatte AMD bei Highend-Grafikkarten nichts zu melden, mit den Radeon RX 6800 (XT) kehrt die Gaming-Konkurrenz zurück.

Radeon RX 6800 (XT) im Test mit Benchmarks Video aufrufen
Energie- und Verkehrswende: Klimaneutrales Fliegen in weiter Ferne
Energie- und Verkehrswende
Klimaneutrales Fliegen in weiter Ferne

Wasserstoff-Flugzeuge und E-Fuels könnten den Flugverkehr klimafreundlicher machen, sie werden aber gigantische Mengen Strom benötigen.
Eine Recherche von Hanno Böck

  1. Luftfahrt Neuer Flughafen in Berlin ist eröffnet
  2. Luftfahrt Booms Überschallprototyp wird im Oktober enthüllt
  3. Flugzeuge CO2-neutral zu fliegen, reicht nicht

In eigener Sache: Golem-PCs mit Ryzen 5000 und Radeon RX 6800
In eigener Sache
Golem-PCs mit Ryzen 5000 und Radeon RX 6800

Mehr Leistung zum gleichen Preis: Der Golem Highend wurde mit dem Ryzen 5 5600X ausgestattet, die Geforce RTX 3070 kann optional durch eine günstigere und schnellere Radeon RX 6800 ersetzt werden.

  1. Video-Coaching für IT-Profis Shifoo geht in die offene Beta
  2. In eigener Sache Golem-PCs mit RTX 3070 günstiger und schneller
  3. In eigener Sache Die konfigurierbaren Golem-PCs sind da

iPhone 12 Pro Max im Test: Das Display macht den Hauptunterschied
iPhone 12 Pro Max im Test
Das Display macht den Hauptunterschied

Das iPhone 12 Pro Max ist größer als das 12 Pro und hat eine etwas bessere Kamera - grundsätzlich liegen die beiden Topmodelle von Apple aber nah beieinander, wie unser Test zeigt. Käufer des iPhone 12 Pro müssen keine Angst haben, etwas zu verpassen.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Touchscreen und Hörgeräte iOS 14.2.1 beseitigt iPhone-12-Fehler
  2. iPhone Magsafe ist nicht gleich Magsafe
  3. Displayprobleme Grünstich beim iPhone 12 aufgetaucht

    •  /