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Limux: München will wieder Open-Source-Software präferieren

Die Landeshauptstadt will nach dem Aus für Limux zurück zu Open Source und auch die FSFE-Forderung "Public Money? Public Code!" umsetzen.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Münchner Stadtrat will zurück zu Open Source.
Der Münchner Stadtrat will zurück zu Open Source. (Bild: Joerg Koch/Getty Images)

Der Stadtrat in München hat sich nach den vergangenen Kommunalwahlen im März unter Führung von Grünen und der SPD auf einen Koalitionsvertrag (PDF) geeinigt. Darin heißt es unter anderem: "Wo immer technisch und finanziell möglich setzt die Stadt auf offene Standards und freie Open-Source-lizenzierte Software und vermeidet damit absehbare Herstellerabhängigkeiten".

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Dieses Kriterium soll darüber hinaus in Ausschreibungen aufgenommen werden, so dass die bayerische Landeshauptstadt künftig auch bevorzugt Open-Source-Software für ihre eigenen Bedürfnisse beschaffen möchte. Informationen zur genutzten Software und deren Kosten will der Stadtrat zusätzlich dazu in einem öffentlich zugänglichen Dashboard bereithalten, um darzustellen, in welchen Bereichen Open Source eingesetzt wird und aus dem die Fortschritte in diesem Bereich hervorgehen sollen.

Auch das von der Free Software Foundation Europe (FSFE) durch die gleichnamige Kampagne geprägte Motto "Public Money? Public Code!" soll durch die Stadt München umgesetzt werden. Im Koalitionsvertrag steht dazu: "Das heißt: Sofern keine personenbezogenen oder vertrauliche Daten enthalten sind, wird auch der Quellcode städtischer Software veröffentlicht".

In einer Pressemitteilung begrüßt die FSFE diesen Schritt. "Nachdem sich die vorherige Regierung aus SPD und CSU von der progressiven Freien-Software Strategie verabschiedet hatte, ist dieser Schritt nun ein positives Signal", sagte der FSFE-Präsident Matthias Kirschner. Die Organisation weist aber auch darauf hin, dass die Einschränkung im Koalitionsvertrag auf nicht personenbezogene oder nicht vertrauliche Daten "typische Schlupflöcher" seien. Die FSFE will die Umsetzung des Vertrages sowie kommende Ausschreibungen deshalb "genau beobachten".

Im Herbst 2017 hatte der damalige Münchner Stadtrat unter Führung der SPD und CSU für eine Windows-Migration gestimmt und damit das Ende des prestigeträchtigen Limux-Projekts besiegelt. Inwiefern der aktuelle Koalitionsvertrag darauf noch Einfluss haben wird und ob die Stadt langfristig vielleicht doch wieder Linux-basierte Systeme für ihre Desktops in der Verwaltung einsetzt, ist derzeit nicht abzusehen. Die Stadt wollte ursprünglich bis Ende 2022 ihre Desktops auf das System von Microsoft migriert haben.

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Neremyn 08. Mai 2020

Das Monopol lässt Grüßen. Naja gut so kommen aber viele egal ob es um den Windows Laptop...

Keep The Focus 07. Mai 2020

https://matrix.org/foundation: Kein Widerspruch. Gebridgte User sind auch übers Matrix...

Gundel Gaukeley 07. Mai 2020

Mit Amtsstuben kenne ich mich nicht aus, aber mit den kaufmännischen Mitarbeitern bei...

Clown 07. Mai 2020

Als (größtenteils) Linkshänder kann ich das bestätigen. Unglaublich viele Dinge sind auf...

Anonymer Nutzer 07. Mai 2020

Ich arbeite in einer Behörde und so "reduziert und und fest" ist das schon lange...


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