Abo
  • Services:

Limux: München schließt Makro-Umstellung ab

In der Stadtverwaltung in München sind sämtliche Makroanwendungen auf Openoffice portiert oder als Webanwendungen realisiert worden. Damit ist eine letzte Hürde bei der Umstellung auf freie Software genommen.

Artikel veröffentlicht am ,
Sämtliche Makros der Stadtverwaltung München wurden auf freie Software portiert.
Sämtliche Makros der Stadtverwaltung München wurden auf freie Software portiert. (Bild: Stadt München)

Die letzten Makroanwendungen in der Stadtverwaltung München sind auf offene Standards portiert worden. Damit erreichte das Limux-Projekt laut Stadtverwaltung einen weiteren wichtigen Meilenstein in der Umstellung auf freie Software, darunter das Betriebssystem Linux und das Büropaket Openoffice.org 3.2.1. Als Standardformat kommt das Open Document Format (ODF) zum Einsatz.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Ludwigsburg
  2. über duerenhoff GmbH, München

Mit Wollmux wurde bereits ein offenes Vorlagensystem entwickelt, das für die Verwaltung von Vorlagen und Makros zuständig ist. Wollmux soll auch gewährleisten, dass die Makros und Webanwendungen zentral wartbar und qualitätsgesichert sind. Die Makros, die sich nicht in Openoffice.org realisieren ließen, wurden als Webanwendungen umgesetzt. Dabei soll es sich um die letzten, nicht durch ein Fachverfahren ersetzbaren Makroanwendungen handeln. 900 einzelne und weitgehend undokumentierte Makros wurden auf 100 Makro-Fachanwendungen und 38 Webanwendungen reduziert.

Bis Ende 2011 sollten eigentlich 8.500 Arbeitsrechner in der Münchner Stadtverwaltung umgestellt werden, es wurden aber sogar 9.000 Rechner. Bis Februar 2012 sind etwa 10.000 der 14.000 Rechner auf Linux umgestellt worden.

Mehr Unterstützung für offene Standards

Damit die Umstellung auf freie Software erfolgreich bleibt, setzte sich der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) jüngst für Maßnahmen auf EU-Ebene ein. Es sei "wünschenswert, dass alle Dokumentvorlagen sowohl in MS-Office-Formaten als auch in Open-Dokument-Formaten angeboten werden". Darüber hinaus "sollen alle Präsentationsnotebooks im Bereich der EU-Organisationen und Netzwerke beziehungsweise der EU-Projekte alternativ zu MS-Office auch mit Openoffice beziehungsweise Libreoffice ausgestattet werden".

Die Verwendung offener "Standards würde die Zusammenarbeit von Behörden in Europa erheblich vereinfachen und damit zur Arbeitserleichterung sowie zu Kosteneinsparungen beitragen". Die "ausschließliche Nutzung von Microsoft-Office-Versionen" in einigen EU-Behörden verhindere das jedoch.

Die aktuelle Version des Limux-Clients basiert auf Ubuntu 10.04 alias Lucid Lynx, der aktuellen Version mit Langzeitunterstützung. Als grafische Oberfläche kommt nach wie vor KDE 3.5 zum Einsatz. Dieser wird im Rahmen des Trinity-Projekts weiter gepflegt. Außerdem stehen den Münchner Angestellten aktuelle Versionen des Browsers Firefox und des E-Mail-Clients Thunderbird zur Verfügung.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. und Assassins Creed Odyssey, Strange Brigade und Star Control Origins kostenlos dazu erhalten
  2. 915€ + Versand
  3. 59,79€ inkl. Rabatt

elgooG 05. Mär 2012

900 undokumentierte Makros...uff..das war sicher nicht lustig. xD Eigentlich wäre es...

teleborian 29. Feb 2012

Gibt es irgendwo was zu voten um Mozilla dazu zu bringen Thunderbird stärker zu supporten?

cmoder 29. Feb 2012

Nein. Ich habe mal einen Vortrag über LiMux gehört, und dort war die Hauptaussage, dass...

AndréGregor... 28. Feb 2012

auch wenn das wirklich off topic ist, solltest du wenigstens die verwendete version...


Folgen Sie uns
       


Monster Hunter World vs Generations Ultimate Gameplay

Gameplay von den Spielen Monster Hunter World und Monster Hunter Generations Ultimate, das im Splittscreen verglichen wird.

Monster Hunter World vs Generations Ultimate Gameplay Video aufrufen
Network Slicing: 5G gefährdet die Netzneutralität - oder etwa nicht?
Network Slicing
5G gefährdet die Netzneutralität - oder etwa nicht?

Ein Digitalexperte warnt vor einem "deutlichen Spannungsverhältnis" zwischen der technischen Basis des kommenden Mobilfunkstandards 5G und dem Prinzip des offenen Internets. Die Bundesnetzagentur gibt dagegen vorläufig Entwarnung.
Ein Bericht von Stefan Krempl

  1. T-Mobile US Deutsche Telekom gibt 3,5 Milliarden US-Dollar für 5G aus
  2. Ericsson Swisscom errichtet standardisiertes 5G-Netz in Burgdorf
  3. Masterplan Digitalisierung Niedersachsen will flächendeckende Glasfaserinfrastruktur

Oldtimer-Rakete: Ein Satellit noch - dann ist Schluss
Oldtimer-Rakete
Ein Satellit noch - dann ist Schluss

Ursprünglich sollte sie Atombomben auf Moskau schießen, dann kam sie in die Raumfahrt. Die Delta-II-Rakete hat am Samstag ihren letzten Flug.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Stratolaunch Riesenflugzeug bekommt eigene Raketen
  2. Chang'e 4 China stellt neuen Mondrover vor
  3. Raumfahrt Cubesats sollen unhackbar werden

Zahlen mit Smartphones im Alltagstest: Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein
Zahlen mit Smartphones im Alltagstest
Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein

In Deutschland gibt es mittlerweile mehrere Möglichkeiten, drahtlos mit dem Smartphone zu bezahlen. Wir haben Google Pay mit der Sparkassen-App Mobiles Bezahlen verglichen und festgestellt: In der Handhabung gleichen sich die Apps zwar, doch in den Details gibt es einige Unterschiede.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartphone Auch Volksbanken führen mobiles Bezahlen ein
  2. Bezahldienst ausprobiert Google Pay startet in Deutschland mit vier Finanzdiensten

    •  /